{"id":167776,"date":"2021-07-05T23:06:53","date_gmt":"2021-07-05T21:06:53","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws2\/?p=167776"},"modified":"2021-07-05T23:06:53","modified_gmt":"2021-07-05T21:06:53","slug":"raffaella-carra-raffaella-carra-im-alter-von-78-jahren-gestorben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/raffaella-carra-raffaella-carra-im-alter-von-78-jahren-gestorben\/","title":{"rendered":"RAFFAELLA CARR\u00c0 <br>Raffaella Carr\u00e0 im Alter von 78 Jahren gestorben!"},"content":{"rendered":"<p>Sie sang u. a. die Originalversion des Tony Holiday Superhits &#8222;Tanze Samba mit mir&#8220;!<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Raffaella Carr\u00e0 (* 18. Juni 1943 als Raffaella Roberta Pelloni in Bologna; \u2020 5. Juli 2021 in Rom) war eine italienische Schauspielerin, S\u00e4ngerin und Fernsehmoderatorin. Nach einer internationalen Filmkarriere in den 1960er Jahren, zu der auch ein Gastspiel in Hollywood geh\u00f6rte, wirkte Raffaella Carr\u00e0 seit den 1970er Jahren in zahlreichen L\u00e4ndern als Pops\u00e4ngerin und Showgirl. Neben Erfolgen in Westeuropa trat die K\u00fcnstlerin auch in Russland, Japan und S\u00fcdamerika auf, wo sie ein gro\u00dfes Publikum fand. Seit den 1980er Jahren geh\u00f6rte sie zu den beliebtesten und bestbezahlten Fernsehstars Italiens und hatte zudem eigene Fernsehsendungen im spanischen Fernsehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Raffaella wuchs bei ihrer Mutter Iris und der Gro\u00dfmutter Andreina in Bellaria-Igea Marina auf, einer Kleinstadt in der Provinz Rimini, nachdem der Vater die Familie wegen einer anderen Frau verlassen hatte, als Raffaela ein Jahr alt war. Ihre Ausbildung begann im Alter von vier Jahren mit klassischem Ballettunterricht. Als Achtj\u00e4hrige zog sie mit der Familie nach Rom. Hier erhielt sie Gesangsunterricht und wechselte mit 15 zum modernen Tanz. Bereits 1952 in einer ersten Nebenrolle beim Film deb\u00fctierend, studierte sie Schauspiel am r\u00f6mischen Centro <em>Sperimentale di Cinematografia<\/em> und begann 1960 \u2013 noch unter dem Namen <em>Raffaella Pelloni<\/em> \u2013 die eigentliche Filmkarriere. Die meisten Filme dieser ersten Jahre sind dem Genre der in den 1960er-Jahren sehr erfolgreichen, aber wenig anspruchsvollen italienischen Sandalenfilme zuzurechnen. Es folgten internationale Produktionen, bei denen sie mit namhaften Schauspielern wie Jean Marais, Curd J\u00fcrgens, Maurice Chevalier, Michel Piccoli und Marcello Mastroianni zusammenarbeitete. Mit der Rolle der Gabriella im 1965 entstandenen Film &#8222;Colonel&#8220; von Ryans Express gelang ihr auch ein Hollywooderfolg. Unter der Regie von Mark Robson spielte sie in diesem Antikriegsfilm an der Seite von Frank Sinatra, Edward Mulhare und Trevor Howard. Mitte der 1960er-Jahre wechselte Raffela Carr\u00e0 ins kom\u00f6diantische Fach und war fortan \u00fcberwiegend in Filmen der Commedia all\u2019italiana zu sehen. Zu diesen Filmen geh\u00f6rte auch die deutsch-italienische Koproduktion &#8222;Warum hab\u2019 ich blo\u00df 2\u00d7 ja gesagt?&#8220;, bei der sie zusammen mit zahlreichen deutschsprachigen K\u00fcnstlern wie Peter Weck, Edith Hancke, Fritz Muliar, Heinz Erhardt und Willy Millowitsch auftrat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Raffaella Carr\u00e0&#8217;s erster Fernsehauftritt fand 1962 in einer Musiksendung des staatlichen italienischen Fernsehens RAI statt. Mitte der 1960er war sie in einer Fernsehserie die Partnerin von Domenico Modugno. In den Folgejahren stieg sie zu einer der beliebtesten K\u00fcnstlerinnen Italiens auf. Mit &#8222;Canzonissima&#8220;, ihrer ersten eigenen Fernsehshow, erreichte sie von 1970 bis 1972 stets ein Millionenpublikum. Parallel erschien 1970 in Italien ihre erste Schallplatte &#8222;Raffaella&#8220;. 1974 folgte die Sendung &#8222;Milleluci&#8220;, mit der sie auch international erfolgreich wurde. In diesen Samstagabendshows moderierte sie und f\u00fchrte Interviews, agierte aber auch als Schauspielerin, tanzte und sang Schlager. Ihr erster gro\u00dfer Erfolg war das Lied &#8222;Tuca Tuca&#8220;, geschrieben von Gianni Boncompagni, mit dem Raffaella Carr\u00e0 eine Zeit lang zusammenlebte. Neben der Fernseharbeit ging Raffaella Carr\u00e0 auf ausgedehnte Tourneen durch Italien und gab zahlreiche Konzerte in Westeuropa, Russland, Kanada, Japan und S\u00fcdamerika.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einer ihrer gr\u00f6\u00dften internationalen Erfolge war das Lied &#8222;A far l\u2019amore comincia tu&#8220;. Es erschien mit &#8222;Puisque tu l\u2019aimes, dis-le-lui&#8220; eine franz\u00f6sische und mit &#8222;En El Amor Todo Es Empezar&#8220; eine spanische Version. Die englischsprachige Fassung &#8222;Do It, Do It Again&#8220; war der einzige Hit von Raffaella Carr\u00e0 in Gro\u00dfbritannien. Zudem gab es 1977 mit &#8222;Tanze Samba mit mir&#8220; auch eine deutschsprachige Version, gesungen von Tony Holiday. Durch Auftritte in Ilja Richters &#8222;disco&#8220;, der &#8222;Udo-J\u00fcrgens-Show&#8220; und der &#8222;Starparade&#8220; erreichte Raffaella Carr\u00e0 auch das deutsche Publikum. In den folgenden vier Jahren gastierte sie als S\u00e4ngerin wiederholt in Argentinien vor Hunderttausenden von Zuh\u00f6rern. Nachdem sie sich Anfang der 1980er-Jahre von Gianni Boncompagni getrennt hatte, lernte sie in Buenos Aires den Choreographen Sergio Japino kennen, mit dem sie seit 1982 in Italien zusammenlebte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Zusammenarbeit mit der Lotteria Italia erreichten die Fernsehshows &#8222;Millemilioni&#8220; 1980 und &#8222;Fantastico 3&#8220; 1982 Einschaltrekorde von mehr als 20 Millionen Zuschauern. 1983 gastierte sie mit dem Lied &#8222;Soli sulla luna&#8220; beim Sanremo-Festival, einer Veranstaltung, bei der sie 2001 auch durchs Programm f\u00fchrte. Von 1983 bis 1985 moderierte sie &#8222;Pronto, Raffaella?&#8220;, die erste Mittagsshow im italienischen Fernsehen. Es folgten die Fernsehsendungen &#8222;Buonasera Raffaella&#8220; 1985 und &#8222;Domenica In&#8220; 1987. Der Dreijahresvertrag der RAI mit Raffaella Carr\u00e0 der Jahre 1984 bis 1987 garantierte der K\u00fcnstlerin insgesamt 4,5 Milliarden Lire (umgerechnet etwa 125.000 Euro monatlich). Der damalige italienische Ministerpr\u00e4sident Bettino Craxi forderte wegen der H\u00f6he der Gage vergeblich die Aufhebung des Vertrages, worauf Raffaella Carr\u00e0 mit der Aussage entgegnete:<em> \u201eIch arbeite jeden Tag zehn Stunden, das ganze Land liebt meine Sendung, und keiner wird durch mich \u00e4rmer.\u201c<\/em> Ende 1987 wechselte Raffaella Carr\u00e0 mit einem Vertrag von \u00fcber sieben Milliarden Lire zu Silvio Berlusconis Privatsender Canale 5. Hier liefen 1988 die &#8222;Raffaella Carr\u00e0 Show&#8220; und 1989 &#8222;Il principe azzurro&#8220;. Anschlie\u00dfend kehrte sie zur staatliche RAI zur\u00fcck, wo sie zun\u00e4chst &#8222;Raffaella venerd\u00ec sabato e domenica \u2013 Ricomincio da Due&#8220; und &#8222;Week end con Raffaella&#8220; moderierte, bevor sie zusammen mit Johnny Dorelli 1991 in &#8222;Fantastico 12&#8220; auftrat. Von 1992 bis 1995 arbeitete sie beim spanischen Fernsehsender TVE, wo sie mit den Fernsehshows &#8222;\u00a1Hola Raffaella!&#8220;, &#8222;A las 8 con Raffaella&#8220;, und &#8222;En casa con Raffaella&#8220; ebenfalls ein Millionenpublikum erreichte. 1996 kehrte sie nach Italien zur\u00fcck, wo sie bei der RAI bis 2002 die erfolgreiche Lotterieshow &#8222;Carr\u00e0mba che sorpresa&#8220; moderierte, die Einschaltquoten bis zu 30 % erreichen konnte. Mit den Nachfolgesendungen &#8222;Sogni&#8220; (2004), und &#8222;Amore&#8220; (2006) kn\u00fcpfte Italiens beliebtester weiblicher Fernsehstar an fr\u00fchere Erfolge an. Im Jahre 2008 kehrte sie nach zwei Jahren wieder mit der erfolgreichen Lotterieshow &#8222;Carramba che fortuna&#8220;, diesmal erreichten die Einschaltquoten bis zu 37 %.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2011 kommentierte Carr\u00e0 f\u00fcr das italienische Fernsehen die \u00dcbertragung des <em>Eurovision Song Contest 2011<\/em> in D\u00fcsseldorf und gab im Finale die italienische Wertung durch. Im Rahmen des gro\u00dfen Comebacks Italiens, nach dreizehnj\u00e4hriger Abwesenheit vom ESC, trat sie als Promoterin f\u00fcr die RAI, in Form von TV-Spots und zahlreichen Interviews f\u00fcr Fernsehen und Presse, in Erscheinung. Zuvor hatte sie schon den <em>Eurovision Song Contest 2008<\/em>, aus Belgrad, f\u00fcr das spanische Fernsehen kommentiert und Sondersendungen zum Thema moderiert. 2013, 2014 und 2016 betreute sie als Mentorin (\u201eCoach\u201c) das Team Carr\u00e0 bei der Castingshow &#8222;The Voice of Italy&#8220;. Ihr Markenzeichen waren die Krawatten, die sie meist bei ihren Auftritten trug.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Raffaella Carr\u00e0 verstarb am 5. Juli 2021 im Alter von 78 Jahren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"\/\/www.youtube.com\/embed\/k0t0T6-nOhQ?feature=emb_logo\" width=\"800\" height=\"449\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie sang u. a. die Originalversion des Tony Holiday Superhits &#8222;Tanze Samba mit mir&#8220;!<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":167777,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[2133],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/167776"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=167776"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/167776\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":167778,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/167776\/revisions\/167778"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/167777"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=167776"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=167776"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=167776"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}