{"id":188144,"date":"2022-08-19T19:21:53","date_gmt":"2022-08-19T17:21:53","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws2\/?p=188144"},"modified":"2022-08-19T19:21:53","modified_gmt":"2022-08-19T17:21:53","slug":"eva-maria-hagen-nina-hagen-trauert-um-ihre-mutter-eva-maria-hagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/deutsch-rock\/eva-maria-hagen-nina-hagen-trauert-um-ihre-mutter-eva-maria-hagen\/","title":{"rendered":"EVA-MARIA HAGEN <br>Nina Hagen trauert um ihre Mutter Eva-Maria Hagen!"},"content":{"rendered":"<p>Eva-Maria Hagen wurde 87 Jahre alt!<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">EVA-MARIA HAGEN, die Mutter von Nina Hagen, ist tot. Sie wurde 87 Jahre alt.<\/p>\n<p>Eva-Maria Hagen (* 19. Oktober 1934 in K\u00f6ltschen, Kreis Oststernberg als Eva-Maria Buchholz; \u2020 16. August 2022 in Hamburg) war eine deutsche Schauspielerin, Synchronsprecherin, S\u00e4ngerin, Malerin und Autorin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fr\u00fche Jahre<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nDie Tochter ostbrandenburgischer Landarbeiter wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit ihrer Familie nach Perleberg in der Prignitz im nordwestlichen Brandenburg vertrieben. Nach einer Lehre zur Maschinenschlosserin im Bahnbetriebswerk Wittenberge begann sie 1952 ein Schauspielstudium in Ost-Berlin, wo sie 1953 unter der Leitung von Bertolt Brecht im Berliner Ensemble im St\u00fcck &#8222;Katzgraben&#8220; von Erwin Strittmatter spielte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Theater und Film in der DDR<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n1958 erhielt Hagen ein Engagement am Maxim-Gorki-Theater in Berlin. Von Natur aus dunkelhaarig, musste sie meist in die Rollen von busenbetonten Blondinen schl\u00fcpfen, weshalb sie bald als \u201eBrigitte Bardot der DDR\u201c galt. Sie war unter anderem beim Filmfestival in Karlovy Vary als Stargast anwesend. 1961 war sie das erste Mitglied bei Gr\u00fcndung des Schauspiel-Ensembles des Fernsehfunks Berlin-Adlershof.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1956 setzte Eva-Maria Hagen ihr Schauspielstudium an der Fritz-Kirchhoff-Akademie in West-Berlin fort. 1957 begann ihre Karriere als Schauspielerin in der DEFA-Filmkom\u00f6die &#8222;Verge\u00dft mir meine Traudel nicht&#8220; unter Kurt Maetzig. Von 1957 bis 1965 wirkte sie in etwa 50 Film- und Fernsehproduktionen mit, u. a. 1961 neben Wolf Kaiser im DDR-Kellerfilm &#8222;Das Kleid&#8220; \u2013 basierend auf &#8222;Des Kaisers neue Kleider&#8220; \u2013 in der Rolle der jungen sch\u00f6nen Katrin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1965 begegnete sie dem Liedermacher Wolf Biermann, der ein halbes Jahr sp\u00e4ter durch das 11. Plenum der SED ein Auftritts- und Publikationsverbot erhielt. Hagen fand Zugang zu Biermanns kritischem Geist und seinem Liedgut. W\u00e4hrend Biermanns Auftrittsverbot bestritt sie dessen Krankenversicherungsbeitr\u00e4ge und geriet zunehmend in die Schusslinie der DDR-F\u00fchrung. Gegen sie wurde ein Prozess wegen \u201eStaatsverleumdung\u201c gef\u00fchrt und ihre Engagements fanden vornehmlich in Provinztheatern statt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ende 1976 wurde sie aufgrund ihres Protestes gegen die kurz zuvor erfolgte Ausb\u00fcrgerung Biermanns fristlos entlassen. Ihr erging es dabei \u00e4hnlich wie zahlreichen anderen K\u00fcnstlern der DDR. 1977 wurde ihr die Staatsb\u00fcrgerschaft der DDR entzogen und sie siedelte zusammen mit ihrer Tochter Nina Hagen in die Bundesrepublik Deutschland \u00fcber.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weitere Karriere nach Ausb\u00fcrgerung<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nIhre k\u00fcnstlerische Karriere und ihre Bekanntheit wurden durch die Ausb\u00fcrgerung zwar zur\u00fcckgesetzt, aber sie blieb dennoch ihrem Fach treu. Es schlossen sich au\u00dferdem bald wieder Engagements in kleinen Theatern und Fernsehrollen an. Sie wirkte auch bei Musikauftritten an der Seite von Wolf Biermann mit, u. a. im November 1989 kurz nach dem Mauerfall in einer Halle der Leipziger Messe, und schuf au\u00dferdem eigene Musikaufnahmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1997 erhielt sie aufgrund ihrer musikalischen Brecht-Hommage von den Goethe-Instituten in Irland, Schottland, England, Schweden und der Ukraine Einladungen f\u00fcr Konzerte. 1998 ging sie in 50 deutschen St\u00e4dten auf Lesung mit ihrem Buch &#8222;Eva und der Wolf&#8220;. Im Januar 1999 erhielt sie die Carl-Zuckmayer-Medaille in Mainz f\u00fcr Verdienste um die deutsche Sprache.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Fernsehen \u00fcbernahm Hagen Gastrollen in Krimiserien wie &#8222;Stubbe \u2013 Von Fall zu Fall&#8220;, &#8222;Pfarrer Braun&#8220;, &#8222;Der Dicke&#8220; und &#8222;Gro\u00dfstadtrevier&#8220;. Von 2005 bis 2006 spielte sie neben Jonas Nay als Hedda S\u00f6rensen in der NDR-Mystery-Fernsehserie &#8222;4 gegen Z&#8220; eine Hauptrolle. In Hans-Christoph Blumenbergs dreiteiligem Dokudrama &#8222;Die Kinder der Flucht&#8220; \u00fcbernahm sie die Rolle der gealterten Elvira Prof\u00e9, die auf ihre einstige gro\u00dfe Liebe, den Polen Fortek Mackiewicz (Adrian Topol), den sie jahrzehntelang infolge der Nachkriegswirren nicht gesehen hat, im Sommer 1955 sehns\u00fcchtig mit ihrer Freundin Ursula am Bahnhof Kwidzyn wartet. 2009 verk\u00f6rperte sie in der Hauptrolle die pensionierte Lehrerin Lena Braake in Leander Hau\u00dfmanns Filmkom\u00f6die &#8222;Dinosaurier \u2013 Gegen uns seht ihr alt aus!&#8220;. 2012 war sie als Gro\u00dfmutter in dem deutsch-australischen Spielfilm &#8222;Lore&#8220; zu sehen. 2013 spielte sie an der Seite von Gesine Cukrowski und Franz Dinda als Annie Bauer eine Hauptrolle in dem Fernsehfilm &#8222;Fliegen lernen&#8220; von Christoph Schrewe. 2014 war sie f\u00fcr den deutsch-australischen Animationsfilm &#8222;Die Biene Maja \u2013 Der Kinofilm&#8220; als Synchronsprecherin t\u00e4tig, in dem sie der Bienenk\u00f6nigin ihre Stimme lieh. An der Produktion waren auch ihre Tochter und ihre Enkeltochter beteiligt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Privates<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n1954 heiratete Eva-Maria Hagen den Drehbuchautor Hans Oliva-Hagen. Aus der f\u00fcnfj\u00e4hrigen Ehe ging die 1955 geborene Tochter Catharina hervor, die sp\u00e4ter unter dem Namen Nina Hagen als S\u00e4ngerin bekannt wurde. Von 1965 bis 1972 war sie mit dem Liedermacher Wolf Biermann liiert. Ihre 1998 erschienene Autobiografie &#8222;Eva und der Wolf&#8220; wird als offenes Bekenntnis zu ihrer Beziehung bezeichnet und beinhaltet ihren regen Briefverkehr mit Biermann, der ein Vorwort beitrug. 2000 und 2005 erschienen mit &#8222;Evas sch\u00f6ne neue Welt&#8220; und &#8222;Eva jenseits vom Paradies&#8220; weitere Biografien Hagens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gemeinschaftlich mit Peter Hacks erschien 2013 im Eulenspiegel-Verlag das Werk &#8222;Liaison amoureuse&#8220;. Ihre 1981 geborene Enkelin Cosma Shiva Hagen ist ebenfalls als Schauspielerin und Synchronsprecherin t\u00e4tig. Hagen lebte zeitweise mit dem Regisseur Matti Geschonneck und sp\u00e4ter mit dem Pianisten Siegfried Gerlich zusammen, war zuletzt alleinstehend und lebte abwechselnd in Hamburg, Berlin und der Uckermark. Sie starb am 16. August 2022 im Alter von 87 Jahren in Hamburg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_188145\" aria-describedby=\"caption-attachment-188145\" style=\"width: 221px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-188145\" src=\"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/eva-maria-hagen.gif\" alt=\"\" width=\"221\" height=\"318\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-188145\" class=\"wp-caption-text\"><em>Foto-Credit: <strong><a href=\"http:\/\/www.eva-maria-hagen.de\/start.shtml\">Homepage von Eva-Maria Hagen<\/a><\/strong><\/em><\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eva-Maria Hagen wurde 87 Jahre alt!<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":188145,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":null,"_FSMCFIC_featured_image_hide":null},"categories":[5,25],"tags":[2654,371],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/188144"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=188144"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/188144\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":188146,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/188144\/revisions\/188146"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/188145"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=188144"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=188144"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=188144"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}