{"id":153911,"date":"2020-10-05T11:23:20","date_gmt":"2020-10-05T09:23:20","guid":{"rendered":"https:\/\/online.smago.de\/ws2\/?p=153911"},"modified":"2020-10-05T11:25:21","modified_gmt":"2020-10-05T09:25:21","slug":"smago-informiert-deutsche-veranstaltungswirtschaft-kollabiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/smago-informiert\/smago-informiert-deutsche-veranstaltungswirtschaft-kollabiert\/","title":{"rendered":"smago! INFORMIERT <br>Deutsche Veranstaltungswirtschaft kollabiert!"},"content":{"rendered":"<p>Zweite Gro\u00dfdemonstration am 28.10.2020 in Berlin!<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>&#x25aa; Veranstaltungsbranche am st\u00e4rksten von der Krise betroffen<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>&#x25aa; Viele Unternehmen und Erwerbst\u00e4tige stehen vor dem Aus<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>&#x25aa; \u00dcberbr\u00fcckungshilfen bleiben wirkungslos<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>&#x25aa; Zweite Gro\u00dfdemo am 28. Oktober 2020<\/strong><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die deutsche Veranstaltungswirtschaft ist der von den Corona-Schutzma\u00dfnahmen am st\u00e4rksten betroffene\u00a0Wirtschaftszweig. Seit Anfang M\u00e4rz sind Veranstaltungen weitgehend verboten. Die Unternehmen erzielen seitdem keine Einnahmen.\u00a0Eine Perspektive, wann es weitergehen kann, ist nicht in Sicht. Viele Betriebe sind mittlerweile insolvent. Nur die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht\u00a0erlaubt es der vergessenen Branche, noch auf ein Wunder zu warten. Trotz Verl\u00e4ngerung der .berbr\u00fcckungshilfe\u00a0sehen die Veranstalter kein Licht am Ende des Tunnels.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum 28. Oktober 2020 ruft die deutsche Veranstaltungswirtschaft unter Federf\u00fchrung der Initiative #AlarmstufeRot erneut zur Gro\u00dfdemonstration\u00a0nach Berlin auf, um auf ihre immer dramatischer werdende Lage aufmerksam zu machen. Mitwirkende der Initiative sind die Fachverb\u00e4nde\u00a0Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV), Europ\u00e4ischer Verband der Veranstaltungscentren (EVVC), FAMAB Kommunikationsverband,\u00a0Verband f\u00fcr Medien- und Veranstaltungstechnik (VPLT), Interessengemeinschaft der selbst\u00e4ndigen Dienstleisterinnen und\u00a0Dienstleister in der Veranstaltungswirtschaft (ISDV) und Berufsverband Discjockey (BVD).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit M\u00e4rz 2020 ist dem sechstgr\u00f6\u00dften Wirtschaftszweig Deutschlands angesichts der Pandemielage jede Arbeitsgrundlage entzogen. Zahlreiche\u00a0Betriebe haben ihre Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit bereits endg\u00fcltig eingestellt, zehntausende Arbeitspl\u00e4tze sind bereits vernichtet. Der Sektor unterliegt\u00a0seitdem aus Infektionsschutzgr\u00fcnden praktisch einem Berufsverbot. Die Forderungen und Erwartungen der Veranstaltungsbranche richten\u00a0sich allerdings keineswegs gegen gebotene Corona-Schutzma\u00dfnahmen. Wenn der Wirtschaftszweig jedoch \u00fcberleben soll, kann er die ihm\u00a0abverlangten Sonderopfer nicht allein tragen. Er erwartet daher von der Bundesregierung unverz\u00fcgliche wirtschaftliche Hilfen, die tats\u00e4chlich\u00a0passgenau gestaltet und geeignet sind, das \u00dcberleben der Unternehmen zu gew\u00e4hrleisten. Die aktuellen, durchaus beachtlichen Hilfsma\u00dfnahmen\u00a0des Bundes sind dies leider nicht.<\/p>\n<p><strong><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der dritte verzweifelte Hilferuf<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits am 9. September 2020 forderten in Berlin 15.000 Erwerbst\u00e4tige der Veranstaltungswirtschaft mit einem 3,8 Kilometer langen Demonstrationszug\u00a0dringend ben\u00f6tigte \u00dcberlebenshilfen. Die Demonstranten wurden von einem sechs Kilometer langen LKW-Corso mit \u00fcber 500 Fahrzeugen\u00a0aus den Fuhrparks der Unternehmen begleitet. Den Veranstaltungsprofis gelang es vorbildlich, die Gro\u00dfdemonstration als infektionssicheres\u00a0Event durchzuf\u00fchren, bei dem s\u00e4mtliche Hygiene- und Abstandsregeln uneingeschr\u00e4nkt eingehalten wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits vor dieser Hauptstadtdemonstration hatte die Branche mit der \u201eNight of Light\u201c am 22. Juni 2020 ein flammendes SOS-Signal gesetzt, bei\u00a0dem \u00fcber 9.000 Veranstaltungslocations und -betriebe feuerrot beleuchtet wurden, um auf die bedrohliche Notlage der Branche aufmerksam zu\u00a0machen. Das war die Geburtsstunde von #AlarmstufeRot, die sich seitdem zu einer auch internationalen Bewegung etablierte \u2013 ob als \u201eAlert\u00a0Rouge\u201c in Frankreich, als \u201eAlerta Roja\u201c in Spanien und Lateinamerika, als \u201eLightSAred\u201c in S\u00fcdafrika bis hin zur weltweiten Aktion \u201eWe Make\u00a0Events\u201c aus Gro\u00dfbritannien und den USA. Ausgehend von Deutschland hat sich seit der \u201eNight of Light\u201c das globale Veranstaltungswesen hinter\u00a0einem Symbol vereint: Es herrscht #AlarmstufeRot!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Regierung ignoriert trotz Rettungsdialog Sonderopferrolle der Branche<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwar ist nun mit einer ersten Sitzung der geforderte Rettungsdialog zwischen Bundesregierung und Veranstaltungswirtschaft angelaufen. An\u00a0diesem Gespr\u00e4chsformat sind auf Regierungsseite das Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie, das Bundesministerium f\u00fcr Arbeit und\u00a0Soziales, das Bundesministerium der Finanzen, das Bundesgesundheitsministerium sowie die Staatsministerin f\u00fcr Kultur sowie f\u00fcr die Veranstaltungswirtschaft\u00a0das Aktionsb\u00fcndnis #AlarmstufeRot, Unternehmensvertreter und die f\u00fchrenden Branchenverb\u00e4nde beteiligt. Leider ignoriert\u00a0die Bundesregierung weiterhin, dass die Veranstaltungswirtschaft f\u00fcr die Erbringung des Sonderopfers ein auf ihre Bed\u00fcrfnisse zugeschnittenes,\u00a0individuelles Rettungskonzept ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Phase-II-\u00dcberbr\u00fcckungsprogramm geht am Bedarf der Unternehmen vorbei<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Phase-II-\u00dcberbr\u00fcckungsprogramm ist nun beschlossen. Aus dem 24,6 Mrd. Euro schweren Rettungsprogramm zur Unterst\u00fctzung von\u00a0kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen kommen aber \u2013 wenn \u00fcberhaupt \u2013 nur unzureichende Hilfsmittel an bei denen, die besonders\u00a0schwer von den wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Krise betroffen sind. Die Gr\u00fcnde hierf\u00fcr sind vielschichtig:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>1. Die Hilfen sind auf 50.000 Euro pro Monat und Betrieb gedeckelt. Diese Summe liegt f\u00fcr viele Branchenakteure weit unter den Verlusten, die\u00a0sie seit M\u00e4rz monatlich erleiden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. Nicht alle anfallenden Kosten werden als f\u00f6rderf\u00e4hig anerkannt. Die F\u00f6rderung der Kosten f\u00fcr Unternehmereigenleistungen von Soloselbstst\u00e4ndigen,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einzelunternehmern und Inhabern von Gewerbebetrieben wird in den Programmen grunds\u00e4tzlich ausgeschlossen. Das zwingt vormals\u00a0erfolgreiche, produktive und steuerzahlende Unternehmer massiv in die sozialen Sicherungssysteme wie SGB 2 bzw. Hartz IV.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3. Zwar besteht die Branche \u00fcberwiegend aus kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen, aber es gibt auch eine Anzahl gr\u00f6\u00dferer Unternehmen.\u00a0Die k\u00f6nnen bisher keine Hilfe in Anspruch nehmen, da sie mehr als die f\u00f6rderf\u00e4hige Grenze von 249 Mitarbeitern besch\u00e4ftigen. Da sie\u00a0wiederum auch keine f\u00f6rderf\u00e4hige Konzernstruktur haben, fallen sie ebenso durch die Raster anderer Hilfsprogramme.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4. Der EU-Beihilferahmen muss dringend gelockert werden. Mit einer aktuellen F\u00f6rderh\u00f6chstgrenze von 800.000 Euro kann zahlreichen Unternehmen\u00a0nicht hinreichend geholfen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5. KfW-Kredite werden als Subvention im Sinne des EU-Beihilferahmens gewertet. Das wirkt sich krisenversch\u00e4rfend aus, da damit Unternehmen\u00a0bestraft werden, die KfW-Kredite mit einer Laufzeit von mehr als sechs Jahren in Anspruch genommen haben, um sich langfristig mit dringend\u00a0n\u00f6tiger Liquidit\u00e4t zu versorgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Vielf\u00e4ltiger Wirtschaftszweig \u2013 einem Land ohne Veranstaltungsmacher droht der Totalschaden des Gesellschaftslebens<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Veranstaltungsbranche ist vielf\u00e4ltig und in allen Wirtschaftsbereichen t\u00e4tig. Als Event-Veranstalter oder Event-Dienstleister organisieren sie\u00a0Wirtschaftsveranstaltungen bis hin zu den Olympischen Spielen, dem Weltklimagipfel und vergleichbaren internationalen Events. Als Konzert-,\u00a0Tournee- und Festivalveranstalter sind sie der Motor des Kulturbereichs. Die Unternehmer sind sowohl Soloselbst\u00e4ndige, kleine und mittlere\u00a0Betriebe bis hin zu Unternehmen mit gr\u00f6\u00dferem Mitarbeiterstab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einem Land ohne Veranstaltungsmacher wird die Basis f\u00fcr sein Gesellschaftsleben entzogen. Unsere gesamte kulturelle Vielfalt steht auf dem\u00a0Spiel. Mit einer zweiten Gro\u00dfdemonstration am 28. Oktober 2020 soll der Druck auf die Bundesregierung erh\u00f6ht werden. Bereits bei der ersten\u00a0Demo am 9. September setzte sich mit Herbert Gr\u00f6nemeyer einer der erfolgreichsten deutschen K\u00fcnstler f\u00fcr die Branche und ihre tausenden\u00a0von derzeit arbeitslosen Erwerbsst\u00e4tigen ein. Bei der Oktober-Kundgebung werden seinem Beispiel viele weitere K\u00fcnstler folgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zweite Gro\u00dfdemonstration am 28.10.2020 in Berlin!<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":153912,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[33,39],"tags":[1709],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153911"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=153911"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153911\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":153914,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153911\/revisions\/153914"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/153912"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=153911"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=153911"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=153911"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}