{"id":126381,"date":"2019-02-08T00:00:48","date_gmt":"2019-02-07T23:00:48","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/?p=126381"},"modified":"2019-02-07T17:30:19","modified_gmt":"2019-02-07T16:30:19","slug":"smago-informiert-streamripper-verletzt-recht-der-oeffentlichen-zugaenglichmachung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/smago-informiert\/smago-informiert-streamripper-verletzt-recht-der-oeffentlichen-zugaenglichmachung\/","title":{"rendered":"smago! INFORMIERT <br>Streamripper verletzt Recht der \u00f6ffentlichen Zug\u00e4nglichmachung!"},"content":{"rendered":"<p>Der Bundesverband Musikindustrie begr\u00fc\u00dft Musicmonster-Urteil des LG M\u00fcnchen!<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) wertet das gestern durch das LG M\u00fcnchen ergangene Urteil gegen MusicMonster.fm als eine weitere wichtige Entscheidung zugunsten der Rechteinhaber. Nach dem erstinstanzlichen Urteil verletzt der Dienst nicht nur die Vervielf\u00e4ltigungsrechte, sondern nimmt auch einen Akt der \u00f6ffentlichen Wiedergabe im Sinne von Art. 3 Abs. 1 der InfoSoc-Richtlinie 2001\/29\/EG vor. Das bedeutet: MusicMonster macht die Inhalte selbst zug\u00e4nglich und haftet als T\u00e4ter. Erstmals hat damit ein Gericht in Deutschland entschieden,\u00a0 dass der Anspruch gegen einen Streamripping-Dienst auch auf \u00a7 19 a des Urheberrechtsgesetzes &#8211; das Recht der \u00f6ffentlichen Zug\u00e4nglichmachung &#8211; gest\u00fctzt werden kann, was eine noch weitergehende Haftung im Sinne der Rechteinhaber bedeutet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dr. Florian Dr\u00fccke, der Vorstandsvorsitzende des BVMI: \u201eEin wegweisendes Urteil! Es setzt sich bei den Gerichten in j\u00fcngerer Zeit erfreulicherweise immer h\u00e4ufiger die Erkenntnis durch, dass die digitalen Lizenzerl\u00f6se der Kreativen und ihrer Partner nur in einem Rechtsraum mit belastbaren Haftungsregelungen gesch\u00fctzt sind. Eine sehr erfreuliche Entwicklung, die f\u00fcr die Zukunft hoffen l\u00e4sst. In einer Zeit, in der Musik gr\u00f6\u00dftenteils \u00fcber Online-Kan\u00e4le verbreitet und konsumiert wird, ist kein Raum f\u00fcr Freeriding-Dienste, die Lizenzzahlungen umgehen und dadurch diejenigen, die diese Inhalte finanziert haben, nicht an den Erl\u00f6sen beteiligen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Oktober 2017 war festgestellt worden, dass \u00fcber MusicMonster.fm, betrieben von der DEMEKOM Entertainment AG, das vollst\u00e4ndige Musikalbum \u201eJennifer Rostock \u2013 Worst of Jennifer Rostock\u201c bezogen werden konnte; alle Songs standen auf einem Server zum Download bereit. Auf eine Abmahnung von Sony Music Entertainment Germany reagierten die Betreiber nicht. Die Kanzlei Rechtsanw\u00e4lte Rasch reichte daraufhin im Januar 2018 Klage beim LG M\u00fcnchen gegen die DEMEKOM Entertainment AG und deren Vorstandsvorsitzenden ein. Die Klage richtete sich auf Unterlassung der Vervielf\u00e4ltigung und der \u00f6ffentlichen Zug\u00e4nglichmachung der Musikaufnahmen des Albums \u201eJennifer Rostock \u2013 Worst of Jennifer Rostock\u201c sowie auf Auskunft, Feststellung einer Schadensersatzverpflichtung sowie Kostenerstattung f\u00fcr die Abmahnung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Entscheidung des LG M\u00fcnchen reiht sich in Urteile der vergangenen Monate ein. Unter anderem hatte am 17. Januar 2019 das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg geurteilt, dass der Streamripping-Dienst ZeeZee Media rechtswidrig Musikaufnahmen vervielf\u00e4ltigt. Es sah sich dabei in seiner Auffassung unter anderem best\u00e4tigt durch ein anderes Musicmonster.fm-Urteil des OLG M\u00fcnchen vom 22. November 2018 (29 U 3619\/17). Siehe dazu auch die Pressemeldungen des BVMI vom <a class=\"external-link-new-window\" title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.musikindustrie.de\/news-detail\/controller\/News\/action\/detail\/news\/weitere-klarheit-im-bereich-streamripping-zugunsten-der-rechteinhaber\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">25. Januar 2019<\/a> sowie vom <a class=\"external-link-new-window\" title=\"Opens external link in new window\" href=\"http:\/\/www.musikindustrie.de\/news-detail\/controller\/News\/action\/detail\/news\/olg-muenchen-schafft-klarheit-in-bezug-auf-die-haftung-von-streamripping-diensten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">23. November 2018<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesverband Musikindustrie begr\u00fc\u00dft Musicmonster-Urteil des LG M\u00fcnchen!<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":126383,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[33],"tags":[60],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/126381"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=126381"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/126381\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126386,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/126381\/revisions\/126386"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/126383"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=126381"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=126381"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=126381"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}