{"id":157194,"date":"2020-11-23T20:30:54","date_gmt":"2020-11-23T19:30:54","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws2\/?p=157194"},"modified":"2020-11-23T20:52:52","modified_gmt":"2020-11-23T19:52:52","slug":"karl-dall-karl-dall-ist-tot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/nonsens\/karl-dall-karl-dall-ist-tot\/","title":{"rendered":"KARL DALL <br>Karl Dall ist tot!"},"content":{"rendered":"<p>Er erlag im Alter von 79 Jahren den Folgen eines Schlaganfalls, den er zw\u00f6lf Tage zuvor erlitten hatte!<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>&#8222;Karl Dall ist tot &#8230; aber sein Humor bleibt unsterblich &#8230;&#8220; <\/em>(Michael Niekammer)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">KARL DALL ist tot. Er wurde 79 Jahre alt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Karl Bernhard Dall (* 1. Februar 1941 in Emden, Ostfriesland; \u2020 23. November 2020 in L\u00fcneburg) war ein deutscher Fernsehmoderator, S\u00e4nger, Schauspieler und Komiker.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Herkunft<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Karl Dall kam als Sohn eines Schulrektors und einer Lehrerin zur Welt. In der zehnten Klasse verlie\u00df er die Mittelschule und machte eine Ausbildung als Schriftsetzer in der Druckerei Rautenberg in Leer. Sein markantes Aussehen mit dem \u201eh\u00e4ngenden\u201c rechten Auge war die Folge einer angeborenen Lidmuskelschw\u00e4che (Ptosis).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Karriere<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1967 gr\u00fcndete er mit Ingo Insterburg, J\u00fcrgen Barz und Peter Ehlebracht die Kom\u00f6diantengruppe <em>Insterburg &amp; Co.<\/em>, der er bis Ende der 1970er Jahre angeh\u00f6rte. Durch die Radio-Bremen-Reihe &#8222;Musikladen&#8220; wurde das Quartett weithin popul\u00e4r. Nach der Aufl\u00f6sung von Insterburg &amp; Co. begann Dall umgehend eine Solokarriere als B\u00fchnenk\u00fcnstler und arbeitete auch f\u00fcrs Fernsehen. In der WDR-Produktion &#8222;Plattenk\u00fcche&#8220; trat er 1979 in mehreren Folgen als Kantinenkoch \u201eKarl Toffel\u201c in zahlreichen Sketchen auf. In der von Kurt und Paola Felix pr\u00e4sentierten Sendung &#8222;Verstehen Sie Spa\u00df?&#8220;, die im ersten Programm der ARD ausgestrahlt wurde, war er von 1983 bis 1990 unter anderem als chaotischer Filmvorf\u00fchrer und Spa\u00df-Telefonierer vertreten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im deutschen H\u00f6rfunkprogramm von Radio Luxemburg moderierte Dall eine Bl\u00f6delshow. Im regionalen Fernsehprogramm S\u00fcdwest 3 hatte er beim \u201eBrettl-Talk\u201c seine Form des Nonsens-Gespr\u00e4chs entwickelt. Als RTLplus Ende 1984 einen Nachfolger f\u00fcr den zur ARD gewechselten Mike Kr\u00fcger suchte, der im RTL-Vorabendprogramm ebenfalls eine Bl\u00f6del-Talkshow pr\u00e4sentiert hatte, war Dall eine naheliegende Wahl. Am 19. Januar 1985 hatte seine Sendung &#8222;Dall-As&#8220; Premiere; ab dem 31. August 1985 wurde sie bis Ende 1991 alle 14 Tage im Sp\u00e4tprogramm des Senders ausgestrahlt. Als ein H\u00f6hepunkt des Formats, dessen Konzept es war, G\u00e4ste zu irritieren und zu provozieren, gilt Dalls Spruch zu Roland Kaiser: \u201eNa, sing schon mal, damit wir es hinter uns haben\u201c, worauf dieser die Sendung w\u00fctend verlie\u00df. ((Wenige Ausgaben sp\u00e4ter sollte er jedoch erneut bei Karl Dall zu Gast sein &#8230;)) Die Wildecker Herzbuben nannte er \u201eWildecker Speckbuben\u201c. Einen anderen Gast fragte er: \u201eWas macht Ihr Friseur im Hauptberuf?\u201c Nach seinem Wechsel zu Sat.1 setzte Dall die Sendung seit dem 4. Januar 1992 dort unter dem Titel &#8222;Jux und Dallerei&#8220; fort. Eine Klage des Fernsehsenders RTL gegen Sat.1 wegen inhaltlicher \u00dcberschneidungen wurde abgewiesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ab 1991 moderierte Dall zwei Jahre lang die Sendung &#8222;Koffer Hoffer&#8220; bei Tele 5. 1996 war er Mitglied im Anfangsensemble der von Rudi Carrell produzierten Sendung &#8222;7 Tage, 7 K\u00f6pfe&#8220; auf RTL. Differenzen zwischen Carrell, der seine Sendungen generell mit Akribie plante, und dem spontanen Dall f\u00fchrten dazu, dass dieser das Ensemble 1997 wieder verlie\u00df.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Des Weiteren moderierte er bei RTL die Sendungen &#8222;Karls Kneipe&#8220; (1997), &#8222;Die Karl Dall-Show&#8220; (1999 \u2013 2000) sowie bei Kabel 1 &#8222;Wei\u00dft Du noch? &#8211; Das Retro-Quiz&#8220; (2003\u20132004). Mitte September 2006 erschien Dalls Autobiografie mit dem Titel &#8222;Auge zu und durch&#8220;. Im Oktober 2012 feierte Dall mit dem Ein-Mann-Theaterst\u00fcck &#8222;Der Opa&#8220; des isl\u00e4ndischen Autors Bjarni Haukur Thorsson Premiere. Dall stand damit auch zum ersten Mal f\u00fcr ein Theaterst\u00fcck auf der B\u00fchne.Von Mai 2015 bis Oktober 2016 war Dall mit seinem letzten Live-Programm &#8222;Der alte Mann will noch mehr&#8220; unterwegs, in dem er einen Querschnitt aus allen Jahrzehnten seines Schaffens zeigte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im September 2016 strahlte der Sender Tele 5 die zw\u00f6lf Folgen umfassende Dokusoap &#8222;Old Guys on Tour (OGOT)&#8220; aus. Innerhalb von 21 Tagen wollten vier ehemalige Showmaster (J\u00f6rg Draeger, Frederic Meisner, Bj\u00f6rn-Hergen Schimpf, Harry Wijnvoord) den Jakobsweg gehen. Dall war der Reisef\u00fchrer, Moderator und Kommentator w\u00e4hrend der mehrw\u00f6chigen TV-Wanderung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Musik<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Karl Dall nahm immer wieder Singles auf, von denen einige erfolgreich in die Hitparade einstiegen. Das St\u00fcck &#8222;Diese Scheibe ist ein Hit&#8220; kann als Parodie auf das schnelllebige Popmusik-Gesch\u00e4ft verstanden werden <em>(\u201eDiese Scheibe ist ein Hit \u2013 wann kriegt ihr das endlich mit? Diese Scheibe m\u00fcsst ihr koofen, das ist \u2019ne Scheibe f\u00fcr die Doofen\u201c)<\/em>. Das St\u00fcck wurde von Dall alleine eingesungen, aber unter Mitwirkung von Insterburg &amp; Co. eingespielt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weitere Erfolgstitel waren &#8222;Millionen Frauen lieben mich&#8220; (geschrieben von Erik Silvester), &#8222;Heute sch\u00fctte ich mich&#8220; zu und &#8211; in den fr\u00fchen 80ern &#8211; &#8222;Der \u00e4lteste Popper der Stadt&#8220;. Stilistisch sind Dalls Plattenaufnahmen \u00fcberwiegend dem Genre \u201eBl\u00f6delschlager\u201c zuzuordnen. Dall spricht dabei meist mehr als er singt, und er wirkt insgesamt etwas fahrig. Textlich nimmt er sich und seine Umwelt ironisch auf die Schippe, oftmals kokettiert er mit Charakteren, die sich selbst f\u00fcr sehr attraktiv und erfolgreich halten, in Wahrheit aber nur kleine Br\u00f6tchen backen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Ausnahme war die CD &#8222;Hoppla, jetzt komm ich&#8220;, auf der Dall alte Seemanns- und Heimatlieder aus Hamburg, darunter Lieder von Hans Albers, interpretierte. Seit 2005 trat er auch wieder zusammen mit Ingo Insterburg auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Familie<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Karl Dall war seit 1971 mit Barbara Dall verheiratet. Er hatte eine Tochter, Janina Dall, die als Stuntfrau in Kanada arbeitet, mit Jovan Nenadic verheiratet ist und aus deren Beziehung eine Enkeltochter stammt. Er hatte zwei Schwestern und einen Bruder namens Otto Dall (* 1938), der von 1988 bis 2003 Inhaber des Lehrstuhls f\u00fcr Technik und ihre Didaktik II an der Technischen Universit\u00e4t Dortmund war. Karl Dall lebte im Hamburger Stadtteil Eppendorf. Er starb am 23. November 2020 an den Folgen eines Schlaganfalls, den er zw\u00f6lf Tage zuvor erlitten hatte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er erlag im Alter von 79 Jahren den Folgen eines Schlaganfalls, den er zw\u00f6lf Tage zuvor erlitten hatte!<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":157195,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[23,39],"tags":[349],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/157194"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=157194"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/157194\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":157206,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/157194\/revisions\/157206"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/157195"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=157194"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=157194"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=157194"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}