{"id":197233,"date":"2023-02-17T17:30:07","date_gmt":"2023-02-17T16:30:07","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws2\/?p=197233"},"modified":"2023-02-19T17:03:16","modified_gmt":"2023-02-19T16:03:16","slug":"tony-marshall-tony-marshall-ist-tot-doch-der-letzte-traum-lebt-immer-noch-in-farbe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/tony-marshall-tony-marshall-ist-tot-doch-der-letzte-traum-lebt-immer-noch-in-farbe\/","title":{"rendered":"TONY MARSHALL <br>Tony Marshall ist tot! DOCH: &#8222;&#8218;Der letzte Traum&#8216; lebt immer noch in Farbe&#8220;!"},"content":{"rendered":"<p>Vor wenigen Tagen noch konnte er seinen 85. Geburtstag feiern!<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seinen 85. Geburtstag durfte er vor wenigen Tagen noch \u2013 am 03.02.2023 \u2013 im engsten Familien- und Freundeskreis feiern. Doch am gestrigen Donnerstag (16.02.2023) schloss der &#8222;Fr\u00f6hlichmacher der Nation&#8220; f\u00fcr immer die Augen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem <em>smago!<\/em> Award Team war die gro\u00dfe Ehre zuteil geworden, den letzten Videoclip von TONY MARSHALL drehen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"\/\/www.youtube.com\/embed\/6rKrUhqDHzU\" width=\"800\" height=\"449\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Biografie TONY MARSHALL<\/strong> (Autor: Stephan Imming f\u00fcr <strong><a href=\"http:\/\/www.smago.de\">www.smago.de<\/a><\/strong>, im Februar 2015)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 03.02.1938 kam TONY MARSHALL in seinem Elternhaus in der Baden Badener &#8222;Gro\u00dfe Dollenstra\u00dfe&#8220; als Herbert (&#8222;Herbel&#8220;) Anton Bloeth zur Welt; seinen Namen \u00e4nderte er vor der Geburt seines ersten Sohnes Marc in &#8222;Hilger&#8220; (, das war der Geburtsname der Mutter). Er war der dritte Sohn seiner Eltern, die einen Kolonialwarenladen betrieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Herbel&#8220; wuchs in einer musikalischen Familie auf. Der Mandoline spielende Vater war allerdings in Kindertagen w\u00e4hrend der Kriegswirren selten zu Hause, da er 1939 zum Milit\u00e4r eingezogen wurde und erst 1947 aus Kriegsgefangenschaft zur\u00fcckgekehrt ist. So war die Mutter die musikalisch treibende Kraft, so dass &#8222;Herbel&#8220; zun\u00e4chst Klavier, sp\u00e4ter auch Geige (auf einer &#8222;echten Matthias-Klotz-Geige&#8220;) zu spielen lernte. Au\u00dferdem wurde er von seiner Mutter im kirchlichen Knabenchor angemeldet, dem er lange Jahre angeh\u00f6rte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Beendigung der Schulzeit, in der er seine sp\u00e4tere Frau Gaby kennen lernte, mit der er seit 1962 bis heute verheiratet ist, begann der sp\u00e4tere Tony eine Lehre als Gro\u00dfhandelskaufmann bei einem B\u00e4ckereinkauf in Baden-Baden. In diesem Beruf f\u00fchlte er sich nicht wohl und hielt sich sp\u00e4ter mit verschiedenen Jobs \u00fcber Wasser. Besonders gern erinnert er sich an seine Zeit als Croupier beim Spielcasino Baden-Baden, bei dem er 1959 anheuerte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine musikalische Karriere war aber immer Ziel von Herbert Anton Hilger. Bereits im Dezember 1956 hatte er seinen ersten Auftritt bei einer Adventsveranstaltung im Baden-Badener Kurhaus. Sein Gesang \u00fcberzeugte den damals anwesenden M\u00fcnchener Musikkritiker Heinz Rosenberger derart, dass er ihm dringend eine musikalische Stimmausbildung empfahl. Zu der Zeit hatte &#8222;Herbel&#8220; aber noch andere Pl\u00e4ne. Er wollte mit seinem Cousin nach Kanada auswandern \u2013 in letzter Sekunde ist dieser Plan aber gescheitert, so dass man ein Jahr sp\u00e4ter an Herrn Rosenberger herantrat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit Hilfe eines Stipendiums, das ihm gew\u00e4hrt wurde, weil Tony beim Kultusministerium die Arie &#8222;Und fortiva\u2026&#8220; aus dem Liebestrank Donizetti perfekt vorsang, begann der S\u00e4nger im Sommersemester 1957 in der Staatlichen Hochschule f\u00fcr Musik in Freiburg ein Musik-Studium \u00a0(Hauptfach Gesang bei Professor Harlan, Nebenfach Klavier). Nach acht Semestern wechselte er zur Musikhochschule nach Karlsruhe zu Dozent Scipio Colombo, um heimatn\u00e4her von Baden Baden studieren zu k\u00f6nnen \u2013 u. a., um den elterlichen Kolonialwarenhandel mit zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahr 1965 \u2013 nach Beendigung des Studiums als Operns\u00e4nger, das er mit der Abschlussnote &#8222;gut&#8220; abgeschlossen hatte, \u00a0\u2013 wurde Herbert Anton Hilger von einem Freund \u00fcberredet, bei einem Schlagerfestival teilzunehmen, das unter dem damals beliebten Motto &#8222;Jekami&#8220; (&#8222;jeder kann mitmachen&#8220;) stand. Der S\u00e4nger begleitete sich auf der Gitarre und gab &#8222;<strong>Hava nagila<\/strong>&#8220; und &#8222;<strong>Cucurrucucu Paloma<\/strong>&#8220; zum besten und erntete einen gro\u00dfen Applaus, wie er das von seinen Auftritten mit klassischer Musik nicht kannte. (Das hat ihn wohl so beeindruckt, dass er diese Lieder sp\u00e4ter auf Tontr\u00e4ger aufnahm und immer wieder im Repertorie hatte).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Jury, der u. a. Michael Kudritzki von der Hansa Musik Produktion Berlin angeh\u00f6rte, k\u00fcrte nicht etwa ebenfalls seinerzeit teilnehmende attraktive S\u00e4ngerinnen, sondern Herbert Anton Hilger zum Sieger des Schlager-Wettbewerbs. Der erste Platz beinhaltete eine Einladung nach Berlin zum Vorsingen am ber\u00fchmten Hansa-Standort in der Wittelsbacher Stra\u00dfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Vorsingen war offensichtlich \u00fcberzeugend \u2013 und so kam es zum ersten Plattenvertrag Herbert Anton Hilgers, der von der Plattenfirma den Namen &#8222;Tony Marshall&#8220; bekam \u2013 ein Name, der eigentlich nicht so recht zum damaligen musikalischen Konzept passte, das man sich f\u00fcr ihn ausgedacht hatte \u2013 er sollte so etwas wie ein deutscher Charlez Aznavour, Adamo oder Gilbert Becaud werden. \u00dcbrigens hie\u00df Becaud mit b\u00fcrgerlichem Namen &#8222;Silly&#8220; -\u00fcbersetzt dumm bzw. &#8222;bl\u00f6d&#8220;. Im Gegensatz zu Tony lie\u00df er sich aber nie offiziell umbenenen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man dachte sich extra einen passenden Lebenslauf aus: &#8222;<em>Tony Marshall verleugnet sein internationales Elternhaus nicht: die Mutter Franz\u00f6sin, der Vater Deutscher. Geboren in Nancy, verbrachte er die ersten Kinderjahre in Frankreich und kam nach dem Krieg erst nach Baden-Baden<\/em>&#8222;. \u2013 So gesehen ist sein sp\u00e4teres Lied &#8222;In Baden-Baden bin ich geboren&#8220; so etwas wie eine Gegendarstellung dieser &#8222;get\u00fcrkten&#8220; Biografie \u2013 auch hinsichtlich seines Geburtstages wurde gerne geschummelt (es wurde 4 Jahre nach hinten gelegt).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Passend zum &#8222;frankophilen&#8220; Ansatz war Tonys im Jahre 1966 erschienene erste Single der Welthit &#8222;<strong>Aline<\/strong>&#8220; des S\u00e4ngers Christoph, den Tony standesgem\u00e4\u00df mit franz\u00f6sischem Akzent einsang. Zu Tonys Leidwesen (bis heute liebt er diesen Song) entpuppte sich die Schallplatte trotz recht guter Rundfunk-Eins\u00e4tze als Flop. Auch Folge-Aufnahmen wie &#8222;<strong>C&#8217;est la vie<\/strong>&#8220; und &#8222;<strong>Love Me Please Love Me<\/strong>&#8220; wurden keine Erfolge, obwohl sie vom damals sehr umtriebigen und erfolgreichen Henry Mayer produziert wurden. Immerhin gelang aber ein erster TV-Auftritt im SWF-Fernsehen und eine &#8222;Neuvorstellung&#8220; im &#8222;Musik aus Studio B.&#8220;, bei dem er sich aber sp\u00e4ter Howard Carpendale mit dessen &#8222;Lebensl\u00e4nglich&#8220; geschlagen geben musste.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da auch die Songs &#8222;<strong>Nur ein Wort<\/strong>&#8222;, &#8222;<strong>Wer kennt ihren Namen<\/strong>&#8220; und &#8222;<strong>Komm zu mir<\/strong>&#8220; keine Erfolge waren, beschloss Tony, seinen Plattenvertrag 1968 auslaufen zu lassen und er\u00f6ffnete zur Sicherung des Lebensunterhaltes in Baden-Baden in der F\u00fcrstenbergallee 6 ein Szene-Lokal namens &#8222;Club 68&#8220;. Nebenbei nahm er bei einem kleinen Plattenlabel eine einzelne Single namens &#8222;<strong>Married Woman<\/strong>&#8220; auf, die er selber (u. a. mit Peter Drischel, der auch als Pete Tex bekant ist,) komponierte \u2013 auch das ein kapitaler Flop.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahre 1969 nahm er an der Vorrunde zum deutschen Schlager-Wettbewerb teil mit einem Lied namens <strong>Venusm\u00e4dchen<\/strong>, der es nicht in den Wettbewerb schaffte und auch nie auf Tontr\u00e4ger erschienen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im &#8222;Club 68&#8220; tauchte eines Tages ein junger Discjockey namens Horst Nu\u00dfbaum (K\u00fcnstlername Jack White) auf, der Tony sagte, dass ihm dessen &#8222;Aline&#8220; sehr gut gefalle \u2013 er m\u00fcsse den Song auch immer auflegen \u2013 aber er empfehle ihm, fr\u00f6hlichere Lieder zu singen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gesagt \u2013 getan \u2013 mit Jack White als Produzent wurden f\u00fcr die Ariola die Lieder &#8222;<strong>Hans im Gl\u00fcck<\/strong>&#8220; und &#8222;<strong>Zwischen heute und morgen<\/strong>&#8220; im &#8222;Happy Sound&#8220; produziert, die freilich genau so floppten wie die deutschen Chansons und die beiden ersten von &#8222;SNB&#8220; (Studio Nord Bremen, dahinter d\u00fcrfte sich &#8222;Ronny&#8220; Wolfgang Roloff verbergen) produzierten Ariola Singles &#8222;<strong>Hey \u2013 ist das Leben so sch\u00f6n<\/strong>&#8220; und &#8222;<strong>Sweet Caroline<\/strong>&#8222;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dieser schwierigen Zeit lernte Tony einen Kripo-Beamten namens Herbert Nold kennen, der im Sommer 1970 Tony davon \u00fcberzeugen konnte, sein Management zu \u00fcbernehmen. Nolds Entscheidung, sich als Manager selbst\u00e4ndig zu machen und den sicheren Beruf des Kripo-Beamten an den Nagel zu h\u00e4ngen, sollte sich als richtig herausstellen. Zielsetzung war, an Tonys Image als ausgebildeter S\u00e4nger der gehobenen G\u00fcteklasse zu festigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fast zeitgleich stellte Jack White Tony einen &#8222;S\u00fcdsee-Song&#8220; aus Tahiti (&#8222;Nau Haka Taranga&#8220;) vor, dem er den Text &#8222;<strong>Sch\u00f6ne Maid<\/strong>&#8220; gegeben hatte. Tony war entsetzt, weil er den Text schrecklich fand. (Das sah Autor Tom Wolf viele Jahre sp\u00e4ter im Buch &#8222;Schlager, die wir nie vergessen&#8220; \u00fcbrigens wohl anders \u2013 dort analysierte er den Song auf 6 1\/2 Seiten unter der \u00dcberschrift &#8222;Verabredungsversuch vor Apokalypse&#8220;).\u00a0 Der Plattenvertrag zwang Marshall \u00a0aber, die Aufnahmen in Berlin anzufertigen. Tonys Plan, Jack White von der Aufnahme abzubringen, indem er alkoholisiert nach dem Genuss einiger Chianti-Wein-Gl\u00e4ser im Studio erschien, um m\u00f6glichst indisponiert zu sein, scheiterte \u2013 offensichtlich kam das &#8222;hojahojaho, hopsasa, trallala, jappadappadu&#8220; dank des Alkohol-Pegels erst recht \u00fcberzeugend r\u00fcber. Jack White war begeistert, der &#8222;Kitchen-Sound&#8220; war mit der Aufnahme geboren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hinter Jack Whites R\u00fccken versuchte Herbert Nold gemeinsam mit Tony, das vermeintlich Schlimmste zu verhindern, indem er im Sp\u00e4therbst 1970 den damaligen Produktionschef der Ariola, Georg Ehmke, aufsuchte, um die Single-Ver\u00f6ffentlichung zu verhindern, da man eine schwere Image-Sch\u00e4digung bef\u00fcrchtete. Ehmke lehnte ab, weil er das Hit-Potenzial des Songs offensichtlich erkannte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es kam, wie es kommen musste \u2013 die &#8222;Sch\u00f6ne Maid&#8220; wurde ein Riesen-Hit, der sich in Deutschland 1 Mio. mal verkauft hatte und sogar in den Niederlanden 100.000 mal \u00fcber die Ladentische ging, wobei ein TV-Auftritt im Dezember 1971 in der Rudi-Carrell-Show dem Verkaufserfolg noch mal einen gewaltigen Schub gab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fortan war Tony Marshall der &#8222;Stimmungsmacher der Nation&#8220;. Einerseits war er dar\u00fcber gl\u00fccklich, weil damit komplette finanzielle Unabh\u00e4ngigkeit erreicht war, die ihm als verheirateten Familienvater (zu dem Zeitpunkt hatte er zwei S\u00f6hne, Marc (der von &#8222;Marshall und Alexander&#8220;) \u00a0und Pascal, gelegen kam. Er konnte sich sogar ein Haus mit Swimmingpool leisten \u2013 dort waren an der Wand die Noten des Liedes gro\u00dfformatig k\u00fcnstlerisch gestaltet, die das erm\u00f6glicht hatten \u2013 so wurde es zumindest in der ARD-Dokumentation &#8222;Ein Star im Festzelt&#8220; dargestellt, die am 02.10.1978 ausgestrahlt wurde. \u00a0Andrerseits ist es f\u00fcr einen Operns\u00e4nger sicher unerfreulich, wenn man mit einer klassischen Musikausbildung im Festzelt singen muss und auf Schallplatten stimmlich im allgemeinen Chorgesang fast untergeht. Im Gegensatz zu einigen anderen Schlagerkollegen hat Tony sich aber mit dieser Situation arrangiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleich der n\u00e4chste von Jack White geschriebene Tony-Hit &#8222;<strong>Komm gib mir Deine Hand<\/strong>&#8220; (bekannt auch durch die Textzeile &#8222;Heute hau&#8217;n wir auf die Pauke&#8220;) wurde sogar ein Nummer-Eins-Hit in Deutschland, der auch in der ZDF-Hitparade zur Nummer 1 avancierte (, nachdem die &#8222;Sch\u00f6ne Maid&#8220; in Hecks Show nicht stattfand). Zeitweise war Tony Marshall sogar gleichzeitig auf Platz 1 und Platz 3 der deutschen Verkaufshitparade.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der gro\u00dfe Erfolg Tonys f\u00fchrte dazu, dass Tony 1972 f\u00fcr die ZDF-Sitzung des Mainzer Karnevals-Klassikers &#8222;Mainz bleibt Mainz&#8220; engagiert wurde. In der von Otto H\u00f6pfner damals moderierten Sendung war Tony Marshall Stargast, was zu Unmut f\u00fchrte, weil z. B. damit Ernst Negers &#8222;Humba T\u00e4t\u00e4r\u00e4&#8220; nicht gen\u00fcgend gew\u00fcrdigt wurde und vor allem Tony Marshall kein Mainzer ist. Tony Marshall war somit letztlich daf\u00fcr verantwortlich, dass aus &#8222;Mainz wie es singt und lacht&#8220; (SWF) und &#8222;Mainz bleibt Mainz&#8220; (ZDF) der sp\u00e4tere TV-Klassiker &#8222;Mainz bleibt Mainz wie es singt und lacht&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Riesen-Erfolg von Tonys Tontr\u00e4gern wurde zum Anlass genommen, sogar einen Schlager-Film namens &#8222;Heute hau&#8217;n wir auf die Pauke&#8220; zu drehen, der am 08.02.1973 in den &#8222;Lifa-Lichtspielen&#8220; Offenburg \u00a0&#8222;Welt-Premiere&#8220; hatte. In dem Film dreht es sich um die Lebensgeschichte des Schlager-Produzenten Jack White und seinen K\u00fcnstlern: Neben Tony Marshall &#8222;spielten&#8220; auch J\u00fcrgen Marcus, Renate und Werner Leismann,\u00a0 Nina und Mike, Tanja Berg, Lena Valaitis, Severine, Peggy March in dem Streifen mit. Die Berliner RIAS-Radio-Legende Nero Brandenburg \u00fcbernahm eine Rolle als DJ. Trotz des Star-Aufgebots wurde der Film ein Misserfolg, was Film-Kritiker vermutlich nicht sonderlich frustriert hat. Entsprechend wurde auch der gleichnamige Soundtrack kein Erfolg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jack Whites &#8222;Happy-Schiene&#8220; schlug auf dem Tontr\u00e4germarkt allerdings voll ein \u2013 die n\u00e4chsten Schlager, &#8222;<strong>Ich fang&#8216; f\u00fcr Euch den Sonnenschein&#8220;<\/strong>, \u00a0<strong>&#8222;\u2026und in der Heimat<\/strong>&#8220; und &#8222;<strong>Junge, die Welt ist sch\u00f6n<\/strong>&#8220; waren drei weitere gro\u00dfe Top-20-Hits. Interessanterweise wurde zwischendurch auch der auf Tonys &#8222;Sch\u00f6ne Maid&#8220;-LP befindliche\u00a0 Song &#8222;<strong>Majka<\/strong>&#8220; als reine Rundfunk-Promo-Single ver\u00f6ffentlicht, offensichtlich ist der Song aber durchgefallen, so dass man sich f\u00fcr &#8222;Junge, die Welt ist sch\u00f6n&#8220; als Single entschieden hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der LP &#8222;Ich fang f\u00fcr Euch den Sonnenschein&#8220; ist in der Biografie \u00fcbrigens die Rede von einer Tochter namens &#8222;Isabel&#8220;. Stella, die wirklich Tonys Tochter ist, kann zum Erscheinungstermin der LP noch nicht gemeint sein. Im Internet finden sich Hinweise, dass es sich um eine vermeintliche uneheliche Tochter Tonys handelt und Tony 14 Jahre f\u00e4lschlicherweise als Vater angesehen wurde \u2013 erst ein Vaterschaftstest brachte demnach ans Licht, dass Tony nicht der Vater war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die n\u00e4chsten Platten, &#8222;<strong>Onkel Golle<\/strong>&#8222;, &#8222;<strong>T\u00e4t\u00e4r\u00e4t\u00e4t\u00e4t\u00e4t\u00e4<\/strong>&#8220; und das von Jack White komponierte und von Fred Jay getextete &#8222;<strong>Wir trinken Br\u00fcderschaft mit der ganzen Stadt<\/strong>&#8220; waren zwar auch noch recht erfolgreich, allerdings nicht mehr solche Riesen-Hits wie man das vorher kannte. Vielleicht liegt das daran, dass diese drei Lieder es nicht nach Berlin in die ZDF-Hitparade geschafft haben. Kleines Schmankerl am Rande: Die B-Seite von &#8222;Onkel Golle&#8220; war &#8222;<strong>In Baden-Baden bin ich geboren<\/strong>&#8222;. Auf der R\u00fcckseite des Covers hingegen wird pikanterweise erneut das M\u00e4rchen erz\u00e4hlt, Tony sei &#8222;im franz\u00f6sischen Nancy zur Welt&#8220; gekommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_168224\" aria-describedby=\"caption-attachment-168224\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-168224\" src=\"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/marshall_kurmuschel-800x600.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/marshall_kurmuschel-800x600.jpg 800w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/marshall_kurmuschel-522x392.jpg 522w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/marshall_kurmuschel-200x150.jpg 200w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/marshall_kurmuschel-768x576.jpg 768w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/marshall_kurmuschel-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/marshall_kurmuschel-363x272.jpg 363w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/marshall_kurmuschel-130x98.jpg 130w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/marshall_kurmuschel-593x445.jpg 593w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/marshall_kurmuschel-696x522.jpg 696w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/marshall_kurmuschel-253x190.jpg 253w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/marshall_kurmuschel-387x290.jpg 387w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/marshall_kurmuschel.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-168224\" class=\"wp-caption-text\"><em>Foto-Credit: Dagmar Ambach<\/em><\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor wenigen Tagen noch konnte er seinen 85. 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