{"id":231043,"date":"2024-09-27T00:00:09","date_gmt":"2024-09-26T22:00:09","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws2\/?p=231043"},"modified":"2024-09-26T20:26:26","modified_gmt":"2024-09-26T18:26:26","slug":"propaganda-am-11-10-2024-erscheint-das-neue-album-propaganda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/pop\/propaganda-am-11-10-2024-erscheint-das-neue-album-propaganda\/","title":{"rendered":"PROPAGANDA <br>Am 11.10.2024 erscheint das neue Album &#8222;Propaganda&#8220;!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Mit &#8222;Wenn ich mir was w\u00fcnschen d\u00fcrfte&#8220; befindet sich auch ein deutschsprachiger (Cover-)Song auf dieser &#8222;Maxi-EP&#8220; mit 8 Titeln \u2013 im Original gesungen von Marlene Dietrich, geschrieben von Friedrich Hollaender!<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vierzig Jahre nach ihrer Gr\u00fcndung und fast zwei Jahrzehnte nach ihrer letzten Ver\u00f6ffentlichung kehrt die legend\u00e4re Synthie-Pop-Band PROPAGANDA zur\u00fcck, um ein neues Kapitel ihrer internationalen Erfolgsgeschichte zu schreiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das selbstbetitelte neue Album von Ralf D\u00f6rper und Michael Mertens kn\u00fcpft nahtlos an die Tiefe und Dramatik ihrer fr\u00fcheren Welthits an. Mit modernen Sound-Welten, Zitaten und Referenzen reflektieren D\u00f6rper und Mertens aber auch ganz dezidiert die pers\u00f6nlichen und gesellschaftlichen Umbr\u00fcche seit ihren letzten Ver\u00f6ffentlichungen.<\/p>\n<p>Das Album wurde komplett in ihrer Homebase D\u00fcsseldorf konzipiert und produziert \u2013 eine Entscheidung, die zeigt, dass sich Propaganda ihrer Wurzeln bewusst sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Produktion wird dank des Gastauftritts des gefeierten Film-Komponisten Hauschka und Gesangs der aufstrebenden K\u00fcnstlerin Thunder Bae in bisher nicht gekannte Sph\u00e4ren gef\u00fchrt.<\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\">Obwohl das Projekt von Ralf D\u00f6rper und Andreas Thein bereits 1982 ins Leben gerufen wurde, war das Zusammentreffen mit dem Schlagwerker der D\u00fcsseldorfer Symphoniker Michael Mertens entscheidend, um die erfolgreiche Synthie-Pop Hitmaschine Propaganda zu formen. Diese Formation sollte schon kurze Zeit sp\u00e4ter zusammen als Teil von Trevor Horns ikonografischem Label ZTT Records weltweit Chart-Erfolge erzielen.<\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\">Mit ihrer 1985 ver\u00f6ffentlichten Deb\u00fct-LP \u201eA Secret Wish\u201c lieferten Propaganda, die nun neben D\u00f6rper und Mertens (Thein hatte die Band zwischenzeitlich verlassen) auch aus den S\u00e4ngerinnen Claudia Br\u00fccken und Susanne Freytag bestanden, gleich einen Synth-Pop-Klassiker ab, dessen internationale Hit-Dichte mit Songs wie \u201eDr. Mabuse\u201c, \u201eDuel\u201c und \u201ep:Machinery\u201c derart beachtlich war, dass ihnen ein fester Platz im Pantheon der Synth-Dance-Gr\u00f6\u00dfen sicher ist.<\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\">Nach einer Pause in den sp\u00e4ten Achtzigern, in der Propaganda damit besch\u00e4ftigt waren, sich von den unvorteilhaften Vertr\u00e4gen ihres bisherigen Labels zu l\u00f6sen, wechselten sie 1990 mit neuen Ideen und einem neuen Line-up, darunter Betsi Miller als neue S\u00e4ngerin und die ehemalige Simple Minds-Rhythmusgruppe Derek Forbes und Brian McGee zu Virgin Records. Das Resultat war das von Ian Stanley und Chris Hughes produzierte weniger rauhe zweite Album \u201e1234\u201c, bei dem sie unter anderem auch mit Howard Jones und David Gilmour zusammenarbeiteten. Danach legten die beiden Hauptakteure D\u00f6rper und Mertens eine kreative Pause ein und widmeten sich unterschiedlichen Projekten: D\u00f6rper belebte seine ehemalige Band Die Krupps neu und Mertens verfolgte eine Karriere als Fernseh- und Filmkomponist und verschrieb sich mit seinem Label Amontillado Music der F\u00f6rderung der experimentellen elektronischen Szene in D\u00fcsseldorf.<\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\">Immer wieder aufkeimende Ger\u00fcchte \u00fcber eine m\u00f6gliche Wiedervereinigung der Band begleiteten Propaganda \u00fcber mehrere Dekaden, doch erst eine Remix-Anfrage des ZTT-Labelmates und ehemaligem Frankie Goes To Hollywood-Masterminds Holly Johnson, veranlasste die beiden 2015 schlie\u00dflich, sich wieder hinter dem Mischpult zusammenzutun. Mit dem Erfolg dieser Sessions im R\u00fccken, begannen D\u00f6rper und Mertens sich zu \u00fcberlegen, was Propaganda in der Jetztzeit ausmachen w\u00fcrde. Seit 1990 war die Welt von tiefgreifenden Ver\u00e4nderungen gepr\u00e4gt \u2013 und auch sie selbst hatten sich ver\u00e4ndert. Eine neue Inkarnation des Projekts musste diese privaten und politischen Prozesse widerspiegeln. Also verabschieden sie sich von der Pop-Aganda der Vergangenheit, \u00fcberlassen die Clubs den Kids und machen mit v\u00f6lliger kreativer Freiheit weiter. Das Ergebnis ist die mitrei\u00dfende, gef\u00fchlsbetonte Tour de Force \u201ePropaganda\u201c.<\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\">Der Opener des Albums, \u201eThey Call Me Nocebo&#8220;, vereint Eleganz, Sinnlichkeit und Anspruch und ist damit die perfekte Einf\u00fchrung in die klangliche (Neu-)Entwicklung. Der intensive Liebe\/Lust-Song ist von der dunklen Stimmung der historischen Propaganda durchdrungen, klingt aber dank seiner IDM-Referenzen und den modernen elektronischen Sounds g\u00e4nzlich nach dem 21. Jahrhundert. \u201ePurveyor Of Pleasure\u201c bietet hier den perfekten Kontrapunkt: Die Rhythmussektion mit ihren ansteckenden Synth-Drums und dem anschwellenden Bass zitiert zwar die Dancefloormoves der Vergangenheit, im Vordergrund stehen jedoch die Widescreen Akkordfolgen und Thunder Baes ausdrucksstarke Vocals, die von Sex und S\u00fcnde k\u00fcnden.<\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\">Die opernhafte Anmutung und die cineastische Gr\u00f6\u00dfe von \u201eVicious Circle\u201c (eine Neuinterpretation des urspr\u00fcnglich auf \u201e1234\u201c erschienenen Songs), \u201eLove:Craft\u201c (eine lyrische Hommage an den amerikanischen Meister der Horrorliteratur) und das neoklassischen Instrumentalst\u00fcck \u201eDystopian Waltz\u201c, zeugen von Propagandas Vorliebe f\u00fcr das Dramatische, das nun durch Mertens&#8216; Soundtrack-Arbeit in leidenschaftliche und berauschende H\u00f6hen getrieben wird. Der Song \u201eTipping Point\u201c mit seinen tranceartigen Rhythmen, erz\u00e4hlt lyrisch von den \u00f6kologischen Verfehlungen der Gegenwart und \u201eDistant\u201c seziert Einsamkeit und Isolation, was nach den gemeinsam erlebten Erfahrungen des Lockdowns besonders ergreifend wirkt.<\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\">Das wundersch\u00f6n d\u00fcstere &#8222;Wenn ich mir was w\u00fcnschen d\u00fcrfte&#8220; schlie\u00dft das Album ab. Die englische \u00dcbersetzung &#8222;If I Had A Wish&#8220; spielt auf den Titel des Propaganda-Deb\u00fctalbums an, w\u00e4hrend der Song selbst die Freude an der Erforschung neuer klanglicher Territorien fortsetzt. Diese Interpretation des Songklassikers aus den drei\u00dfiger Jahren, geschrieben von Friedrich Hollaender und bekannt geworden durch Marlene Dietrich, feiert die Idee von Traurigkeit als politische St\u00e4rke und bleibt damit so aktuell und kraftvoll wie eh und je. Die reichhaltige und strukturierte Version mit dem verst\u00f6rend-gespenstisch pr\u00e4parierten Klavier des Oscar Preistr\u00e4gers Hauschka, einem langj\u00e4hrigen Weggef\u00e4hrten von Mertens, ist ein passender Abschluss f\u00fcr dieses kraftvolle Album.<\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\">Mit ihrem Werk haben Propaganda in einer Zeit der Verg\u00e4nglichkeit etwas Authentisches geschaffen, das vom ersten Sound bis zum Ausklang der letzten Note und auch dank des Artworks einen bleibenden Eindruck hinterl\u00e4sst. Das dritte Album von Propaganda lie\u00df lange auf sich warten, aber das Warten hat sich gelohnt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit &#8222;Wenn ich mir was w\u00fcnschen d\u00fcrfte&#8220; befindet sich auch ein deutschsprachiger (Cover-)Song auf dieser &#8222;Maxi-EP&#8220; mit 8 Titeln \u2013<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":231044,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[27],"tags":[3816],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/231043"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=231043"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/231043\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":231054,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/231043\/revisions\/231054"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/231044"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=231043"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=231043"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=231043"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}