{"id":142663,"date":"2020-02-28T00:44:48","date_gmt":"2020-02-27T23:44:48","guid":{"rendered":"https:\/\/online.smago.de\/ws2\/?p=142663"},"modified":"2020-02-28T00:44:54","modified_gmt":"2020-02-27T23:44:54","slug":"marianne-rosenberg-marianne-traut-sich-was-im-namen-der-liebe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/marianne-rosenberg-marianne-traut-sich-was-im-namen-der-liebe\/","title":{"rendered":"MARIANNE ROSENBERG <br>Marianne traut sich was &#8211; &#8222;Im Namen der Liebe&#8220;!"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr ihre Tournee 2021 hat sie sich nicht gerade die kleinsten Hallen ausgesucht &#8230;:<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">MARIANNE ROSENBERG kennt die Farbt\u00f6ne, den Geruch dieser alten Holzvert\u00e4felungen, kennt die wuchtigen Dimensionen des Mischpults, die zahllosen Regler, die schon so viele ber\u00fchmte H\u00e4nde bewegt haben. Sie ist wieder dort, wo vor exakt 50 Jahren alles f\u00fcr sie anfing: in den Berliner Hansa-Studios. Drinnen ist vieles exakt wie damals. (Die eher unsichtbaren Details sind <em>hi-tech<\/em>, ganz neu,<em>state of the art<\/em>). Drau\u00dfen vor der T\u00fcr ist hingegen alles anders: Das graue, beengende Sackgassengef\u00fchl ist weg, denn die Mauer, die damals gleich um die Ecke stand, ist ja nun auch schon seit 30 Jahren aus dem Weg ger\u00e4umt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Klammert man die allerersten Karrierejahre aus, in denen sie wohl einfach noch zu jung war, ist Marianne Rosenberg stets ihren eigenen Weg gegangen. Ein weit verzweigter Weg, der sie in den 50 Jahren, die vergangen sind, seit sie 1969 zum ersten Mal die Hansa-Studios betrat, um ihre Deb\u00fctsingle \u201eMr. Paul McCartney\u201c einzusingen, in ganz unterschiedliche Ecken und Regionen gef\u00fchrt hat. Damals war sie 14, schweigsam, sagte nur Ja und Nein. Heute zeigt sie schon nach ein paar S\u00e4tzen, dass sie zu den wenigen Interpret*innen der deutschsprachigen Musikszene geh\u00f6rt, die nicht nur wei\u00df, was sie will, was ihr gut tut, sondern auch wirklich etwas zu sagen hat. Und das\u00a0\u2013 auch nicht selbstverst\u00e4ndlich \u2013 dann auch tut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDamals f\u00fchrten die Stra\u00dfenbahnschienen hinter dem Haus ins Nichts. Das Dach war teilweise zerst\u00f6rt. F\u00fcr so ein junges M\u00e4dchen wie mich war das eher ein Abenteuerspielplatz.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Meistersaal der Hansa-Studios, f\u00fcr viele internationale Stars danach schlicht <em>\u201ethe big hall by the Wall\u201c<\/em>, h\u00f6rte sie damals zum ersten Mal ihre Stimme. Ein unverkennbares Instrument, das sie einige Jahre sp\u00e4ter erst emanzipieren sollte, um danach auch immer wieder damit zu experimentieren: \u201eMein Leben war aufregend. Ich habe viele Stilistiken einfach ausprobiert, ungeachtet dessen, was mein Image mir vorgegeben hat&#8230;\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dieser Tage also, nach so langer Zeit, schlie\u00dft sich hier der Kreis. \u201eHier wieder anzukommen, bedeutet f\u00fcr mich auch zu erkennen: es besteht keine Notwendigkeit, sich so aufzupusten. Es gibt nur eine Notwendigkeit: sing mit dem Herzen.\u201c Diesen Rat habe ihr schon der Vater einst mit auf den Weg gegeben. Dass sie ihn noch immer beherzigt und befolgt, h\u00f6rt man auf dem neuen Album <em>Im Namen der Liebe<\/em> , mit dem Marianne Rosenberg im Jahr 2020 ihr 50. B\u00fchnenjubil\u00e4um zelebriert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man k\u00f6nnte viel davon erz\u00e4hlen, was Marianne Rosenberg nun alles war in den letzten f\u00fcnf Jahrzehnten \u2013 die Spanne zwischen Teenie-Star, Jazz-S\u00e4ngerin und\u00a0Ikone der Schwulen\/Lesben-Bewegung gibt da viel her \u2013, k\u00f6nnte Listen anlegen mit Awards, Chartplatzierungen, musikalischen Highlights jenseits der so h\u00e4ufig zitierten Titel \u201eMarleen\u201c, \u201eEr geh\u00f6rt zu mir\u201c &amp; Co., aber das w\u00fcrde sie langweilen. Genauer: Es w\u00e4ren ja doch nur die offensichtlichsten, weil karrierebezogenen \u201eGl\u00fccksmomente\u201c dieses bisherigen Wegs, wie sie es gegen\u00fcber Rosa von Praunheim einst formulierte. Viel wichtiger ist der Blick nach vorne, der weitere gemeinsame Weg an der Seite dieser Kunstfigur \u201eMarianne Rosenberg\u201c, die schlie\u00dflich zu einem nicht unwesentlichen Teil aus dem Bild und den Projektionen anderer Menschen bestehe. \u201eEin Image ist ein Mosaik von lauter kleinen Meldungen\u201c, sagt sie dann und man sp\u00fcrt, wie entspannt sie dieses Verh\u00e4ltnis heute sieht. Sogar die Klassiker aus den Siebzigern pr\u00e4sentiere sie auf der B\u00fchne inzwischen sehr viel lieber als noch vor ein paar Jahrzehnten \u2013 schlie\u00dflich m\u00fcsse man einfach behutsam damit umgehen, \u201edie sind ja fast schon deutsches Kulturgut\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eDass der Sound (des neuen Albums) zeitgem\u00e4\u00df ist, finde ich eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Dass ich aber meine Musik mit den Wurzeln verbinde, ist etwas, das ich mir vorgenommen habe&#8230;\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses entspannte Verh\u00e4ltnis ist letztlich auch einer der Gr\u00fcnde, weshalb die brandneuen Songs aus den Hansa-Studios so wunderbar mit der Musik, die sie fr\u00fcher gemacht hat, verschmelzen, warum in dem ultrazeitgen\u00f6ssischen Sound ihres neuesten Werks auch immer wieder schemenhaft \u201ediese Figur\u201c aufblitzt, \u201edie sich die Menschen unter meiner Person vorstellen: Um dar\u00fcber eine Verbindung herzustellen.\u201c Die \u201eLiebe\u201c n\u00e4mlich, die schon immer das zentrale Thema ihrer Arbeit war und auch dieses Mal titelgebend mitschwingt, ist gar nicht blo\u00df die romantische Liebe: \u201eEs geht eben nicht allein um Liebesbeziehungen, sondern auch um Themen wie das zwischenmenschliche Miteinander. Wir sind alle miteinander vernetzt \u2013 und trotzdem waren wir noch nie so allein wie wir es heutzutage sind\u201c, so Rosenberg. Durchaus ein Statement also, \u201egespeist aus Diskriminierung, Aussagen, die wieder m\u00f6glich sind&#8230;\u00a0trotzdem sind meine Songs nie belehrend.\u201c (Und auch die romantische Liebe hat nat\u00fcrlich ihren Platz \u2013 siehe die erste Single \u201eWann (Mr. 100%)\u201c, zu der sie sagt: \u201eWenn man sich verliebt, ist man nun mal wieder 16.\u201c)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eIch finde es auch richtig, dass Menschen das, was sie lieben im Leben, nicht loslassen. Ich sehe keinen Grund, das sein zu lassen \u2013 es belebt und macht gl\u00fccklich.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201ePerfektionismus interessiert mich nicht mehr\u201c, sagt die Musikerin klipp und klar in Bezug auf ihre Arbeitsweise, in der heute sogar die Demokratie eine Rolle spielt: \u201eIch habe fr\u00fcher gesagt: In der Musik gibt es keine Demokratie. Aber heute ist mir der Austausch mit den Kollegen doch sehr wichtig.\u201c \u00dcberhaupt liebe sie ihre Heimatstadt (allein die Sprache!) zu sehr, um Berlin und ihr kreatives Umfeld einfach so zu verlassen. Warum auch, wo sie doch hier den perfekten N\u00e4hrboden gefunden hat, um weiterhin ihrer Leidenschaft nachzugehen, ihre Tr\u00e4ume als Antrieb zu nutzen: \u201e&#8230; mit diesen Tr\u00e4umen, die in uns leben, k\u00f6nnen wir Dinge erzeugen, von denen wir glauben, sie seien gar nicht mehr da\u201c, sagt sie weiter und bezieht sich damit auf die Resultate der j\u00fcngsten Aufnahme-Sessions, genauer: erreichte Tonlagen, die sie vor wenigen Monaten noch f\u00fcr unerreichbar gehalten habe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr einen Menschen, der so viel erreicht und erlebt hat, wirkt Rosenberg ungemein geerdet: Redet Klartext, wischt auch mal Dinge mit einem Nebensatz weg. Ein Grund daf\u00fcr sei wohl auch die Gro\u00dffamilie gewesen, die sie schon damals davon abgehalten habe, so richtig abzuheben (\u201eHey, komm mal r\u00fcber in die K\u00fcche, du musst auch abwaschen.\u201c). Und wenn sie aus Versehen doch mal etwas lehrerinnenhaft klingt, lacht sie im n\u00e4chsten Moment selbst dar\u00fcber und kommentiert, \u201eFrau Dr. Rosenberg\u201c habe gesprochen&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eMitnichten wird man weise, wenn man \u00e4lter wird \u2013 aber das ist auch nicht n\u00f6tig.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieselbe Stadt, dasselbe Studio, dasselbe Namensschild, das am Mischpult klebt. Aber ist man noch derselbe Mensch, ein halbes Jahrhundert sp\u00e4ter? Oder doch ein anderer? Im Kern, davon ist Marianne Rosenberg \u00fcberzeugt, bleiben wir immer der- oder dieselbe: Die H\u00fclle mag ein wenig altern, auch die Tr\u00e4ume, die W\u00fcnsche, die Sehns\u00fcchte wandeln sich leicht \u2013 aber nie so ganz grunds\u00e4tzlich. Wie in der Quantenmechanik also, wo sich mehrere Zust\u00e4nde \u00fcberlagern k\u00f6nnen. Ein Flimmern und Flackern; Wurzeln, die einfach (noch immer) da sind, ganz urspr\u00fcngliche Gef\u00fchle \u2013 dazu absolut Zeitgen\u00f6ssisches, das einen heute anspricht, fasziniert, weitermachen l\u00e4sst. So klingt <em>Im Namen<\/em> <em>der Liebe<\/em>. So klingt Marianne Rosenberg am \u00dcbergang ins dritte Jahrzehnt des neuen Jahrtausends.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tickets gibt es &#8211; ab 18.03.2020, 09:00 Uhr &#8211; an allen bekannten Vorverkaufsstellen,\u00a0sowie im Internet unter <a href=\"http:\/\/www.eventim.deund\/\">www.eventim.de und <\/a><a href=\"http:\/\/www.semmel.de.\/\">www.semmel.de<\/a>!<\/p>\n<p><em>smago!<\/em> Tipp: Aktivieren Sie <strong><a href=\"https:\/\/www.eventim.de\/artist\/marianne-rosenberg\/\">HIER<\/a><\/strong> den Ticketalarm!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-colormag-featured-post-medium wp-image-142664\" src=\"https:\/\/online.smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/rosenberg_tour2021-600x600.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/rosenberg_tour2021-600x600.jpg 600w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/rosenberg_tour2021-522x522.jpg 522w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/rosenberg_tour2021-800x800.jpg 800w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/rosenberg_tour2021-150x150.jpg 150w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/rosenberg_tour2021-768x768.jpg 768w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/rosenberg_tour2021-272x272.jpg 272w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/rosenberg_tour2021-130x130.jpg 130w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/rosenberg_tour2021-445x445.jpg 445w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/rosenberg_tour2021-190x190.jpg 190w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/rosenberg_tour2021-290x290.jpg 290w, https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/rosenberg_tour2021.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr ihre Tournee 2021 hat sie sich nicht gerade die kleinsten Hallen ausgesucht &#8230;:<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":141529,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29,39],"tags":[524],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/142663"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=142663"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/142663\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":142666,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/142663\/revisions\/142666"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/141529"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=142663"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=142663"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=142663"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}