{"id":190618,"date":"2022-10-12T10:52:54","date_gmt":"2022-10-12T08:52:54","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws2\/?p=190618"},"modified":"2022-10-12T10:53:14","modified_gmt":"2022-10-12T08:53:14","slug":"nina-hagen-am-09-12-2022-erscheint-mit-unity-ihr-erstes-album-seit-elf-jahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/deutsch-rock\/nina-hagen-am-09-12-2022-erscheint-mit-unity-ihr-erstes-album-seit-elf-jahren\/","title":{"rendered":"NINA HAGEN <br>Am 09.12.2022 erscheint mit &#8222;UNITY&#8220; ihr erstes Album seit ELF Jahren!"},"content":{"rendered":"<p>Die Zeit war also l\u00e4ngst reif! Sehen Sie HIER den Videoclip zur ersten Single &#8222;16 Tons&#8220; &#8230;:<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt viel Ninas. So viele Versionen und Inkarnationen. So viele Bilder, Momente, Stimmen und Songs. So viele Gesichter mit aufgerissenem Mund. Gesichter aus mittlerweile f\u00fcnf Jahrzehnten. Wie im Video zu ihrer neuen Single <strong><em><a href=\"https:\/\/rewika-promotion.us20.list-manage.com\/track\/click?u=1d8ddc436346aa266069751c1&amp;id=5e22a0f452&amp;e=23a4715584\">\u201e16 Tons\u201c<\/a><\/em><\/strong>. <strong>NINA HAGEN\u00a0<\/strong>ist eine Legende. Punk-Rock-Godmother, Aktivistin, Kunstfigur, Performance-Maschine, Jesusj\u00fcngerin, extraterrestrische Abgesandte, Brecht-Kennerin. Nina ist Anfang und Ende. Mauern einschlagen und neu anfangen. Weitermachen und nie still sein. Nina ist Viele. Und doch kann es sie nur einmal geben. <em>The woman who fell to earth<\/em>. Unkopierbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nina Hagen, die sch\u00f6nste und schrillste Brandstifterin zwischen Punk und Pop, Ost und West und Outta Space, die Deutschland je hervorgebracht hat, ist endlich zur\u00fcck. Am <strong>09.12.2022 erscheint ihr neues Album \u201e<em>UNITY\u201c<\/em> auf Gr\u00f6nland Records<\/strong>. Es ist das erste seit <em>\u201eVOLKSBEAT\u201c<\/em> von 2011. Die Zeit war also l\u00e4ngst reif.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die zw\u00f6lf Songs auf <em>\u201eUNITY\u201c<\/em> sind ein wilder Trip durch einen dicht gewebten musikalischen Dschungel, in dem es zirpt und surrt und zwitschert, Western Twang auf spacige Synthie-Fl\u00e4chen und Rock-Pop auf Dub und sexy Slow Funk. Manche Songs erz\u00e4hlen von biblischen Wundern, andere sind flammende politische Kampfreden, und wieder andere sind Cover: von einem Country-Klassiker, einem <strong>Sheryl-Crow<\/strong>-Hit, oder sogar von einem <strong>Bob-Dylan<\/strong>-Song mit deutschem Text (<strong><em>\u201e<\/em><\/strong><strong><em>Die Antwort wei\u00df ganz allein der Wind\u201c<\/em><\/strong>, was man sich wirklich nur als eine der ganz gro\u00dfen Liederk\u00fcnstlerinnen erlauben darf). Vielf\u00f6rmig ist das Spiel mit Texturen, Samples und Alltagsger\u00e4uschen auf \u201eUNITY\u201c. Und inmitten dieses satten Sound- und Themen-Blattwerks ist da nat\u00fcrlich diese Stimme, die in einem Wimpernschlag von opernhaft zu d\u00e4monisch umschwenken kann, von wahnsinnigen H\u00f6hen in furchteinfl\u00f6\u00dfende Tiefen, als wolle sie die Geschlechter miteinander kurzschlie\u00dfen. Nina Hagen schreit und zischt, schmettert und sprechsingt, reibt und \u00fcberschl\u00e4gt sich in elektronischen Verzerrungen. Sie f\u00fchrt musikalische Zwiegespr\u00e4che. Mit uns und mit sich selbst. Wie aus einer anderen Welt hallt ihre Stimme hin\u00fcber in unsere Gegenwart.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurzum: <em>\u201eUNITY\u201c<\/em> ist ein grelles, warmherziges und vielf\u00e4ltiges Nina-Hagen-Spektakel. Mit 67 Jahren ist sie so produktiv wie eh und je.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und weil sie nie Zeit drauf verschwendet hat, auf Nummer sicher zu gehen oder irgendjemandem einen sachten Einstieg zu bereiten, nimmt das Album gleich volle Fahrt auf: <strong><em>\u201eShadrack\u201c<\/em><\/strong> ist ein flimmernder halb-gesungen, halb-gerappter Power-Rockpop mit antreibenden Beat und einer Bibelgeschichte als Handlung, der mit der Zeile endet<em>: \u201edas war eine\u00a0Gute-Nacht-Geschichte f\u00fcr&#8217;s Gem\u00fcte \u00fcber Gottes G\u00fcte\u201c <\/em>Nina Hagen, die seit 2009 dem evangelisch-reformierte Glaube anh\u00e4ngt, zitiert hier ein Pop-Spiritual des amerikanischen Komponisten <strong>Robert MacGimsey<\/strong>, das die Geschichte von drei hebr\u00e4ische M\u00e4nner erz\u00e4hlt, die von Gott vor dem Feuertod bewahrt werden. Von den in Flammen Wandelnden geht es direkt weiter mit der feministischen Reggae-Punk-Solidarit\u00e4ts-Hymne <strong><em>\u201eUnited Women of World\u201c<\/em><\/strong>, die gemeinsam mit der jamaikanische S\u00e4ngerin <strong>Liz Mitchel<\/strong> und der New-Wave-Ikone <strong>Lene Lovich<\/strong> entstanden ist. Ein Song mit einer Message, die man vielleicht schon oft geh\u00f6rt hat, die man aber gar nicht oft genug wiederholen kann: <em>\u201eIt\u2019s all for one and one for all\u201c. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der ersten Single-Auskopplung <strong><em>\u201e16 Tons\u201c<\/em><\/strong> hat sich Nina Hagen schweres Gewicht aufgeladen: \u201e<em>You load 16 tons, what do you get? \/ Another day older and deeper in debt\u201d. <\/em>Der Song ist ihre Version des alten, amerikanischen Folk-Klassikers \u00fcber das von Knochenarbeit und existenzieller Bedr\u00e4ngnis geformte Leben der Bergarbeiter von Kentucky. Nina Hagen singt von diesem ausweglosen Alltag \u2013 <em>\u201emuscle and blood and skin and bones\u201c<\/em> \u2013 mit ihrer gebieterisch tiefen und dunkel vibrierenden Stimme. Ein f\u00fcr das Jahr 2022 geupdateter Western-Twang, aufgenommen mit viel erratischen Hall, unbeirrt voranschreitenden Groove und w\u00fcstentrockenen E-Gitarren. \u201e<em>16 Tons\u201c<\/em> holt die tonnenschwere, dreck- und ru\u00dfverschmierte Bergarbeiter-Sozialkritik von 1947 hin\u00fcber ins Jahr 2022. Dieses Lied hat auf Nina Hagen gewartet, die seinen teilweise gespenstisch aktuellen Zeilen die Gravitas einer Jahrhundert-Echokammer verleiht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Titelst\u00fcck <strong><em>\u201eUnity\u201c<\/em><\/strong> ist eine Zusammenarbeit mit dem Funk-Vision\u00e4r <strong>George Clinton<\/strong>: eine wunderbar leicht dahingleitende, kosmische funkelnde Dub-Nummer als Hommage an die Black Lives Matter-Bewegung, die die beiden 2020 als direkte Reaktion auf den gewaltsamen Tod von George Floyd schrieben. Die Synthesizer-Melodien schaukeln wie sanfte Wellen zu stotternden Hi-Hats, w\u00e4hrend Nina und George im Refrain gegen den Hass ansingen: <em>\u201ePositive vibrations surround the world\u2019s nations!\u201c<\/em><br \/>\nMit <strong><em>\u201eAtomwaffensperrvertrag\u201c<\/em><\/strong> wird es dann auch ganz konkret politisch: Nina Hagen remixt hier gesampelte Ausschnitte zwei Reden (einer eigenen 2009 beim United Nation Friedensfestival vor dem Brandenburger Tor und einer UN-Rede des US-Politikers Dennis Kucinich) zu einer pulsierenden Tour de Force mit Country-Gitarren, Stimmengewirr und wilden Percussions.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eines hat sich seit Beginn ihrer Karriere vor bald 40 Jahren nie ver\u00e4ndert. Nina Hagen ist radikal. Sie probiert Neues aus. Spricht Dinge aus. Kennt keine Grenzen. Weder k\u00fcnstlerische noch weltanschauliche. Unterhaltung und ganz ernst gemeinte Botschaft gehen immer noch Hand in Hand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt viele und doch gibt es nur eine: Nina Hagen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>TITELLISTE<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>01 &#8211; Shadrack<br \/>\n02 &#8211; United Women Of The World<br \/>\n03 &#8211; Unity<br \/>\n04 &#8211; 16 Tons<br \/>\n05 &#8211; Atomwaffensperrvertrag<br \/>\n06 &#8211; Gib Mir Deine Liebe<br \/>\n07- Venusfliegenfalle<br \/>\n08 &#8211; Redemption Day<br \/>\n09 &#8211; Geld, Geld, Geld<br \/>\n10 &#8211; Die Antwort Wei\u00df Ganz Allein Der Wind<br \/>\n11 &#8211; Open My Heart (Dinner Time)<br \/>\n12 &#8211; It Doesn`t Matter Now<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"\/\/www.youtube.com\/embed\/_vKDiyo178E\" width=\"800\" height=\"449\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-190621\" src=\"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/NH_unityPACKSHOT-800x800.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/NH_unityPACKSHOT-800x800.jpg 800w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/NH_unityPACKSHOT-522x522.jpg 522w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/NH_unityPACKSHOT-150x150.jpg 150w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/NH_unityPACKSHOT-768x768.jpg 768w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/NH_unityPACKSHOT-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/NH_unityPACKSHOT-2048x2048.jpg 2048w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/NH_unityPACKSHOT-272x272.jpg 272w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/NH_unityPACKSHOT-600x600.jpg 600w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/NH_unityPACKSHOT-130x130.jpg 130w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/NH_unityPACKSHOT-445x445.jpg 445w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/NH_unityPACKSHOT-190x190.jpg 190w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/NH_unityPACKSHOT-290x290.jpg 290w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zeit war also l\u00e4ngst reif! 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