{"id":164244,"date":"2021-04-22T00:49:35","date_gmt":"2021-04-21T22:49:35","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws2\/?p=164244"},"modified":"2021-04-22T00:49:54","modified_gmt":"2021-04-21T22:49:54","slug":"thomas-fritsch-thomas-fritsch-ist-tot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/thomas-fritsch-thomas-fritsch-ist-tot\/","title":{"rendered":"THOMAS FRITSCH <br>Thomas Fritsch ist tot!"},"content":{"rendered":"<p>Er wurde 77 Jahre alt! Sein gr\u00f6\u00dfter Hit als S\u00e4nger war &#8222;Wenn der Mondschein nicht so romantisch w\u00e4r&#8220;!<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<div style=\"text-align: justify;\">THOMAS FRITSCH(* 16. Januar 1944 in Dresden; \u2020 21. April 2021) war ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher und Schlagers\u00e4nger.<\/div>\n<div><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Der Sohn des Schauspielers Willy Fritsch wurde in den 1960er Jahren zun\u00e4chst durch Hauptrollen in verschiedenen Kinofilmen und f\u00fcr einige Zeit als Teenager-Idol bekannt, sp\u00e4ter war er vor allem durch zahlreiche Serienrollen (u. a. &#8222;Drei sind einer zuviel&#8220;, &#8222;Rivalen der Rennbahn&#8220;) pr\u00e4sent. Als Sprecher war er unter anderem als deutsche Stimme von Russell Crowe und bei Zeichentrickfilmen wie &#8222;Der K\u00f6nig der L\u00f6wen&#8220; und &#8222;Ice Age&#8220; t\u00e4tig.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Thomas Fritsch war der Sohn des UFA-Filmstars Willy Fritsch und der T\u00e4nzerin und Schauspielerin Dinah Grace (eigentlich Ilse Schmidt). Bei Kriegsende fl\u00fcchtete die Familie nach Hamburg, wo Fritsch nach der Mittleren Reife bei Eduard Marks, dem Leiter der Schauspielklasse der Hochschule f\u00fcr Musik und Theater Hamburg, studierte und ferner noch Gesangs- und Ballettunterricht nahm. Gustaf Gr\u00fcndgens riet dem damals 16-J\u00e4hrigen zu einer Schauspielkarriere.<\/div>\n<div><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Sein B\u00fchnendeb\u00fct gab Fritsch 1964 am Stadttheater Heidelberg als junger Dichter Eugene Marchbanks in George Bernhard Shaws Kom\u00f6die &#8222;Candida&#8220;. Es folgten Engagements unter anderem am Frankfurter Fritz R\u00e9mond Theater, der Kleinen Kom\u00f6die am Max II in M\u00fcnchen, der Stuttgarter Kom\u00f6die im Marquardt, an den Hamburger Kammerspielen und an der Kom\u00f6die am Kurf\u00fcrstendamm. In der Spielzeit 1974\/75 war er am Wiener Theater in der Josefstadt in Ferenc Moln\u00e1rs Drama &#8222;Der Schwan&#8220; als Fechtlehrer Dr. Agi zu sehen. Zur Spielzeit 1982\/83 \u00fcbernahm er ebenfalls dort in dem Lustspiel &#8222;Christinas Heinreise&#8220; von Hugo von Hofmannsthal die Rolle des jungen Venezianer Florindo. Vorwiegend wirkte Fritsch aber in Boulevardst\u00fccken.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Noch w\u00e4hrend der Schauspielschule wurde Fritsch f\u00fcr den Film entdeckt. Zu seinen bekanntesten Filmen z\u00e4hlen &#8222;Julia, Du bist zauberhaft&#8220;, &#8222;Das schwarz-wei\u00df-rote Himmelbett&#8220; und &#8222;Das gro\u00dfe Liebesspiel&#8220;. Er spielte an der Seite der damals bekanntesten Filmschauspielerinnen wie Lilli Palmer, Hildegard Knef, Daliah Lavi und Marie Versini. Mit seinem Vater Willy Fritsch stand er dreimal vor der Kamera: 1964 in dem Spielfilm &#8222;Das hab ich von Papa gelernt&#8220; sowie f\u00fcr die ZDF-Fernsehshows &#8222;Das gibt&#8217;s doch zweimal &#8222;(1965) und &#8222;Andere Zeiten \u2013 andere Sitten. Die Thomas-Fritsch-Show&#8220; (1967).<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Nach einem vor\u00fcbergehenden Karriereknick gelang Fritsch 1977 ein gefeiertes Comeback durch seine Hauptrolle in der Fernsehserie &#8222;Drei sind einer zuviel&#8220; an der Seite von Jutta Speidel und Herbert Herrmann. In der Folge wurde er erneut zu einem der beliebtesten und popul\u00e4rsten deutschen Schauspieler. 1989 war Fritsch erneut an der Seite von Jutta Speidel in der elfteiligen ZDF-Serie &#8222;Rivalen der Rennbahn&#8220; (1989) als Jockey Christian Adler in der Serienhauptrolle zu sehen.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Neben regelm\u00e4\u00dfigen Gastauftritten in Einzelproduktionen von Krimiserien wie &#8222;Derrick&#8220; oder &#8222;Der Alte&#8220; war er regelm\u00e4\u00dfig Gastdarsteller in Fernsehserien wie &#8222;Gl\u00fcckliche Reise&#8220; (1992\u20131993), &#8222;Unser Charly&#8220; (2000\u20132003) und &#8222;Hallo Robbie!&#8220; (2004\u20132008), und er \u00fcbernahm auch h\u00e4ufig Haupt- oder Gastrollen in diversen Romanverfilmungen von Rosamunde Pilcher (1997\u20132011).<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">In der Rolle des Earl of Cockwood begeisterte Fritsch 2004 noch einmal in der Kinoproduktion &#8222;Der WiXXer&#8220;, einer Parodie auf die Edgar-Wallace-Filme der 1960er Jahre. Von 2006 bis 2007 \u00fcbernahm er in vier Staffeln der ProSieben\/ORF-Serie &#8222;Die M\u00e4rchenstunde&#8220; die Rolle des M\u00e4rchenerz\u00e4hlers. 2008 war er neben Hans-Werner Meyer und Lisa Martinek in dem deutsch-\u00f6sterreichischen Fantasyfilm &#8222;Das Wunder von Loch Ness&#8220; als Zauberer Merlin zu sehen. In sp\u00e4teren Jahren profilierte sich Thomas Fritsch zunehmend wieder als Theaterschauspieler. In den 1980er Jahren bewarb er die Praline Mon Ch\u00e9ri des italienischen Herstellers Ferrero.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Neben seinen T\u00e4tigkeiten am Theater (z. B. im St\u00fcck &#8222;Vabanque&#8220; mit Karin Eickelbaum) und im Fernsehen arbeitete Fritsch auch als Synchronsprecher. So synchronisierte er unter anderem Russell Crowe (&#8222;Gladiator&#8220;, &#8222;Master &amp; Commander \u2013 Bis ans Ende der Welt&#8220;, &#8222;Proof Of Life)&#8220;, Jeremy Irons (&#8222;Stirb langsam: Jetzt erst recht&#8220;, &#8222;K\u00f6nigreich der Himmel&#8220;, &#8222;Eragon \u2013 Das Verm\u00e4chtnis der Drachenreiter&#8220;), Aslan (&#8222;Die Chroniken von Narnia: Der K\u00f6nig von Narnia&#8220;, &#8222;Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia&#8220; und &#8222;Die Chroniken von Narnia: Die Reise auf der Morgenr\u00f6te&#8220;), Charles Shaughnessy (&#8222;Die Nanny&#8220;) und Edward James Olmos (&#8222;Battlestar Galactica&#8220;).<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Des Weiteren wirkte er in den deutschen Fassungen einer Reihe bekannter Disney-Zeichentrickfilme mit, darunter als Scar in &#8222;Der K\u00f6nig der L\u00f6wen&#8220; und Niels (Nigel) in &#8222;Findet Nemo&#8220;. Er sprach in der South Park-Folge &#8222;Die Russell-Crowe-Show&#8220; die Zeichentrickfigur von Russell Crowe. Dar\u00fcber hinaus war er auch in der Rolle des Diego in &#8222;Ice Age&#8220;, &#8222;Ice Age 2 \u2013 Jetzt taut\u2019s&#8220;, &#8222;Ice Age 3 \u2013 Die Dinosaurier sind los&#8220;, &#8222;Ice Age 4 \u2013 Voll verschoben&#8220; und &#8222;Ice Age \u2013 Kollision voraus!&#8220; zu h\u00f6ren. In der Zeichentrickadaption von &#8222;Jim Knopf und Lukas der Lokomotivf\u00fchrer&#8220; sprach er die Rolle des Lukas. In den beiden Realverfilmungen von &#8222;Jim Knopf&#8220;, den Kinofilmen &#8222;Jim Knopf und Lukas der Lokomotivf\u00fchrer&#8220; von 2018 und &#8222;Jim Knopf und die Wilde 13&#8220; von 2020, lieh er dem Erz\u00e4hler seine Stimme \u2013 seine letzten Arbeiten als Sprecher.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Neben dem Schauspiel und seinen Synchronarbeiten war Fritsch regelm\u00e4\u00dfig als H\u00f6rspielsprecher t\u00e4tig. Von 2002 bis M\u00e4rz 2017 \u00fcbernahm er den Part des Erz\u00e4hlers in der H\u00f6rspielreihe &#8222;Die drei ???&#8220; (zwischenzeitlich: &#8222;DiE DR3i&#8220;), den er auch vor 12.000 Zuschauern bei dem Live-Auftritt Superpapagei 2004 zum Besten gab. 2008 \u00fcbernahm er in der mehrteiligen H\u00f6rspielserie zum Computerspiel <em>Sacred 2<\/em> die Hauptrolle des Schattenkriegers Garlan.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">In der deutschen Fassung des Computerspiels <em>Civilization IV<\/em> wirkte er ebenfalls mit; er vertonte jene Texte, die im Original von Leonard Nimoy gesprochen wurden.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Auch als Schlagers\u00e4nger versuchte er sich und zierte in den 1960er Jahren als Teenager-Idol mehrmals das Cover der Jugendzeitschrift &#8222;Bravo&#8220;. Im Dezember 1963 gelang ihm mit der Single &#8222;Wenn der Mondschein nicht so romantisch w\u00e4r\u2019&#8220; auf Platz 13 sein erster und zugleich h\u00f6chster Einzug in die Deutschen Single Charts. In den Jahren 1964 und 1965 nahm er mit &#8222;Das hab ich von Papa gelernt&#8220; und &#8222;Das gibt&#8217;s doch zweimal&#8220; zwei Langspielplatten gemeinsam mit seinem Vater auf.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Mehrfach arbeitete er mit der Liedermacherin Suzanne Doucet zusammen.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Fritsch lebte lange abwechselnd in M\u00fcnchen und auf der griechischen Insel Mykonos. Er engagierte sich aktiv im Tierschutz. 2006 bekannte er sich zu seiner Bisexualit\u00e4t.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Thomas Fritsch starb am 21. April 2021 im Alter von 77 Jahren, nachdem er zuletzt in einem Seniorenheim gelebt hatte.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er wurde 77 Jahre alt! 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