{"id":225497,"date":"2024-06-12T07:57:26","date_gmt":"2024-06-12T05:57:26","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws2\/?p=225497"},"modified":"2024-06-12T08:21:50","modified_gmt":"2024-06-12T06:21:50","slug":"francoise-hardy-francoise-hardy-frag-den-abendwind-ist-tot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/liedermacher\/francoise-hardy-francoise-hardy-frag-den-abendwind-ist-tot\/","title":{"rendered":"FRANCOISE HARDY <br>Fran\u00e7oise Hardy (&#8222;Frag den Abendwind&#8220;) ist tot!"},"content":{"rendered":"<p>Sie wurde 80 Jahre!<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">Fran\u00e7oise Madeleine Hardy [f\u0281\u0251\u0303swaz a\u0281di] (* 17. Januar 1944 in Paris; \u2020 11. Juni 2024 ebenda) war eine franz\u00f6sische Chansons\u00e4ngerin, Texterin und Komponistin.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><strong>Herkunft und Ausbildung<\/strong><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Fran\u00e7oise Hardy wurde 1944 als uneheliches Kind der Buchhalterin Madeleine Hardy (1920\u20131991) in Paris geboren. Sie hatte eine Schwester, Mich\u00e8le (1945\u20132004). Sie wohnten in einer bescheidenen Zweizimmerwohnung im Haus Nr. 24 der Rue d&#8217;Aumale im 9. Arrondissement von Paris. Ihr Vater war Pierre Dillard (1899\u20131981), ein verheirateter Fabrikant aus Blois, den Fran\u00e7oise und ihre Schwester erst sp\u00e4ter kennenlernten. Fran\u00e7oise Hardy besuchte eine von Nonnen gef\u00fchrte Schule; die Sommerferien verbrachte sie w\u00e4hrend acht Jahren regelm\u00e4\u00dfig bei einer \u00f6sterreichischen Familie nahe Innsbruck. Nach dem Baccalaur\u00e9at (Abitur) absolvierte sie das erste Jahr des Germanistikstudiums an der Sorbonne.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><strong>Musikkarriere<\/strong><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Im November 1961 unterschrieb Hardy ihren ersten Vertrag bei der Schallplattenfirma Vogue und im April 1962, kurz nach dem Abitur, erschien ihre erste Platte, &#8222;Oh oh ch\u00e9ri&#8220;, ein Titel, der von Johnny Hallydays Textschreiber-Duo eigens f\u00fcr sie geschrieben worden war. Allerdings brachte dann die B-Seite &#8222;Tous les gar\u00e7ons et les filles&#8220; \u2013 ein zartes Chanson \u00fcber Jungs und M\u00e4dchen ihres Alters, die auf der Suche nach der Liebe sind \u2013 gro\u00dfen Erfolg. In der damals beliebtesten Jugendsendung Frankreichs, &#8222;Salut les copains&#8220; im Rundfunksender Europe 1, deb\u00fctierte sie 1962 mit diesem Lied, dessen Schallplattenaufnahme nach dem Auftritt in k\u00fcrzester Zeit \u00fcber zwei Millionen Mal verkauft wurde.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Es folgte eine Reihe von Hits, die zum gro\u00dfen Teil von ihr selbst getextet und komponiert waren. Sie nahm die Lieder auch auf Englisch, Italienisch, Deutsch, Spanisch und Portugiesisch auf. 1963 ging Fran\u00e7oise Hardy beim Grand Prix Eurovision de la Chanson mit &#8222;L\u2019amour s\u2019en va&#8220; f\u00fcr Monaco an den Start und erreichte den f\u00fcnften Platz. 1968 erhielt sie den Schallplattenpreis Grand Prix du Disque der Akademie Charles Cros.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Auch in Deutschland erlangte die h\u00e4ufig in Jeans und Lederjacke gekleidete langhaarige Franz\u00f6sin gro\u00dfe Aufmerksamkeit. 1965 trat sie im deutschen Fernsehen in einer von Truck Branss produzierten eigenen Show namens Portrait in Musik auf, die von Vogue auf Langspielplatte herausgebracht wurde. Das Chanson &#8222;Frag den Abendwind&#8220; ber\u00fchrte die romantische Seite der deutschen Teenager. Die Leser der Jugendzeitschrift Bravo w\u00e4hlten Fran\u00e7oise Hardy 1966 zur zweitbeliebtesten S\u00e4ngerin (Silberner Bravo-Otto). Eine Tournee durch Deutschland war die Folge. Drei ihrer Platten wurden, wie damals \u00fcblich, als Double bill mit Udo J\u00fcrgens ver\u00f6ffentlicht (eine Seite von ihm, die andere von ihr). Obwohl sich die beiden Musiker mehrmals trafen, kam es zu keiner musikalischen Zusammenarbeit.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Sp\u00e4ter befand Hardy diese fr\u00fchen Jahre ihrer Karriere in k\u00fcnstlerischer Hinsicht als derma\u00dfen schlecht, dass sie eine Wiederver\u00f6ffentlichung der Chansons zu verhindern suchte. 2001 erschienen dennoch 50 Lieder aus jener Zeit als Kompilation.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\u00c4sthetisch galt Hardy in den 1960er Jahren als Stilikone. \u201eNat\u00fcrlich half es, dass Hardy hochgewachsen und bildsch\u00f6n war und obendrein ein Gesp\u00fcr f\u00fcr Stil hatte, Modesch\u00f6pfer wie Paco Rabanne \u00fcberh\u00e4uften sie alsbald mit Kleidung\u201c, schrieb der Spiegel. \u00a0Sie trug Kleider, darunter ein Metallkleid, von Paco Rabanne, nahm in Londoner Studios auf und traf mit Mick Jagger, Bob Dylan, den Beatles und anderen K\u00fcnstlern der angels\u00e4chsischen Popmusikszene zusammen.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Hardy unternahm Konzertreisen durch Frankreich, England und \u00d6sterreich. Zu der 1970 erschienenen Langspielplatte &#8222;Tr\u00e4ume&#8220; erschien ein Filmclip. Darin mimte sie Marlene Dietrich als Femme fatale in schwarzem Kost\u00fcm mit Netzstr\u00fcmpfen und langer Zigarettenspitze. Sie erkl\u00e4rte, es sei eine Hommage an die gro\u00dfe Diva und sie wolle damit auch ihre Wertsch\u00e4tzung der deutschen Sprache ausdr\u00fccken, die sie damals gut sprach.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Hardys gro\u00dfe Popularit\u00e4t hielt sich in Frankreich bis weit in die 1980er Jahre, obwohl sie wegen ihres Lampenfiebers nach 1968 nur selten vor einem gro\u00dfen Publikum auftrat.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Zunehmend komponierte Hardy ihre Alben selbst, die Texte oft humorvoll mit der franz\u00f6sischen Sprache spielend; zu ihren Hits in den 1970er und 1980er Jahren geh\u00f6ren &#8222;Message personnel&#8220;, das sie f\u00fcr eines ihrer besten Chansons hielt, &#8222;Je suis moi, J\u2019\u00e9coute de la musique saoule&#8220; und &#8222;La sieste&#8220;. Das Image der sanften Schlagers\u00e4ngerin, die mit nachdenklichen romantischen Songs gegen den Rock-\u2019n\u2019-Roll-Strom schwamm, legte sie ab und z\u00e4hlte zu den renommiertesten Singer-Songwritern ihres Landes.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Im Mai 2000 gelang ihr ein Comeback mit dem Album &#8222;Clair Obscur&#8220;, das in Frankreich bereits wenige Wochen nach der Ver\u00f6ffentlichung sechsstellige Verkaufszahlen erzielte. Auf dem Album wird sie von ihrem Sohn, Thomas Dutronc, auf der Gitarre begleitet; es enth\u00e4lt auch je ein Duett mit Jacques Dutronc, das auch als Single erfolgreiche &#8222;Puisque vous partez en voyage&#8220;, mit Iggy Pop (&#8222;I\u2019ll Be Seeing You&#8220;) und \u00c9tienne Daho. Im M\u00e4rz 2005 erschien ein weiteres Album mit dem Titel &#8222;Tant de belles choses&#8220; und im November 2006 das Album &#8222;Parenth\u00e8ses \u2026&#8220;. Im Fr\u00fchjahr 2010 kam schlie\u00dflich das Album &#8222;La pluie sans parapluie heraus&#8220;.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><strong>Weitere T\u00e4tigkeiten und Erkrankung<\/strong><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Von 1980 bis 1985 redigierte und moderierte Hardy eine t\u00e4gliche Astrologiesendung auf Radio Monte-Carlo.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Wegen einer 2004 erstmals aufgetretenen und um 2015 wiederkehrenden Krebserkrankung mit Beeintr\u00e4chtigung unter anderem des Geh\u00f6rs musste Hardy die Musik aufgeben und verlegte sich zeitweilig auf das Schreiben von B\u00fcchern. Sie war danach \u00f6fter in Diskussionsrunden im franz\u00f6sischen Fernsehen und Rundfunk pr\u00e4sent, insbesondere, um ihre B\u00fccher vorzustellen.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Ende 2023 appellierte Hardy in einem in verschiedenen Medien ver\u00f6ffentlichten Schreiben an den franz\u00f6sischen Staatspr\u00e4sidenten, Emmanuel Macron, die T\u00f6tung auf Verlangen durch ein Gesetz in Frankreich zu gestatten. Sie selbst trat zu diesem Zeitpunkt krankheitsbedingt bereits nicht mehr in der \u00d6ffentlichkeit auf.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><strong>Privatleben<\/strong><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Im Jahr 1981 heiratete Fran\u00e7oise Hardy ihren langj\u00e4hrigen Freund und K\u00fcnstlerkollegen Jacques Dutronc, mit dem sie seit 1967 liiert war, doch nicht zusammen wohnte. 1973 kam der gemeinsame Sohn, Thomas Dutronc, zur Welt, der ebenfalls Musiker wurde; von 1973 an lebte die junge Familie \u00fcberwiegend in Monticello auf Korsika, wo sich Hardy Mitte der 1960er Jahre ein Haus hatte bauen lassen. In den 1990er Jahren trennte sich das Paar; die Ehe wurde nicht geschieden. Hardy bezeichnete Dutronc als Mann ihres Lebens. Fran\u00e7oise Hardy lebte in Paris, Dutronc in Monticello. Sie starb nach schwerer Krankheit am 11. Juni 2024 in Paris. Ihr Sohn gab den Tod auf den sozialen Netzwerken bekannt.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie wurde 80 Jahre!<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":225498,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[21,24,29],"tags":[3888],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/225497"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=225497"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/225497\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":225500,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/225497\/revisions\/225500"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/225498"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=225497"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=225497"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=225497"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}