{"id":223578,"date":"2024-05-11T00:00:39","date_gmt":"2024-05-10T22:00:39","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws2\/?p=223578"},"modified":"2024-05-10T21:26:07","modified_gmt":"2024-05-10T19:26:07","slug":"eurovision-song-contest-experten-preview-von-frank-ehrlacher-zum-esc-finale-2024-heute-11-05-2024-live-aus-malmoe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/pop\/eurovision-song-contest-experten-preview-von-frank-ehrlacher-zum-esc-finale-2024-heute-11-05-2024-live-aus-malmoe\/","title":{"rendered":"EUROVISION SONG CONTEST <br>Experten-Preview von FRANK EHRLACHER zum ESC-Finale 2024 \u2013 heute (11.05.2024) live aus Malm\u00f6!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Einmal mehr hat sich der ultimative Musik-Fachmann mindestens ein Flei\u00dfsternchen verdient &#8230;!<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">It&#8217;s Eurovision again!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Zum 68. Mal geht in Malm\u00f6 der Eurovision Song Contest \u00fcber die B\u00fchne \u2013 nach zwei bunten und perfekt produzierten Halbfinal-Shows gibt es am Samstagabend das gro\u00dfe Finale, f\u00fcr das das schwedische Fernsehen noch einige \u00dcberraschungen angek\u00fcndigt hat. Die betreffen aber wohl eher das Rahmenprogramm und nat\u00fcrlich das Ergebnis, denn die 26 Songs konnten wir w\u00e4hrend der Proben und Halbfinal-Auftritte schon alle sehen und da wird sich \u2013 zumindest wenn nichts Unvohergesehenes dazwischen kommt \u2013 nichts mehr \u00e4ndern.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Das finale Ergebnis wird wie in den Vorjahren durch eine Mischung aus (Fach-)Jurys der einzelnen L\u00e4nder und Televotings bestimmt, wobei es bei der Punktvergabe zuerst die Jurywertungen gibt, die von den Jury-Sprechern aus den teilnehmenden L\u00e4ndern vorgelesen werden (f\u00fcr Deutschland Ina M\u00fcller, f\u00fcr den R\u00fcckkehrer Luxemburg \u00fcbrigens Desir\u00e9e Nosbusch, 40 Jahre nach ihrer gro\u00dfartigen ESC-Moderation in Luxemburg) und es dann das Televoting &#8222;in aufsteigender Reihenfolge der Jurypunkte&#8220; geben wird. Spannend macht es das auf jeden Fall.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Wir blicken noch einmal kurz auf Favoriten und Kuriosit\u00e4ten, damit Ihr auf den heutigen Fernsehabend (ab 21 Uhr in der ARD) bestens vorbereitet seid &#8230;:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Es wird vom Start weg spannend:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Den Anfang macht nach Losentscheid \u2013 und das ist die einzige Start-Nummer, die wirklich ausgelost wurde, um jeden Einfluss des Veranstalters zu vermeiden &#8211; Gastgeber <strong>Schweden<\/strong>. Nachdem man im Vorjahr mit Loreen zum 7. Mal den ESC gewonnen und mit Rekordsieger Irland gleichgezogen hat, hat man vollmundig Sieg Nummer 8 angek\u00fcndigt. Aber sicher nicht in diesem Jahr. Die norwegischen Zwillinge Marcus und Martinus liefern perfekten Schweden-Pop, perfekt inszeniert \u2013 aber leider langweilt so viel Perfektion beim ESC mehr als sie n\u00fctzt. Mehr als ein Mittelfeldplatz d\u00fcrfte da nicht drin sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Im Gegensatz zur <strong>Ukraine<\/strong> auf Startplatz 2, die mit einer Kombination aus Gospel light und Rap daherkommt und die Heiligen Maria und Mama Theresa besingt. Bildgewaltig inszeniert (ein neues Markenzeichen: Der ESC-Felsen hat die ESC-Windmaschine fast verdr\u00e4ngt) und vor dem Hintergrund der j\u00fcngsten Geschichte des Landes sicher nicht zuf\u00e4llig mit christlichem Einschlag, Nicht unbedingt ein Siegertitel, aber Top 10, vielleicht sogar Top 5 sollte locker drin sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">&#8230; und als 3. muss dann schon Isaak aus <strong>Deutschland<\/strong> ran. Ich habe da ein Deja Vu der vergangenen Jahre und ich f\u00fcrchte, die Zuschauer und Verantwortlichen nach dem Ergebnis auch. &#8222;Always On The Run&#8220; ist ein netter, eing\u00e4ngiger Popsong, \u00e4hnlich wie &#8222;Rockstars&#8220; von Malik Harris 2022. Aber: &#8222;nett&#8220; ist das Schlimmste, was beim ESC passieren kann. Die allermeisten Televoter rufen nur genau einmal an, f\u00fcr den Song, der sie am meisten beeindruckt hat. Und das kann viele Ursachen haben, es muss nicht die bombastische Performance sein, es kann auch sehr gerne der Song sein, der besonders ber\u00fchrt (wie Portugals Salvador Sobral 2017), eine besondere B\u00fchnenpr\u00e4senz (wer erinnert sich nicht an das &#8222;Erscheinen&#8220; von Conchita Wurst 2014) \u2013 der deutsche Beitrag hat von alledem nichts und so f\u00e4llt es mir schwer zu glauben, dass er im Feld der 26 Songs all zu viele Stimmen einsammeln wird. Und das endet f\u00fcr gew\u00f6hnlich mit dem letzten Platz. F\u00fcr Deutschland w\u00e4re es nach 2022 und 2023 das Tripple \u2013 und es soll bitte nachher niemand sagen &#8222;Die m\u00f6gen uns Deutsche&#8220; nicht. Was die deutsche Delegation hier auf die B\u00fchne bringt, ist gut, aber bei weitem nicht gut genug. Und leider hat man es auch vers\u00e4umt, \u00fcber das (wie es neudeutsch hei\u00dft) &#8222;Staging&#8220; noch Boden gutzumachen: Das Ansingen einer brennenden \u00d6ltonne in einem Schwarz in Schwarz gehaltenen B\u00fchnenbild weckt eben auch keine Emotionen. Schade.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">R\u00fcckkehrer <strong>Luxemburg<\/strong> geht nach 31 Jahren ESC-Pause mit Start-Nr. 4 ins Rennen. F\u00fcr die 23-j\u00e4hrige Tali und ihrer teils in Englisch und Franz\u00f6sisch gesungenen Popnummer &#8222;Fighter&#8220; ist das Erreichen des Finals sicher ein guter Erfolg. Viel mehr wird es aber nicht. Ich sehe sie am Ende auch im hinteren Drittel.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Spannend wird es danach mit Joost und dem &#8222;Europapa&#8220; aus den <strong>Niederlanden<\/strong>. Ein eing\u00e4ngiger Popsong mit einer v\u00f6lkerverbindenden Botschaft \u2013 die leider im kompletten Gegensatz zu Joosts verhalten auf der Pressekonferenz am Donnerstagabend nach seinem Einzug ins Halbfinale stand. Er zog sich ein Tuch \u00fcber dem Kopf, agierte weder mit seinen Mits\u00e4ngern noch mit den Pressvertretern wirklich, und feindete die israelische Vertreterin permanent an, ohne sie eines Blickes zu w\u00fcrdigen. Bizarr und traurig und es bleibt abzuwarten, ob die EBU hier im Nachgang noch einschreitet. Allerdings bekommen die meisten Zuschauer davon nichts mit, daher rechne ich weiterhin mit sehr hohen Televoting Punkten und damit einem Endergebnis in den Top Ten. <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>UPDATE: Ob Joost aus den Niederlande \u00fcberhaupt starten darf, will die EBU erst am Samstag entscheiden. Nach \u00fcbereinstimmenden Berichten soll es in Rahmen der Proben eine &#8222;k\u00f6rperliche Auseinandersetzung&#8220; mit einem Fotografen gegeben haben, weshalb er am Freitag von allen Proben ausgeschlossen wurde.<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Direkt danach geht dann Eden Golan f\u00fcr <strong>Israel <\/strong>auch an den Start. \u00a0Auch hier eine perfekte Inszenierung, die vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Situation Israels bei vielen Zuschauern wirken wird. Bei den ersten Proben gab es heftige Buh-Rufe, die beim Semifinale selbst so nicht mehr zu vernehmen waren. Andererseits sickerte das Ergebnis des italienischen Televotings (unerlaubterweise) vorab durch, das Israel mit \u00fcberragenden 39 % vor den Niederlanden (mit knapp 8 %) gewonnen hat. Wenn sich das im Rest Europas so fortsetzt, wird Israel sogar um den Sieg mitsingen. Die Nummer an sich gibt es meines Erachtens nur bedingt her.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Danach kann man dann mal durchatmen oder die Getr\u00e4nkevorr\u00e4te nachf\u00fcllen: Fanliebling Silvester Belt f\u00fcr <strong>Litauen<\/strong>bietet wenig Spektakul\u00e4res (Prognose: Hinteres Mittelfeld), ebenso wenig <strong>Spanien<\/strong>, das zwar einen Ohrwurm liefert, aber eine gewagte Show, die nicht jeden ansprechen d\u00fcrfte (Tendenz: Hinteres Drittel, traditionell k\u00e4mpft Spanien ja gerne mit Deutschland um den letzten Platz, da sehe ich Spanien heute einen Tick besser aufgestellt) und <strong>Estland <\/strong>mit dem unaussprechlichen Titel, der auch eher f\u00fcr Mittelma\u00df und Mittelfeld taugt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Ganz im Gegensatz zu Bambie Thug aus <strong>Irland<\/strong> mit Startnummer 10, die den Teufel niedersingt \u2013 oder niederschreit. Die Nummer entfaltet erst beim dritten oder vierten H\u00f6ren etwas Charme, aber so viele Chancen bekommt sie heute Abend bei den Zuh\u00f6rern ja nicht. Die Performance ist auf jeden Fall au\u00dfergew\u00f6hnlich und ein Hingucker. 3 Minuten Unterhaltung \u2013 und das soll eine Unterhaltungssendung ja auch liefern. Klare Tendenz: Top 5, vielleicht sogar Top 3 .<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Sehr gefreut habe ich mich pers\u00f6nlich \u00fcber den Finaleinzug von Dons aus <strong>Lettland<\/strong>, der nach den Wettquoten im Vorfeld nicht abzusehen war. Eine der wenigen wirklichen Balladen im Feld kann am Finalabend neben den &#8222;Aufpeitschern&#8220; aus Irland und Griechenland entweder untergehen oder so richtig zur Geltung kommen. Ich tippe auf ersteres und einen Platz f\u00fcr den sympathischen Letten im letzten Drittel.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Griechenland<\/strong> versucht es wieder einmal mit etwas Latin-Urban angehauchten Pop-Rhythmen. Das macht Spa\u00df, ist aber am langen Ende auch recht belanglos. Die Konsequenz: Ein Platz im Mittelfeld ist gebucht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Schwer einzusch\u00e4tzen sind die Chancen von Olly Alexander aus dem <strong>Vereinigten K\u00f6nigreich<\/strong>. Beim Kopf des international erfolgreichen Projektes &#8222;Years And Years&#8220; war es wohl mehr der Name, der die Verantwortlichen bewogen hat, ihn zu nominieren. Sein Song &#8222;Dizzy&#8220; ist guter Dance-Pop, der wahrscheinlich die n\u00e4chste Zeit auf keiner ESC-Party fehlen darf \u2013 allerdings hat Olly doch ein sehr d\u00fcnnes Live-Stimmchen und die Inszenierung der nicht gerade geschmackvoll bekleideten Boxer in einem K\u00e4fig f\u00e4llt auf, ohne zu ge-fallen&#8230; Die Buchmacher haben den Song weiterhin unter den Top Ten \u2013 ich bin da eher skeptisch und traue es ihm sogar zu, in den Kampf um den letzten Platz einzusteigen \u2013 es sei denn, er aktiviert eine gro\u00dfe Fanbase&#8230;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Halbzeit der 26 Beitr\u00e4ge und in die 2. H\u00e4lfte geht es mit Folk-Rock aus <strong>Norwegen<\/strong>. Auch der wird sicher sein Publikum finden, ohne letztendlich \u00fcberzeugen zu k\u00f6nnen. Knapp an den Top Ten vorbei k\u00f6nnte es dann ein f\u00fcr alle vers\u00f6hnliches Ergebnis werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Sicher mehr will das erfolgsverw\u00f6hnte <strong>Italien<\/strong>, das auch in diesem Jahr wieder mit dem Siegertitel des Sanremo-Festivals antritt. Angelina Mango ist die Tochter des leider viel zu fr\u00fch verstorbenen Rocks\u00e4ngers Mango und hat durchaus sein Talent geerbt. &#8222;La noia&#8220; (schwer zu \u00fcbersetzen: Langeweile oder \u00dcberdruss trifft es vielleicht am besten) ist ein latin-angehauchter Pop-Song, bei dem man bei der Inszenierung im Vergleich zum Sanremo-Auftritt kr\u00e4ftig nachgebessert hat. Zum Sieg wird das nicht reichen, ein Platz in den Top 10, Richtung Top 5 sollte aber hier auch allemal drin sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Eher unerwartet ist Teya Dora aus <strong>Serbien<\/strong> ins Finale eingezogen. Ihr Text ist recht vielschichtig: Sie besingt eine Blume, die Ramonda (auf Deutsch: &#8222;Felsenteller&#8220; &#8211; und richtig: auch da steht wieder ein Felsen auf der B\u00fchne), die aber in ihrer Heimat auch als Symbol f\u00fcr den Waffenstillstand nach dem Ersten Weltkrieg dient. Leider werden die meisten Zuschauer das nicht verstehen, so wird sich der Song eher im hinteren Drittel wiederfinden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Der &#8222;Windows95Man&#8220;, der eigentlich zwei M\u00e4nner sind, aus <strong>Finnland<\/strong>, f\u00e4llt mehr durch seine Show und das Feuer, das ihm aus der Hose spr\u00fcht, als durch den Retro-Pop-Dance-Song auf. Die Televoter k\u00f6nnten es trotzdem in Teilen m\u00f6gen und ihn ins solide Mittelfeld bringen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Danach hei\u00dft es wieder Durchatmen, wenn es ums Ergebnis geht &#8211; auch wenn ein Toilettengang hier schade w\u00e4re, denn die Startnummern 18 bis 20 pr\u00e4sentieren mit (in der Reihenfolge ihres Auftretens) <strong>Portugal<\/strong>, <strong>Armenien<\/strong> und <strong>Zypern <\/strong>durchaus zumindest bei den ersten beiden Songs Nuancen, die man im Rest des Feldes weniger h\u00f6rt und dem Zuschauer sehr gut zeigen, aus welcher Kultur sie entstammen. Vielleicht gelingt ja Armenien mit dem beschwingten &#8222;Ladaniva&#8220; eine \u00dcberraschung Richtung Top Ten, die anderen beiden \u2013 insbesondere Zypern \u2013 sehe ich eher im hinteren Drittel.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Danach nimmt der ESC 2024 wieder Fahrt auf. Der Auftritt der <strong>Schweiz<\/strong> ist optisch flamingo-pl\u00fcschig und auch musikalisch eher extravagant. Was dabei in der Kombination aus Juryvotes und Televoting am Ende rauskommt, ist schwer pr\u00e4zise einzusch\u00e4tzen. Die Buchmacher hatten ihn zeitweise sogar auf Platz 1 \u2013 daran glaube ich nicht. Ich tippe auf eine Platzierung innerhalb der Top Ten, mit Ausschl\u00e4gen nach oben. \u00dcbrigens: Die gut informierte Ger\u00fcchtek\u00fcche sagt, dass der Schweizer Song &#8222;The Code&#8220; von Nemo eigentlich f\u00fcr die deutsche Vorentscheidung geplant war, dann aber zur\u00fcckgezogen wurde, als die Schweiz ihm eine Direktnominierung ohne Vorentscheid anbot.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Auch <strong>Slowenien<\/strong> zog eher \u00fcberraschend ins Finale ein und auch ihr Auftritt (Prognose: letztes Drittel) ist eher das Warm Up<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">&#8230; f\u00fcr den Top-Favoriten des Wettbewerbs: Marko Purisic alias Baby Lasagna aus <strong>Kroatien<\/strong> mit &#8222;Rim Tim Tagi Dim&#8220;. Eing\u00e4ngiger Pop-Rock zwischen Rammstein und Rednex, der dem Land \u2013 nach meiner Meinung \u2013 den ersten ESC-Sieg und damit den zweiten Wettbewerb in Zagreb (nach 1990, nachdem 1989 Jugoslawien gewann) bescheren d\u00fcrfte. Marko Purisic hat \u00fcbrigens schon eine Troph\u00e4e f\u00fcr ein Nr. 1-Album in Deutschland im Schrank stehen, er schrieb n\u00e4mlich einige Songs f\u00fcr das aktuelle Album der Hamburger Band &#8222;Mono Inc.&#8220;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Wer glaubt, er habe beim deutschen Beitrag oder aus Finnlands Unterhose schon alles Feuer Malm\u00f6s gesehen, der soll sich den Beitrag aus <strong>Georgien<\/strong> genau anschauen: \u00a0&#8222;Firefighter&#8220; strotzt vor Pyrotechnik, die aber \u2013 vielleicht auch aufgrund der goldenen Klamotte der S\u00e4ngerin Nutsa Buzaladze &#8211; stimmiger inszeniert ist. Georgien freute sich nach dem Halbfinale bereits \u00fcber den ersten Finaleinzug seit 8 Jahren und k\u00f6nnte sich weiterfreuen, wenn der Song nach meiner Prognose im vorderen Mittelfeld landet. Die Bestplatzierung des Landes liegt \u00fcbrigens bei Platz 9 (2010 und 2011), dazu wird es wohl nicht ganz reichen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Frankreich<\/strong> setzt auf Stimme und Ausstrahlung mit einer weiteren waschechten Ballade. Slimane singt &#8222;Mon amour&#8220; \u2013 am Anfang noch etwas zur\u00fcckhaltend (vielleicht ist Singen im Liegen doch keine so gute Idee, wie schon Levinia beim ESC 2017 f\u00fcr Deutschland erfahren musste) \u2013 sp\u00e4ter nimmt er aber demonstrativ zwei, drei Meter Abstand vom Mikrofonst\u00e4nder, um zu beweisen, was er f\u00fcr ein Stimmorgan hat. Das beeindruckt, \u00fcberzeugt aber im Gesamteindruck nicht v\u00f6llig. F\u00fcr die Top Ten wird es knapp reichen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Den Schluss des Abends darf dann <strong>\u00d6sterreich<\/strong> machen. Die eher simple gestrickte 90s Dance-Nummer &#8222;We Will Rave&#8220; vermochte dann im Semifinale doch mehr Televotes einzusammeln, als ich pers\u00f6nlich ihr zugetraut h\u00e4tte \u2013 oder Choreograph Marvin Dietmann, gleichzeitig Ehemann der S\u00e4ngerin Kaleen, hat hier vielleicht \u00fcberzeugendere Arbeit geleistet als bei Isaak. Ich bleibe dabei: Ein sch\u00f6ner Abschluss der Wettbewerbssongs, der aber die Geschichte des ESC nicht ver\u00e4ndern wird &#8211; und der Alpenrepublik einen Platz im hinteren Drittel beschert.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Smago w\u00fcnscht allen Lesern viel Spa\u00df beim Mitraten, Mittippen und am Ende auch Mitwissen beim 68. Eurovision Song Contest.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Und w\u00e4hrend Europa seine Stimmen abgibt, gibt es auch noch ein Highlight als Reminiszenz an ABBA, die vor genau 50 Jahren mit &#8222;Waterloo&#8220; den ESC gewannen und ihre Weltkarriere starten: 3 ESC-Sieger &#8211; Carola (1991), Charlotte Perrelli (1999) und Conchita Wurst (2014) &#8211; pr\u00e4sentieren eine kleine Hommage an die &#8222;Big Four&#8220;. Der Traum, die vier von ABBA pers\u00f6nlich auf der B\u00fchne zu sehen, bleibt wohl \u00a0am Samstagabend eher unerf\u00fcllt \u2013 es sei denn, das schwedische Fernsehen hat noch ein As im \u00c4rmel, das es auch bei den Proben bisher nicht durchblitzen lie\u00df&#8230;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einmal mehr hat sich der ultimative Musik-Fachmann mindestens ein Flei\u00dfsternchen verdient &#8230;!<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":223579,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[27,39,128],"tags":[85],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/223578"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=223578"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/223578\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":223621,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/223578\/revisions\/223621"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/223579"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=223578"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=223578"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=223578"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}