{"id":165522,"date":"2021-05-18T00:00:35","date_gmt":"2021-05-17T22:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws2\/?p=165522"},"modified":"2021-05-18T23:22:24","modified_gmt":"2021-05-18T21:22:24","slug":"eurovision-song-contest-smago-top-exklusiv-ahoy-esc-frank-ehrlacher-ueber-das-1-semifinale-2021-heute-abend-18-05-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/pop\/eurovision-song-contest-smago-top-exklusiv-ahoy-esc-frank-ehrlacher-ueber-das-1-semifinale-2021-heute-abend-18-05-2021\/","title":{"rendered":"&#8222;EUROVISION SONG CONTEST&#8220; <br>smago! top-exklusiv: &#8222;Ahoy ESC!&#8220; &#8211; Frank Ehrlacher \u00fcber das 1. Semifinale 2021 heute Abend (18.05.2021)!"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Der ultimative Chart Show&#8220; Experte hat l\u00e4ngst hinreichend bewiesen, dass er &#8222;Prognosen kann&#8220; &#8230;:<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ahoy ESC!<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Seit einigen Jahren umgibt den ESC immer ein mediterranes Flair: 2018 begr\u00fc\u00dfte die Seefahrer-Nation Portugal den ESC-Tross mit dem Slogan &#8222;All Aboard!&#8220;, 2019 ging es in den israelischen Badeort, ok, eher: Badestadt, Tel Aviv, 2020 fiel der ESC komplett ins Wasser und dieses Jahr geht es in das von der Maas durchzogene Rotterdam, von wo aus die Auswanderer im vergangenen Jahrhundert auf ihre Reise \u00fcbers Meer nach New York starteten. Und passend dazu hei\u00dft der Veranstaltungsort f\u00fcr 2021 auch noch &#8222;Ahoy Arena&#8220;.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Moderiert wird das 65. Finale des Eurovision Song Contest aka Grand Prix Eurovision de la Chanson sowie die Halbfinals von <a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?sxsrf=ALeKk03Cm7RAdUMhJ9ZlYF8TvqmHH5ai5g:1621263072354&amp;q=Chantal+Janzen&amp;stick=H4sIAAAAAAAAAOPgE-LVT9c3NExPLzIvNogvUeLSz9U3MCrLKU820FLKKLfST87PyUlNLsnMz9NPLUvNKym2KihKLQYyUlMUkioXsfI5ZyTmlSTmKHgl5lWl5u1gZQQAZC5GaVUAAAA&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwju847M-9DwAhUMD2MBHegKAOAQmxMoATAkegQIJBAD\">Chantal Janzen<\/a> und Nikkie Tutorials, zwei niederl\u00e4ndischen TV-Moderatorinnen, S\u00e4ngerin\u00a0<a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?sxsrf=ALeKk03Cm7RAdUMhJ9ZlYF8TvqmHH5ai5g:1621263072354&amp;q=Edsilia+Rombley&amp;stick=H4sIAAAAAAAAAOPgE-LVT9c3NExPLzIvNogvUeLSz9U3MDI3ycqK11LKKLfST87PyUlNLsnMz9NPLUvNKym2KihKLQYyUlMUkioXsfK7phRn5mQmKgTl5yblpFbuYGUEADfrwm5WAAAA&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwju847M-9DwAhUMD2MBHegKAOAQmxMoAjAkegQIJBAE\">Edsilia Rombley<\/a>,\u00a0die 1998 f\u00fcr die Niederlande 4. beim ESC wurde, sowie <a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?sxsrf=ALeKk03Cm7RAdUMhJ9ZlYF8TvqmHH5ai5g:1621263072354&amp;q=Jan+Smit&amp;stick=H4sIAAAAAAAAAOPgE-LVT9c3NExPLzIvNogvUeLSz9U3MMwtskjL0FLKKLfST87PyUlNLsnMz9NPLUvNKym2KihKLQYyUlMUkioXsXJ4JeYpBOdmluxgZQQAjBsREE8AAAA&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwju847M-9DwAhUMD2MBHegKAOAQmxMoAzAkegQIJBAF\">Jan Smit<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?sxsrf=ALeKk03Cm7RAdUMhJ9ZlYF8TvqmHH5ai5g:1621263072354&amp;q=NikkieTutorials&amp;stick=H4sIAAAAAAAAAOPgE-LVT9c3NExPLzIvNogvUYJwk80MTHKLKjK0lDLKrfST83NyUpNLMvPz9FPLUvNKiq0KilKLgYzUFIWkykWs_H6Z2dmZqSGlJflFmYk5xTtYGQGU7h51WQAAAA&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwju847M-9DwAhUMD2MBHegKAOAQmxMoBDAkegQIJBAG\">den<\/a> wir auch hierzulande als Solist und als ein Drittel von KLUBBB3 sehr gut kennen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>F\u00fcr alle, die es nach dem Jahr Pause vergessen haben, noch mal kurz zum Reglement: Seit 2007 m\u00fcssen die Teilnehmer zuerst durch zwei Halbfinals, aus denen sich die jeweils 10 besten f\u00fcr das Finale am Samstag qualifizieren. Die 5 gr\u00f6\u00dften Beitragszahler der veranstaltenden EBU (Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien, Italien und Spanien) sind f\u00fcrs Finale automatisch gesetzt. Hinzu kommt als 26. Land der Gastgeber und Sieger des Vor-(Vor)jahres, in diesem Fall eben die Niederlande, die 2019 mit Duncan Laurence und &#8222;Arcade&#8220; gewannen. Das Ergebnis der Abstimmung setzt sich zur H\u00e4lfte aus einer 5-k\u00f6pfigen Fachjury pro Teilnehmerland und zur H\u00e4lfte aus dem Ergebnis des Televotings zusammen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>39 L\u00e4nder machen in diesem Jahr mit, nachdem Armenien aufgrund &#8222;organisatorischer Probleme&#8220; \u2013 das Land liegt im Krieg mit Nachbar Aserbaidschan, das fatalerweise auch beim ESC am Start ist \u2013 noch Anfang des Jahres zur\u00fcckgezogen hatte und der Beitrag aus Wei\u00dfrussland\/Belarus aufgrund seiner politischen Botschaft auch nach einer Nachbesserung nicht zum Wettbewerb zugelassen wurde.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Viele Interpreten, die bereits f\u00fcr 2020 ausgew\u00e4hlt wurden, bekommen dieses Jahr eine zweite Chance, teilweise, weil sie von der jeweiligen Fernsehanstalt wieder direkt nominiert wurden, teilweise, weil sie sich erneut in den jeweiligen Vorentscheidungen durchsetzen konnten. F\u00fcr alle gilt aber: Das Lied muss neu sein, denn zum ESC zugelassen sind nur Songs, die nach dem 1. September des Vorjahres (2020) ver\u00f6ffentlicht wurden &#8211; und da waren die geplanten Teilnehmersongs f\u00fcr 2020 ja l\u00e4ngst bekannt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Hier der ultimative Guide f\u00fcr den TV-Fernsehabend beim 1. Semifinale am Dienstag, in Deutschland zu sehen ab 21 Uhr auf ARD ONE \u2013 am besten diesen Guide neben die Chips, Mettigel und K\u00e4sew\u00fcrfel vor den Fernseher legen und St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck (mit-)lesen und voten \u2013 denn Deutschland ist am Dienstagabend stimmberechtigt:<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Den Anfang macht die Band <strong>The Roop<\/strong> aus <strong>Litauen<\/strong> \u2013 eine derjenigen Teilnehmer, die f\u00fcr 2020 ausgew\u00e4hlt worden waren und nun eine 2. Chance erhalten. 2020 galten sie bei vielen \u2013 auch bei mir \u2013 mit ihrem Song &#8222;On Fire&#8220; als eine der absoluten Top-Favoriten \u2013 und das vom NDR in der Elbphilharmonie am ESC-Abend ausgetragene kleine deutsche Finale mit Televoting gewannen sie auch. F\u00fcr dieses Jahr wurden sie aber nicht direkt nominiert, sondern mussten sich \u00fcber die litauische Vorentscheidung erneut qualifizieren \u2013 was ihnen mit 86,5 % der Zuschauerstimmen (bei immerhin 6 Teilnehmern ein Riesen-Ergebnis) souver\u00e4n gelang. Ihr Song &#8222;Discoteque&#8220; bringt genau das, was der Titel verspricht: Disco-Sound, eher im Retro-Stil der 1980er und 1990er Jahre. Auf der B\u00fchne erkennen werdet ihr sie sofort: Sie tragen kanarienvogelknallgelb \u2013 nicht nur auf der B\u00fchne, sondern auch im gesamten Umfeld des Contests und bei den Proben hinter der B\u00fchne. Selbst ihre Koffer hier sind leuchtend gelb.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong><u>Prognose<\/u><\/strong>: Trotz ung\u00fcnstiger Start-Nr. 1 sicher im Finale.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ein altes rotterdamer Sprichwort sagt &#8222;Das ist so sicher wie das Amen beim ESC&#8220; \u2013 um diesem Sprichwort Gen\u00fcge zu tun, gibt es gleich zwei Songs mit dem Titel &#8222;Amen&#8220;. Den zweiten h\u00f6ren wir am Donnerstag im 2. Halbfinale aus \u00d6sterreich, das erste Amen betet Ana Sokolic aus <strong>Slowenien<\/strong>. Der Song ist eine klassische Ballade \u2013 sie steht im wei\u00dfen Hosenanzug mit langem, ebenfalls wei\u00dfen Umhang auf der B\u00fchne, der Hintergrund strahlt mindestens genauso wie sie und ihre blonden Haare. Und doch: Sie wirkt auf die Dauer etwas verloren und so k\u00f6nnen 3 Minuten trotz ihrer gro\u00dfartigen Stimme und Gospel Touch am Ende lang werden. Da hilft es auch nichts, dass Slowenien sich einen ESC-Sieger mit an Bord holte: Der Amerikaner Charlie Mason verpasste dem englischen Text von &#8222;Amen&#8220; den letzten Schliff in der Muttersprache \u2013 und das machte er schon bei einigen ESC-Songs, u.a. beim 2014er Sieger &#8222;Rise Like A Phoenix&#8220; f\u00fcr Conchita Wurst.<\/em><br \/>\n<em><strong><u>Prognose<\/u><\/strong>: Wird eng f\u00fcrs Finale, die meisten werden den Song beim Televoting schon wieder vergessen haben. <\/em><br \/>\n<em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Bunt und modern wird es beim Beitrag aus <strong>Russland<\/strong>: Die S\u00e4ngerin und Rapperin Manizha gewann eine kuriose russische Vorentscheidung mit nur 3 Teilnehmern, bei der mehr der russische Impressario Philip Kirkorov, der damals schon als Produzent f\u00fcr Moldau (2. Semifinale) ausgew\u00e4hlt war und sich mit seiner Interpretin l\u00e4ssig in der ersten Reihe r\u00e4kelte, im Mittelpunkt stand als die Interpreten. Das etwas sperrige &#8222;Russian Woman&#8220; hinterl\u00e4sst aber auf jeden Fall Eindruck &#8211; zum einen, da es sicherlich einer der modernsten Beitr\u00e4ge des diesj\u00e4hrigen Wettbewerbs ist, zum anderen, da die Russen auf gro\u00dfe Show setzen. Manizha beginnt ihren Auftritt Matrjoschka-like (ihr wisst, die legend\u00e4ren &#8222;Puppen in der Puppe&#8220;) in einem bunt-folkloristischen Kleid und sch\u00e4lt sich dann in einem roten Overall heraus. Da bleibt einiges im visuellen Ged\u00e4chtnis h\u00e4ngen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong><u>Prognose<\/u><\/strong>: Sicher im Finale und wird am Samstag auf die Top Ten schielen und vielleicht f\u00fcr eine \u00dcberraschung sorgen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Schweden<\/strong> ist mit 6 Siegen eines der erfolgreichsten L\u00e4nder beim ESC und w\u00fcrde so gerne den Rekord von Irland mit dem 7. Sieg zumindest einstellen. Darauf wird man wohl noch ein Jahr warten m\u00fcssen. Der 19-j\u00e4hrige Tusse \u2013 sein Geburtsdatum wird offiziell mit dem 01.01.2002 angegeben &#8211; kam 2015 als Fl\u00fcchtling aus dem Kongo nach Schweden und gewann dort die Talentshow &#8222;Idol&#8220;, die schwedische Variante von &#8222;Deutschland sucht den Superstar&#8220;. Im M\u00e4rz setzte er sich dann auch im Melodifestivalen, der wie immer aufw\u00e4ndigen schwedischen Vorentscheidung, die \u00fcber 6 Wochen geht, durch und gewann das Ticket nach Rotterdam. Normalerweise ein gutes Zeichen, denn wer so viel Konkurrenz bereits im eigenen Land hinter sich gelassen hat, wei\u00df auch auf der internationalen B\u00fchne zu \u00fcberzeugen. Allerdings ist sein Song &#8222;Voices&#8220; eher belangloser Radio-Pop und auch er wirkt in seinem roten Anzug \u2013 der zweite in Folge \u2013 teilweise etwas allein auf der B\u00fchne. Dazu tr\u00e4gt auch bei, dass seine T\u00e4nzer alle komplett in schwarz gekleidet sind, was dem Song einen eher d\u00fcsteren Ausdruck verleiht. Immerhin hatte Tusse im Hotel \u2013 die Interpreten m\u00fcssen alle in den Niederlanden in eine &#8222;Arbeitsquarant\u00e4ne&#8220; und verlassen das Hotel nur f\u00fcr definierte Interview-Termine und die Proben und Shows \u2013 Zeit, f\u00fcr sein Abitur zu lernen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong><u>Prognose<\/u><\/strong>: Es ist schwer zu glauben, dass ein schwedischer Beitrag im Halbfinale scheitert (das passierte zuletzt 2010 und war ein nationales Desaster \u2013 ich erinnere mich an entt\u00e4uschte Schweden, die mir vor der Arena in Oslo ihre Finalkarten nahezu schenken wollten) \u2013 es wird auch dieses Jahr enger als gewohnt, aber am Ende reicht es. <\/em><br \/>\n<em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Australien<\/strong> ist das einzige Land, das wir bei den Proben nicht sehen konnten. Der Grund ist so einfach wie offensichtlich: Die Australier sind nicht da. Aufgrund der Quarant\u00e4ne-Bestimmungen und Ein- und Ausreiseregelungen entschieden sie sich im April, nicht nach Rotterdam zu kommen. F\u00fcr solche F\u00e4lle musste jedes Land im Vorfeld eine unter Live-Bedingungen und Aufsicht der EBU aufgezeichnete &#8222;Stand-In-Performance&#8220; einreichen \u2013 die auch zum Tragen kommt, falls ein in Rotterdam anwesender Teilnehmer im Laufe dieser Woche noch in Quarant\u00e4ne m\u00fcsste und bei Halbfinale oder Finale nicht auf der B\u00fchne stehen k\u00f6nnte. Am Montag durfte die Presse ihre Perfomance dann erstmals vorab sehen. Die S\u00e4ngerin Montaigne versteht sich und ihre Arbeit als Gesamtkunstwerk, ihre bunten Haare fallen auf, ihr Outfit und die Latex-Anz\u00fcge ihrer T\u00e4nzer auch. Was weniger auff\u00e4llt ist der Song: &#8222;Technicolour&#8220; ist 08\/15-Pop, f\u00fcr den sich die Reise nach Rotterdam wohl auch kaum gelohnt h\u00e4tte.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong><u>Prognose<\/u><\/strong>: Vielleicht gut, dass die Australier nicht gekommen sind, denn es muss bitter sein, nach nur einer Performance im Halbfinale die fast 15.000 Kilometer lange Heimreise wieder antreten zu m\u00fcssen. Bisher ist ihnen das auch noch nie passiert seit sie ab 2015 im Wettbewerb mitmachen d\u00fcrfen \u2013 aber einmal ist immer das erste Mal und dieses Jahr halte ich aber eine Final-Teilnahme der Delegation vom Kontinent Down Under f\u00fcr nahezu ausgeschlossen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#8222;Here I Stand&#8220;, &#8222;hier steh ich nun&#8220;, singt Vasil aus <strong>Nord-Mazedonien<\/strong>, der sein Land auch 2020 schon vertreten sollte. Viel mehr, als dass er &#8222;da steht&#8220;, passiert bei seinem Auftritt auch nicht. In einen eher klassischen schwarzen Anzug gekleidet bem\u00fcht er sich, alle Theatralik seiner Stimme in diesen musical-artigen Song zu legen und wird vom Lichtdesign wunderbar fokussiert. Und doch: Die opulent-arrangierte Ballade vermag mich und die meisten meiner Kollegen nicht zu packen \u2013 und ich f\u00fcrchte, \u00e4hnlich wird es auch den Fernsehzuschauern ergehen. Aufregender waren da die Diskussionen im Vorfeld innerhalb Nord-Mazedoniens, ob Vasil \u00fcberhaupt starten darf. Man erkannte n\u00e4mlich in seinem offiziellen Musik-Video die Landesfarben Bulgariens \u2013 ein Land, zu dem die Beziehungen nicht unkompliziert sind. Vasil gestand auch ein, dass das kein Zufall sei und er neben der nord-mazedonischen auch die bulgarische Staatsb\u00fcrgerschaft besitzte. Es folgten lange Diskussionen, ob man nicht lieber einen anderen Teilnehmer schicken solle \u2013 und einigte sich nachher darauf, dass er fahren darf, die entsprechende Szene aber aus dem Video schneiden muss\u2026<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong><u>Prognose<\/u><\/strong>: Nord-Mazedonien konnte sich seit 2008 nur zwei Mal in den Halbfinals f\u00fcr das gro\u00dfe Finale qualifizieren. Auch 2021 ist nach dem ersten Abend Endstation.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Eine weitere Wiederholungst\u00e4terin ist Leslie Roy aus <strong>Irland<\/strong>. Im Vorjahr wurde ihr gute Laune-Pop &#8222;Story Of My Life&#8220; von den Verantwortlichen vollmundig als &#8222;Hymne, zu der wir auf ESC Partys noch in 20 Jahren tanzen werden&#8220; angek\u00fcndigt. Ob es so gekommen w\u00e4re, werden wir nie erfahren. Bei ihrem diesj\u00e4hrigen Beitrag &#8222;Maps&#8220;, der unter anderem von schwedischen Songschreibern stammt, bin ich aber recht sicher, dass die ESC-Gemeinde ihn schnell wieder vergessen haben wird.\u00a0 Das erinnerungsw\u00fcrdigste d\u00fcrfte noch die Virtual Reality-Performance sein, in der sie durch H\u00e4userfluchten stolpert \u2013 wenn das denn beim TV-Auftritt mal klappt. In den Proben war es noch meist eher unsynchron \u2013 ebenso unsynchron, wie Leslies Gesang zu den T\u00f6nen, die sie eigentlich wohl zu treffen beabsichtigte\u2026 Schlie\u00dflich gewinnt nicht jeder, der wie Sandie Shaw (1967) und Loreen (2013) barfu\u00df auftritt, damit den ESC.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong><u>Prognose<\/u><\/strong>: Auch bei Rekord-Sieger Irland wird dieses Jahr kein weiterer Sieg hinzu kommen \u2013 was schon alleine daran scheitert, dass sie am Samstag im Finale mit einem Kilkennys vorm Monitor sitzen werden, statt auf ihren Auftritt in der Ahoy Arena zu warten.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Mit Startnummer 8 kommt dann zur Halbzeit der Teufel\u00a0 &#8211; der tr\u00e4gt zwar nicht Prada, sondern eher Glitzer, wusste aber im Vorfeld schon f\u00fcr Aufregung zu sorgen. Denn Elena Tsaringou aus <strong>Zypern <\/strong>\u2013 genauer gesagt: aus Griechenland, die f\u00fcr Zypern antritt \u2013 singt &#8222;I gave my heart to El Diablo&#8220;. Das rief in Zypern ein paar sehr bibeltreue Christen auf den Plan, die ein paar Tage lang den heimischen TV-Sender belagerten und bedr\u00e4ngten, diesen Akt satanischer Teufelsanbetung doch vom ESC zur\u00fcckzuziehen. Einer der St\u00fcrme im Wasserglas, f\u00fcr den ich den ESC liebe \u2013 denn wenn man sich den Text mal anschaut, l\u00e4sst sie eigentlich offen, wen sie damit meint. Vielleicht tanzt sie auch nur wie der Teufel oder El Diablo ist ihr neuer Liebhaber, dem sie h\u00f6llisch verfallen ist. Musikalisch ist das ganze weniger aufregend und klingt, als sei es ein Song, den Lady GaGa eigentlich f\u00fcr ein Album geplant hat \u2013 dabei ist anderes \u00fcberliefert, denn neben ein paar schwedischen Autoren schrieb die Drag Queen Oxa an dem Song mit. Oxa stand 2019 in Deutschland im Halbfinale von &#8222;The Voice Of Germany&#8220; und Menschen, die in der deutschen ESC-Jury 2021 sa\u00dfen, beschw\u00f6ren, dass &#8222;El diablo&#8220; zun\u00e4chst ihnen als m\u00f6glicher deutscher Beitrag vorgespielt und dann abgelehnt wurde. Auch eine der Geschichten und Mysterien, f\u00fcr die wir den ESC lieben. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong><u>Prognose<\/u><\/strong>: Es m\u00fcsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn dieser Song nicht ins Finale kommt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Tix aus <strong>Norwegen<\/strong> ist ein Pop Star \u2013 in Norwegen sowieso, denn mit seinen Songs kam er in den vergangenen 3 Jahren 14 mal in die Top Ten und hatte 4 Nr. 1-Hits. Unter anderem mit &#8222;Uta v m\u00f6rket&#8220;, wie der Song im Original hei\u00dft, den er im Halbfinale in der englischen Version &#8222;Fallen Angel&#8220; pr\u00e4sentiert. Und eigentlich kennt man ihn auch weltweit in der Popmusik, denn aus seiner Feder stammt u.a. der Welt-Hit &#8222;Sweet But Pyscho&#8220; f\u00fcr Ava Max, der nicht nur in Deutschland und Gro\u00dfbritannien wochenlang auf Platz 1 der Charts stand, sondern auch in den USA in die Top Ten kam. Da freut sich das Konto.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Andreas Andresen Haukeland, wie Tix im wirklichen Leben hei\u00dft, leidet am Tourette Syndrom, was ihn in seiner Kindheit zu einem Eigenbr\u00f6tler machte und ihm im Freundeskreis seinen Spitznamen &#8222;Tix&#8220; (ja, genau, abgeleitet von den &#8222;Ticks&#8220;) einbrachte.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Sein Auftritt in Rotterdam ist recht extravagant, mit dicker Sonnenbrille und pl\u00fcschigem wei\u00dfen Engelskost\u00fcm schwingt er seine Fl\u00fcgel und wird von 4 weiteren schwarzen Engeln umgarnt, umtanzt und gefangen genommen. \u00a0Musikalisch ist auch sein Song deutlich weniger spektakul\u00e4r und guter Radio-Pop \u2013 nicht mehr, nicht weniger.<\/em><br \/>\n<em>Mehr machte er mit zwei Treffen abseits der B\u00fchne auf sich aufmerk<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>sam. Zum einen traf er sich mit Kindern, die ebenfalls am Tourette-Syndrom erkrankt sind, um ihnen Mut zu machen, mit ihrer Krankheit umzugehen. Und zum anderen fl\u00fcsterte der Amor der Eurovision, dass Tix sich in Efendi, die Vertreterin Aserbaidschans verliebt hat und sie \u2013 nat\u00fcrlich komplett corona-konform \u2013 virtuell gedatet hat und ihr \u00fcber Social Media ihre Zuneigung gestanden\u2026<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong><u>Prognose<\/u><\/strong>: Song bleibt im Ohr, Performance im Auge, ohne komplett in selbiges zu gehen. Reicht f\u00fcrs Finale.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Eine der wichtigsten \u00dcbungen des diesj\u00e4hrigen ESC ist es &#8222;Tick-Tock&#8220; von &#8222;Loco Loco&#8220; zu unterscheiden. ESC-erprobte Fans haben darin aber schon jahrzehntelange Erfahrung, k\u00f6nnen sie doch auch im Schlaf fehlerfrei &#8222;Drip Drop&#8220; von &#8222;La La La&#8220;, &#8222;Boom Bang A Bang&#8220; von &#8222;Ding-A-Dong&#8220; und &#8222;Diggi Loo Diggi Ley&#8220; von einem \u00fcberzeugten &#8220; Hupa hule hule hule&#8220; unterscheiden. So belanglos wie die Titelzeile ist auch der Song aus <strong>Kroatien<\/strong>. Da muss das ganze dann optisch etwas mehr aufgepeppt werden, mit Glitzergarderobe, die auch ein bisschen Haut durchkommen l\u00e4sst, bei Weiblein (S\u00e4ngerin Albina) wie M\u00e4nnlein &#8211; 4 m\u00e4nnlichen T\u00e4nzern, die optisch wohl was f\u00fcr Mann und Frau sein sollen. High Heel trifft Sneaker, hier wird fast jedes Klischee bedient. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong><u>Prognose<\/u><\/strong>: Einer der Wackelkandidaten, die am Ende knapp drin oder knapp drau\u00dfen sein k\u00f6nnten, in meinen Augen und Ohren kein Verlust. Mein ESC-Gef\u00fchl sagt mir aber: Wir sehen den kroatischen Beitrag am Samstag im Finale noch einmal.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Und nun zu\u2026: Musik! Die M\u00e4nner (plus Frau) von Hooverphonic aus<strong> Belgien<\/strong> sind ohne despektierlich zu sein, wohl die etabliertesten &#8211; und \u00e4ltesten im Feld. Seit \u00fcber 25 Jahren machen sie zusammen Musik \u2013 allerdings mit wechselnder S\u00e4ngerin. Geike Arnaert verlie\u00df die Band 2008, um eine Solo-Karriere zu starten und so hatten Hooverphonic ihren Beitrag f\u00fcr 2020, &#8222;Release Me&#8220;, mit dem sie bereits vom belgischen Fernsehen f\u00fcr den Contest nominiert waren, mit der damals 19-j\u00e4hrigen Luka Cruysberghs als S\u00e4ngerin aufgenommen. Im November 2020 erkl\u00e4rte dann Geike ihre R\u00fcckkehr zur Band und Luka musste Platz machen \u2013 wie man h\u00f6rt, nicht ganz freiwillig. Und statt Lukas Lolita Charme steht nun wieder eine gef\u00fchlt-gewachsene Band auf der B\u00fchne. Ganz in schwarz gekleidet mit schwarz-wei\u00dfen Lichteffekten steht hier in einer intimen Inszenierung eindeutig die Musik und der Song im Vordergrund. Und der ist gut.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong><u>Prognose<\/u><\/strong>: Ein guter Song ist wichtig f\u00fcr den ESC \u2013 aber leider manchmal nicht alles. F\u00fcr Belgien wird es mehr als eng und mein Tendenzometer sagt mir, Hooverphonic sind passend zu ihrem Song-Titel am Samstag in &#8222;The Wrong Place&#8220; \u2013 n\u00e4mlich maximal backstage statt auf der B\u00fchne.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wenn man in diesen Tagen von Rotterdam \u00fcber <strong>Israel<\/strong> spricht, ging es oft weniger um die Musik und den israelischen Beitrag als um die politische Lage im Land und den Konflikt mit der Hamas. Die EBU schritt sehr fr\u00fch ein und stellte klar, dass bei Pressekonferenzen und offiziellen Terminen nur Fragen zur Musik oder zur Person, aber keine Fragen politischen Inhalts zugelassen sind. Was auf den ersten Blick wie ein Maulkorb oder eine Zensur wirkt, macht beim zweiten Hinsehen Sinn: Denn die israelische S\u00e4ngerin Eden Alene, die einen Tag vor Beginn der Proben 21 wurde, hat sich nunmal als ESC-Vertreterin und nicht als Au\u00dfenministerin beworben und die meisten akkreditieren Medien entstammen auch nicht dem Lager von Spiegel, SZ und FAZ, sondern von ESC-Fanzines und Blogs (mein neues Lieblingsmedium, alleine vom Namen her, ist \u00fcbrigens der hier anwesende &#8222;Gayly Mirror&#8220;). Einen Mehrwert bringen daher politische Fragen und Diskussionen nicht. Also kommen wir zum Beitrag und \u2026 da gibt es dann leider wenig aufsehenerregendes zu berichten. Durchschnitts-Pop einer \u2013 zumindest am Ende ihres Auftritts \u2013 eher leicht bekleideten S\u00e4ngerin und ihrer 5 T\u00e4nzer. Immerhin: Hier ist er, der legend\u00e4re &#8222;Kleidertrick Of Eurovision&#8220;, wenn die T\u00e4nzer Eden beim letzten Refrain den Fummel vom Leib rei\u00dfen. Zuhause solltet ihr aufpassen, dass eure Gl\u00e4ser im Schrank heil bleiben, denn bei dem ein oder anderen schrillen Ton, k\u00f6nnten sie sonst schneller springen als der israelische Beitrag ins Finale h\u00fcpft. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong><u>Prognose<\/u><\/strong>: Auch hier wird es eng und auch wenn ich die \u00dcberzeugung vertrete, dass der ESC weit weniger politisch ist als es weithin angenommen wird, k\u00f6nnten ein paar Sympathiepunkte das Z\u00fcnglein an der Waage sein, die den Israelis den Finaleinzug bescheren \u2013 wie bei den vergangenen 6 ESC-Ausgaben auch.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Beim Beitrag aus <strong>Rum\u00e4nien<\/strong> bin ich dann pers\u00f6nlich definitiv raus \u2013 zu belanglos und pseudo-modern der Song und auch bei der Performance wei\u00df ich nicht, was Roxen und ihr Team mir sagen wollen. Die 21-j\u00e4hrige wirkt auf mich wie eine Mischung aus Ghetto Kid in Doc Martens, Jamie Lee (das ist die, die uns 2016 mit &#8222;Ghost&#8220; auf den letzten Platz gesungen hat) und Loreen-Imitatorin, so richtig zusammen passt da f\u00fcr mich nichts. Die einen bemerken bei ihrem Song &#8222;Amnesia&#8220; Deep House-Anleihen (ich nicht), die anderen \u00c4hnlichkeiten mit Billie Eilish (ich so gar nicht) oder mit Dua Lipa (na ja, macht halt auch Musik\u2026). Immerhin bringt sie etwas Gr\u00fcn in den diesj\u00e4hrigen Contest. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong><u>Prognose<\/u><\/strong>: Auch hier eine Wackel-Kandidatin, bei der ich glaube, dass sie sich rauswackelt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Aserbaidschan<\/strong> steht seit seiner ersten Teilnahme 2008 f\u00fcr Glamour und Protz, Selbstbewusstsein, Nationalstolz und Skandale \u2013 und meistens schwedische Autoren. Das war bei ihrem Sieg 2011 in D\u00fcsseldorf so, das war voriges Jahr beim geplanten Beitrag &#8222;Cleopatra&#8220; so und das ist dieses Jahr bei &#8222;Mata Hari&#8220; nicht anders. &#8222;Cleopatrrrrra&#8220; war aufgrund des lange gerollten &#8222;r&#8220; im Vorfeld der Kult-Hits des ausgefallenen Song Contests \u2013 und darauf spielt die S\u00e4ngerin Efendi dann auch an, wenn sie in diesem Jahr singt &#8222;Just like Cleopatrrra&#8220; \u2013 aber: Es ist halt nur ein Abklatsch und in meinen Ohren nicht halb so eing\u00e4ngig wie im Vorjahr. Und \u00e0 propos &#8222;alle schon mal dagewesen&#8220;:\u00a0 Es ist auch nicht das erste Mal, dass die sagenumwobene niederl\u00e4ndische T\u00e4nzerin und Vielleicht-Spionin Mata Hari beim ESC besungen wird: 1976 besorgte das Anne-Karine Str\u00f6m f\u00fcr Norwegen und wurde damit 18. und letzte. Besser erging es da der Band namens &#8222;Hari Mata Hari&#8220; aus Bosnien und Herzegowina, die 2006 beim ESC gute 3. wurde. Irgendwo dazwischen d\u00fcrfte sich wohl Efendi in diesem Jahr einreihen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong><u>Prognose<\/u><\/strong>: Der vierte Wackel-Kandidat in Folge, hier schl\u00e4gt mein Pendel nicht nur Dank der hypnotisierenden Schlange im B\u00fchnenbild aber Richtung Final-Einzug \u2013 dem Gesetz der Serie folgend, denn bei 11 Halbfinal-Teilnahmen schaffte Aserbaidschan 10 Mal den Einzug ins Grand Final. Nur 2018 reichte es mit Platz 11 haarscharf nicht.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ist euch etwas aufgefallen? Bisher hatten wir nur Beitr\u00e4ge in englischer Sprache oder die zumindest teilweise (Russland, Kroatien) in englisch gesungen werden. Als vorletzter kommt dann (endlich) ein Beitrag komplett in einer nicht-englischen Landessprache: Die <strong>Ukraine<\/strong> sorgt daf\u00fcr, wenngleich ihr Song &#8222;Shum&#8220; (auf Deutsch: &#8222;Ger\u00e4usch&#8220;) auch in einer Fantasie-Sprache gemurmelt werden k\u00f6nnte. Sehr folkloristisch anarchisch kommt das ganze daher und sie bringen auch den ersten Fl\u00f6ten-Schlumpf dieses ESC-Jahrgangs mit. Wohltuend anders, wenngleich &#8222;wohltuend&#8220; dar\u00fcber hinwegt\u00e4uscht, dass der Song wohl auch den gr\u00f6\u00dften Nervfaktor des Abends hat. Eine Armee von Hologrammen, zahlreiche wei\u00dfe B\u00e4ume und Ver\u00e4stelungen: Ein Fest f\u00fcr die Sinne oder eine Belastungsprobe f\u00fcr eben jene. Eine Belastungsprobe anderer Art hat die ukrainische Delegation schon hinter sind, denn S\u00e4ngerin Kateryna Kondratenko, die sich selbst &#8222;Katya Chilly&#8220; nennt, f\u00fchlte sich vor der 2. Probe am Mittwoch nicht gut und blieb dem Reglement entsprechend in Isolation. Eine niederl\u00e4ndische Ersatzs\u00e4ngerin sprang als Dummy ein \u2013 am Donnerstag gab es dann aber Entwarnung, ein vorgenommener PCR-Test war negativ und so steht der Teilnahme am 1. Halbfinale hoffentlich nichts im Wege.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong><u>Prognose<\/u><\/strong>: Die Ukraine ist neben Australien \u2013 bis heute \u2013 das einzige Land, das noch nie im Semifinale ausgeschieden ist. Das \u00e4ndert sich auch dieses Jahr nicht. Der Finaleinzug ist so sicher wie das &#8222;Shum&#8220;, pardon: Ommmm beim Yoga\u2026<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Stell dir vor, du reist zum ESC an und bist der haushohe Favorit bei den Buchmachern &#8211; und rechnest dann mal durch, was es f\u00fcr deine kleine Insel <strong>Malta<\/strong> finanziell und logistisch bedeutet, den n\u00e4chsten Song Contest ausrichten zu m\u00fcssen (Sch\u00e4tzungen liegen meist so bei 20 Mio. Euro aufw\u00e4rts). Was machst Du? Du steckst Deine S\u00e4ngerin, immerhin eine ausdrucksstarke Pers\u00f6nlichkeit, Typ Weather Girl mit Soul-Stimme, in einen quietschpinken Jumpsuit und l\u00e4sst sie so die erste Probe bestreiten. Und schwupp, ist es mit dem Favoriten-Status und dem Hype erst mal dahin. So geschehen mit Destiny Chukunyere, gerade mal 18 und 2015 Siegerin des Junior ESC. &#8222;Je me casse&#8220; \u2013 auf deutsch: &#8222;Ich bin raus&#8220; &#8211; ist eine ziemlich poppige Nummer mit Soul- und Swing-Einfl\u00fcssen und Ankl\u00e4ngen an die 1920er Jahre. In Probe 2 warf man Destiny dann ein silbernes Glitzer-J\u00e4ckchen \u00fcber, das mit den pinken Suits ihrer T\u00e4nzerinnen und ihrer nach wie vor getragenen pinken Hose nun einen krassen Kontrast erzeugt. Auch nicht viel besser. Aber bei der 1. Generalprobe am Montag dann der komplette Revamp: Statt dem pinken Cindy-aus-Marzahn-Jogger nun silberne Platform-Overknees und eine Motown-Supremes-Ged\u00e4chtnis-Per\u00fccke. Man erkennt Destiny zwar kaum wieder \u2013 aber es passt zur Performance und verleiht ihr deutlich mehr Soul-Touch. Und irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, als wollte uns die maltesische Delegation eine Woche lang an der Nase herumf\u00fchren, um die Erwartungshaltung nicht allzu hoch werden zu lassen und nimmt am Ende doch einen Sieg &#8222;in Kauf&#8220;\u2026?<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong><u>Prognose<\/u><\/strong>: Nat\u00fcrlich reicht das f\u00fcrs Finale, da es einerseits ge-f\u00e4llig, andererseits auf-f\u00e4llig ist. Mehr sehen wir dann am Samstag\u2026<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die ultimative Prognose f\u00fcr das 1. Semi-Finale:<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Litauen, Russland, Zypern, Norwegen, die Ukraine und Malta brauchen sich keine all zu gro\u00dfen Sorgen um den Finaleinzug machen und d\u00fcrfen sich auf die n\u00e4chsten Proben am Freitag vorbereiten.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>F\u00fcr Schweden, Kroatien, Israel und Aserbaidschan wird es enger \u2013 am Ende d\u00fcrfen aber auch sie am Samstag mitspielen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Slowenien, Australien, Nord-Mazedonien, Irland, Belgien (snief!) und Rum\u00e4nien droht dagegen f\u00fcr Samstag die Komplett-Isolation \u2013 und das Hoffen auf 2022.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u2026 und wer nun nach dem deutschen Beitrag und m\u00f6glichen Siegern f\u00fcr dieses Jahr fragt: W\u00e4hrend die Stimmen im 1. Halbfinale ausgez\u00e4hlt werden, gibt es die Proben der Gastgeber Niederlande, von Deutschlands Jendrik und von Italien zu sehen \u2013 und einer davon ist mein hei\u00dfer Favorit auf den Sieg. Aber dazu mehr vor dem Finale am Samstag, hier auf SMAGO.de.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<figure id=\"attachment_139690\" aria-describedby=\"caption-attachment-139690\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-139690\" src=\"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/ehrlacher.jpg\" alt=\"\" width=\"310\" height=\"207\" srcset=\"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/ehrlacher.jpg 310w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/ehrlacher-225x150.jpg 225w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/ehrlacher-285x190.jpg 285w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/ehrlacher-150x100.jpg 150w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/ehrlacher-130x87.jpg 130w\" sizes=\"(max-width: 310px) 100vw, 310px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-139690\" class=\"wp-caption-text\"><em>Foto-Credit: Facebook-Seite von Frank Ehrlacher<\/em><\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Der ultimative Chart Show&#8220; Experte hat l\u00e4ngst hinreichend bewiesen, dass er &#8222;Prognosen kann&#8220; &#8230;:<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":164198,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[27,39,128],"tags":[85],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/165522"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=165522"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/165522\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":165543,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/165522\/revisions\/165543"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/164198"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=165522"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=165522"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=165522"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}