{"id":165925,"date":"2021-05-25T12:55:54","date_gmt":"2021-05-25T10:55:54","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws2\/?p=165925"},"modified":"2021-05-25T12:55:54","modified_gmt":"2021-05-25T10:55:54","slug":"smago-informiert-zdf-langzeitstudie-zur-mediennutzung-und-lebenswelt-in-corona-zeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/smago-informiert\/smago-informiert-zdf-langzeitstudie-zur-mediennutzung-und-lebenswelt-in-corona-zeiten\/","title":{"rendered":"smago! INFORMIERT <br>ZDF-Langzeitstudie zur Mediennutzung und Lebenswelt in Corona-Zeiten!"},"content":{"rendered":"<p>Thomas Bellut: &#8222;Programmvielfalt als Schl\u00fcssel zur Gesellschaft&#8220;!<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit rund einem Jahr lebt Deutschland mit und in der Corona-Pandemie \u2013 und seit dem Beginn der Krise hat das ZDF in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden die Menschen zu ihren Einstellungen und Sorgen, aber auch zu ihrem Lebensalltag und ihrer Mediennutzung befragt. Dabei wird deutlich, wie wichtig die \u00d6ffentlich-Rechtlichen als Informationsquelle f\u00fcr die Befragten sind, wie bedeutsam in der Krise aber auch die Unterhaltung durch Medien ist. Zugleich zeigt sich in den Ergebnissen, wie sehr die unterschiedliche Betroffenheit durch die Krise die Einstellungen und auch das Mediennutzungsverhalten der verschiedenen Bev\u00f6lkerungsgruppen pr\u00e4gt. So haben etwa Eltern, die Kinder zu Hause und zum Teil im Homeschooling betreuen m\u00fcssen, v\u00f6llig andere Bed\u00fcrfnisse und Erwartungen an Medien als Menschen, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, oder solche, die durch die Krise in Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit geraten sind. Die Generation Z, also 14- bis 29-J\u00e4hrige, sowie Menschen, die an der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit der Corona-Ma\u00dfnahmen zweifeln, nehmen die Rolle der Medien in der Pandemie wieder unterschiedlich wahr. Die Unterschiede zwischen diesen Gruppen zeigt die Langzeitstudie auf, die das ZDF gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut phaydon durchgef\u00fchrt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Die Studie belegt die Relevanz des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Coronakrise und zeigt, wie wichtig die Programmvielfalt des ZDF f\u00fcr die Gesellschaft ist. Denn mit unserem differenzierten Angebot k\u00f6nnen wir die unterschiedlichen Zielgruppen mit ihren ganz besonderen Bed\u00fcrfnissen erreichen und gleichzeitig die verschiedenen Perspektiven zusammenzuf\u00fchren&#8220;, so ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei zeigt sich ein vielschichtiges Bild. Nach einem Jahr Pandemie ist die Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung im M\u00e4rz 2021 zwischen Lockerungen, Maskenskandalen, AstraZeneca-Impfstopp und dessen Wiederzulassung und dritter Welle angespannt. Im Umgang mit der Krise kommt den Medien eine besondere Bedeutung zu \u2013 wichtig ist hier vor allem die Informationsfunktion. Gerade die Berichterstattung der \u00d6ffentlich-Rechtlichen rund um Corona wird von den Befragten gesch\u00e4tzt: 58 Prozent der Befragten gaben im M\u00e4rz 2021 an, dass Nachrichten von \u00f6ffentlich-rechtlichen Sendern f\u00fcr sie eine wichtige Quelle f\u00fcr verl\u00e4ssliche Informationen zur Pandemie seien \u2013 nur bei 17 Prozent ist das nicht der Fall. Lediglich die Zugangswege der Zielgruppen unterscheiden sich. Sind f\u00fcr die Generation Z Instagram oder YouTube \u00fcberdurchschnittlich wichtige Plattformen f\u00fcr ZDF-Inhalte (YouTube: 36 Prozent, Instagram 24 Prozent), sind es \u00fcber alle Gruppen hinweg auch weiter haupts\u00e4chlich die linearen Kan\u00e4le (83 Prozent). Doch auch Unterhaltung und Erholung sind wichtige Aspekte der Mediennutzung in Pandemiezeiten. So erwarten 61 Prozent der Befragten von den \u00d6ffentlich-Rechtlichen, dass sie Inhalte bieten, bei denen die Zuschauerinnen und Zuschauer zur Ruhe kommen und entspannen k\u00f6nnen. 74 Prozent von ihnen sagen, sie seien froh, beim Schauen von Serien und Filmen nicht an die allt\u00e4glichen Corona-Einschr\u00e4nkungen erinnert zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser breiten Erwartungshaltung wird das ZDF mit seiner Programmvielfalt \u00fcberwiegend gerecht \u2013 auch im Hinblick auf die unterschiedlichen Bed\u00fcrfnisse der verschiedenen Zielgruppen. F\u00fcr die Generation Z bieten Comedy, Satire (53 Prozent, insgesamt: 36 Prozent) oder funk-Formate gern gesehene Ablenkung im teils eint\u00f6nig erlebten Alltag. Eltern, die durch die Kinderbetreuung gerade besonders gefordert sind, sch\u00e4tzen die Angebote f\u00fcr Kinder, die mediale Ruhepausen mit gutem Gewissen erm\u00f6glichen (Kindersendungen 52 Prozent; insgesamt: 21 Prozent \/ Bildungsinhalte f\u00fcr Sch\u00fcler*innen: 54 Prozent; insgesamt: 27 Prozent). Gleichzeitig informieren sie sich \u00fcber Corona-Sondersendungen (63 Prozent; insgesamt: 46 Prozent) oder die heute-App (26 Prozent; insgesamt: 12 Prozent) \u00fcber die aktuellen Ma\u00dfnahmen. Bei Menschen, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, sind vertraute Unterhaltungsangebote nach einem fordernden Arbeitstag von hoher Relevanz. Hier punktet das ZDF mit Spiel- und Fernsehfilmen sowie mit Dokumentationen, die in andere Welten mitnehmen. Diese Zielgruppe sch\u00f6pft zudem daraus Kraft, dass sie ihren Beitrag zur Bew\u00e4ltigung der Krise in den Reportagen und Magazinen des ZDF wertgesch\u00e4tzt sieht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gruppe der Zweiflerinnen und Zweifler (15 Prozent der Befragten), also Menschen, die an den Ma\u00dfnahmen der Bundesregierung oder an dem kommunizierten Ausma\u00df der Pandemie zweifeln, schauen dagegen sehr differenziert auf das ZDF: W\u00e4hrend sie das Informationsangebot des ZDF durchaus nutzen, hinterfragen sie es oft. Gleichzeitig werden gerade fiktionale Angebote, wie beispielsweise das Montagskino, aber auch deutsche Produktionen als gern gesehene Auszeit vom grauen Corona-Alltag angenommen. Bei denjenigen, die durch Corona in Kurzarbeit sind oder gar arbeitslos geworden sind, kommt den Reportagen eine vergleichsweise hohe Bedeutung zu. Info-Magazine am Tag dienen als Strukturgeber, Reportagen am Abend bringen auf andere Gedanken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weitere Studienergebnisse zeigen, dass vielen im M\u00e4rz 2021 eine langfristige Perspektive in der Corona-Situation fehlt. Die Belastung durch die st\u00e4ndige Ungewissheit zeigt Auswirkungen: Nach dem Winter voller Einschr\u00e4nkungen sp\u00fcren viele Befragte eine erh\u00f6hte Belastung, vor allem die Generation Z (40 Prozent) und Kinderbetreuende (46 Prozent) erleben zunehmend Stress im Alltag (insgesamt: 25 Prozent). Gleichzeitig w\u00e4chst die Sorge um die eigene finanzielle Situation bei denen, die beruflich durch die Krise eingeschr\u00e4nkt sind (63 Prozent; insgesamt: 31 Prozent), sowie die Sorge um die generelle Auswirkung auf die Wirtschaft bei denen, die die Eind\u00e4mmungsma\u00dfnahmen generell in Frage stellen (80 Prozent, insgesamt: 64 Prozent). Sorgen um den gesellschaftlichen Zusammenhalt (insgesamt: 53 Prozent) sowie um das eigene soziale Umfeld (43 Prozent) zeigen sich in unterschiedlichen Auspr\u00e4gungen in allen Zielgruppen. Insgesamt 61 Prozent bef\u00fcrchten eine zunehmende Polarisierung und Spaltung der Gesellschaft in Deutschland.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die Studie wurden 1000 Personen zwischen 14 und 70 Jahren vom 5. bis zum 12. M\u00e4rz 2021 repr\u00e4sentativ online befragt. Es ist die siebte Welle der Befragung. Erstmals hatte das ZDF im M\u00e4rz 2020 eine Umfrage zur Mediennutzung in Corona-Zeiten durchgef\u00fchrt. Um die Multidimensionalit\u00e4t der Krise besser zu verstehen, wurden zus\u00e4tzlich mit f\u00fcnf Zielgruppen im M\u00e4rz 2021 vertiefend qualitative Online-Communities durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ergebnisse der Studie in der \u00dcbersicht (PDF): <a href=\"https:\/\/kurz.zdf.de\/corostud\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kurz.zdf.de\/corostud\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Methode und Zielgruppenbeschreibung (PDF): <a href=\"https:\/\/kurz.zdf.de\/coromet\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kurz.zdf.de\/coromet\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_150247\" aria-describedby=\"caption-attachment-150247\" style=\"width: 720px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-150247\" src=\"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/csm_ZDF_logo_corporate_design_03_4da3679ae9.jpg\" alt=\"\" width=\"720\" height=\"405\" srcset=\"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/csm_ZDF_logo_corporate_design_03_4da3679ae9.jpg 720w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/csm_ZDF_logo_corporate_design_03_4da3679ae9-522x294.jpg 522w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/csm_ZDF_logo_corporate_design_03_4da3679ae9-267x150.jpg 267w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/csm_ZDF_logo_corporate_design_03_4da3679ae9-392x221.jpg 392w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/csm_ZDF_logo_corporate_design_03_4da3679ae9-130x73.jpg 130w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/csm_ZDF_logo_corporate_design_03_4da3679ae9-292x164.jpg 292w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/csm_ZDF_logo_corporate_design_03_4da3679ae9-435x245.jpg 435w\" sizes=\"(max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-150247\" class=\"wp-caption-text\"><em>Foto-Credit: ZDF \/ Corporate Design<\/em><\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thomas Bellut: &#8222;Programmvielfalt als Schl\u00fcssel zur Gesellschaft&#8220;!<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":150247,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[33],"tags":[135],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/165925"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=165925"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/165925\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":165926,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/165925\/revisions\/165926"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/150247"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=165925"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=165925"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=165925"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}