{"id":11855,"date":"2018-01-08T00:00:00","date_gmt":"2018-01-08T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=11855"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"VICKY-LEANDROS-smago-Konzertkrit-11854","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/VICKY-LEANDROS-smago-Konzertkrit-11854\/","title":{"rendered":"VICKY LEANDROS<br \/>smago! Konzertkritik &quot;Veni, vidi, vici &#8230; VICKY&quot;: Umjubeltes Konzert in der Elbphilharmonie Hamburg!"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Das gro\u00dfe Neujahrskonzert&#8220; von Vicky Leandros &#038; Band wird in die Geschichte eingehen!<!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie kam. sie<em> <strong>sang<\/strong><\/em> und &#8211; siegte&#8230;&nbsp; VICKY LEANDROS hat am 6. Januar 2018 in der Elbphilharmonie Hamburg eines der Konzerte ihres Lebens gegeben.<\/p>\n<p>Als im September 2017 bekannt wurde, dass Vicky Leandros am 6. Januar 2018 im Gro&szlig;en Saal der Elbphilharmonie gastieren w&uuml;rde, gab es nicht wenige Stimmen, die besagten: Jetzt ist sie wohl v&ouml;llig &uuml;bergeschnappt! Zumal die Eintrittspreise f&uuml;r &quot;Das gro&szlig;e Neujahrskonzert&quot; gut doppelt so teuer ausfielen wie bei &quot;normalen&quot; Konzerten von Vicky Leandros &amp; Band. (Tats&auml;chlich kosteten Karten der 1. Kategorie &euro; 139,00. Wobei jeder einzelne Cent hiervon absolut berechtigt war!)<\/p>\n<p>Mit diesem exklusiven Auftritt hat Vicky Leandros sich selbst einen Herzenswunsch erf&uuml;llt. &quot;Ich freue mich so sehr auf dieses Konzert in der wundervollen Elbphilharmonie&quot;, hatte Vicky Leandros im Vorfeld verlautbaren lassen und auch keinen Hehl daraus gemacht, dass sie ziemlich aufgeregt sei vor ihrem Auftritt in Hamburgs neuem Wahrzeichen.<\/p>\n<p><span class=\"_4n-j _3cht fsl\"><em>&quot;Das Programm wird die gro&szlig;e Bandbreite des musikalischen Potenzials dieser einzigartigen K&uuml;nstlerin widerspiegeln&quot;, <\/em>hie&szlig; es in der Vorank&uuml;ndigung. <em>&quot;Begleitet wird sie dabei von Ihrer Band &#8211; und neben besinnlichen und festlichen Liedern, dem Anlass entsprechend, werden nat&uuml;rlich auch die Welterfolge von Vicky in der Elbphilharmonie erklingen.&quot;<\/em><\/p>\n<p>Tats&auml;chlich hatte Vicky Leandros f&uuml;r diesen einen Abend ein ganz besonderes Konzertprogramm auf die Beine gestellt. Die 5-k&ouml;pfige Band wird diesmal durch ein Streicherquartett unterst&uuml;tzt.&nbsp; W&auml;hrend der zweite Teil im Wesentlichen &#8211; oder besser gesagt: weitestgehend &#8211; dem Programm ihrer &quot;Das Leben und ich&quot; Tournee entsprach, hatte sie speziell f&uuml;r den ersten Teil einige Schmankerl vorbereitet. So begann sie das Konzert mit einer Liebeserkl&auml;rung an Hamburg;&nbsp; <\/span>&quot;Omorfi Poli&quot; &#8211; &quot;Geliebte Stadt&quot;. Und das A capella vorgetragen!<\/p>\n<p><em>&quot;Was f&uuml;r eine Freude, heute Abend hier in dieser wundervollen Elbphilharmonie zu sein, In Hamburg. In meiner Heimatstadt Hamburg. Hier bin ich ja aufgewachsen &#8211; seit meinem 5. Lebensjahr. Ich bin hier zur Schule gegangen. habe hier meine Freunde, meine Familie und &#8211; hier habe ich auch die ersten Schritte meiner Karriere machen d&uuml;rfen. Das war bei der allerersten &#39;Aktuellen Schaubude&#39;. Und deswegen ist es etwas ganz&nbsp; Besonderes, heute hier zu sein.&quot;<\/em><\/p>\n<p>F&uuml;r gew&ouml;hnlich kommt &#8211; ganz gleich, ob bei ihren Konzerttourneen oder bei ihren Kurzauftritten im Rahmen der Veranstaltungsreihe &quot;Die SchlagerNacht des Jahres&quot; &#8211; stets &quot;Ich bin&quot; an zweiter Stelle. Auch in der Elbphilharmonie k&uuml;ndigt Vicky Leandros &quot;Ein Lied, das immer dabei&quot; ist an. &Uuml;berraschenderweise ist es jedoch &quot;Apr&egrave;s toi&quot;, ihr Siegertitel beim Eurovision Song Contest 1972.<\/p>\n<p>Mit &quot;N&rsquo;y pense plus&#8230; tout est bien&quot; (im Original von Bob Dylan) pr&auml;sentiert Vicky Leandros einen Song von ihrer ersten LP &quot;Songs und Folklore&quot;&nbsp; aus dem Jahre 1966. . <em>&quot;Mit diesem Lied fing eigentlich die Karriere in Frankreich an&quot;,<\/em> erinnert sich Vicky. <em>&quot;Es war besonders sch&ouml;n, die Schule zu schw&auml;nzen.&quot; <\/em><\/p>\n<p>In Frankreich sei es auch zu ihrer ersten Begegnung mit dem belgischen Chansonnier und Schauspieler Jacques Brel gekommen. Vicky wird heute noch rot vor Scham, wenn sie daran zur&uuml;ckdenkt. Brel habe &#8211; bei einer Fernsehsendung &#8211; zu ihr gesagt: &quot;Du bist eine dramatische S&auml;ngerin&quot;. <em>&quot;Ich verstand das damals gar nicht und dachte, das muss etwas ganz Schreckliches sein. Auf dem Absatz habe ich mich umgedreht und bin in meine Garderobe gerannt &#8211; vor Schreck! Ein Jahr darauf haben wir uns wieder gesehen, da kam er, umarmte mich und ich dachte, so schlimm kann es jetzt geht nicht gewesen sein. Das war das erste Erlebnis mit Jacques Brel.&quot;<\/p>\n<p>Zu Ehren des bereits 1978 im Alter von nur 49 Jahren verstorbenen Jacques Brels sang Vicky <\/em>&quot;Ne me quitte pas&quot;, das man hierzulande auch als &quot;Bitte geh&#39; nicht fort&quot; (u. a. von Marlene Dietrich) kennt.<\/p>\n<p>Bereits 1967 hat Vicky Leandros beim &quot;Eurovision Song Contest&quot; teilgenommen &#8211; f&uuml;r Luxemburg. &quot;Da ist so &#39;ne kleine Griechin, die in Deutschland lebt und auch irgendwie Franz&ouml;sisch sprechen kann, die kann uns doch mal repr&auml;sentieren&quot;, habe es seinerzeit gehei&szlig;en.<em> &quot;Ich wurde Vierte. Na ja, ich war nicht so ganz gl&uuml;cklich &uuml;ber diesen 4. Platz. Aber: Wir konnten dieses Lied in sehr vielen Sprachen aufnehmen. Und es gab danach &uuml;ber 500 Coverversionen. Angefangen von Al Martino bis hin zu Frank Sinatra.&quot; <\/em>Kuriosum am Rande. 1968 konnte sich Paul Mauriat mit einer instrumentalen Orchesterversion (!) von &quot;L&#39;amour est bleu&quot; (als &quot;Love Is Blue&quot;) f&uuml;nf Wochen auf Platz 1 der US-Billboard-Charts behaupten<em>. <\/em>Bis heute ist er der einzige Franzose, der es an die Spitze der amerkanischen Charts geschafft hat.<\/p>\n<p>JETZT ist es an der Zeit f&uuml;r &quot;Ich bin&quot;, bevor Vicky &#8211; augenzwinkernd &#8211; ihre ersten deutschsprachigen Titel ansingt, als sie noch <em>&quot;ein junger Backfisch&quot; <\/em>war: <em>&quot;Messer, Gabel, Schere, Licht&quot; <\/em>und &quot;<em>Am Abend muss ich schlafen geh&#39;n<\/em>&quot;. (Wahrscheinlich wei&szlig; Vicky gar nicht, welch gro&szlig;e Freude sie ihren Fans damit macht! &Uuml;berhaupt punktet Vicky durchweg mit ihrem Humor und mit der F&auml;higkeit, sich bisweilen selbst ein bisschen auf den Arm nehmen zu k&ouml;nnen. Freim&uuml;tig berichtet sie n&auml;mlich auch von den Pleiten, Pech und Pannen ihrer nunmehr 51-j&auml;hrigen B&uuml;hnenkarriere. Dem Weltstar gelingt es, ein Gef&uuml;hl von Vertrautheit mit ihrem Publikum herzustellen, so dass man bisweilen meint, man w&uuml;rde bei Vicky in der K&uuml;che sitzen und d&uuml;rfte ganz privat mit ihr sprechen).<\/p>\n<p>Nach einem kurzen Abstecher ins Japanische (&quot;Machi kutabireta nichiyobi&quot;) schenkt Vicky ihren Fans mit &quot;Wie die wilden Schw&auml;ne zieh&#39;n&quot;, &quot;A Taste Of Honey&quot; und &quot;Noch einmal&quot; (im Original &quot;Without Her&quot; von&nbsp;Herb Alpert &amp; The Tijuana Brass) drei weitere ganz besondere (weil top-exklusive) Konzertmomente.<\/p>\n<p>Auch den Simon &amp; Garfunkel-Klassiker &quot;Scarborough Fair&quot; bew&auml;ltigt Vicky spielend. Und mit &quot;Wie sich M&uuml;hlen dreh&#39;n im Wind&quot; (&quot;The Windmills of Your Mind&quot;) folgt sogleich ein weiterer H&ouml;hepunkt, f&uuml;r den es seinerzeit sogar den &quot;Deutschen Dichterpreis&quot; gab Michael Kunze hatte 1970 den deutschen Text geschrieben. (Der gro&szlig;e Michele Legrand lebt im &Uuml;brigen auch noch. Im Februar feiert er seinen 86. Geburtstag.)<\/p>\n<p>Mit &quot;Le temps des fleurs&quot; pr&auml;sentiert Vicky die franz&ouml;sische Version von &quot;Those Were The Days&quot;, bevor sie sich einen Kaffee genehmigt. (Ein Ritual, das mittlerweile Kult ist bei ihren Live-Konzerten!)<\/p>\n<p>&quot;M&ouml;ge der Himmel&quot; wissen, warum sich einem das seinerzeit von Xavier Naidoo produzierte Album bis heute nicht so recht erschlie&szlig;en mag &#8230; Vicky Leandros steht nach wie vor dazu (&quot;Xavier hat sehr erwachsene Texte f&uuml;r mich geschrieben&quot;).<\/p>\n<p>Bevor Vicky&#39;s grandios guter Bandleader Bo Heart das Publikum mit dem Versprechen &quot;Wir treffen uns in 20 Minuten wieder hier&quot; in die Pause schickt, singt Vicky Leandros noch ein griechisches Medley, das u. a. die Titel &quot;To fengari ine kokkino&quot; und &quot;Milisse mou&quot; enth&auml;lt. Und: Vicky &uuml;berrascht mit der griechischen Version des Milva-Hits &quot;Zusammenleben&quot; von Mikis Theodorakis in der griechischen Originalversion.<\/p>\n<p>\n&#8211;<\/p>\n<p>Mit &quot;Ich fange ohne dich neu an&quot; kehrt Vicky Leandros &#8211; in neuem Outfit &#8211; aus der Pause zur&uuml;ck. Und wieder erinnert sie sich an einen peinlichen Moment in ihrer langj&auml;hrigen langen B&uuml;hnenkarriere &#8211; diesmal in der Royal Albert Hall.<\/p>\n<p>Bereits 1978 hat Vicky mit &quot;Valentin&quot; entgegen des Anratens ihrer Plattenfirma (&quot;Dar&uuml;ber sollte man schweigen!&quot;) einen Song aufgenommen. der sich mit dem Thema Homosexualit&auml;t besch&auml;ftigt (<em>&quot;eine so charmante und liebevolle Geschichte&quot;<\/em>, so Vicky in der Elbphilharmonie). Und genau diesen brachte Vicky Leandros jetzt zu Geh&ouml;r.<\/p>\n<p>Mit &quot;Aus der Ferne&quot; trug sie die deutsche Version des Bette Midler-Klassikers &quot;From A Distance&quot; vor. Mit &quot;Free Again&quot; lie&szlig; sie dasjenige Lied folgen,<em> &quot;das ich besonders gerne auf der B&uuml;hne singe&quot;.<\/em><\/p>\n<p>Humor und Schlagfertigkeit bewies Vicky Leandros bei der Entgegennahme ihrer zahlreichen Fan-Geschenke. Bereits in der ersten Programmh&auml;lfte hatte sie neben diversen Blumenstr&auml;u&szlig;en auch ein kleines P&auml;ckchen mit den Worten <em>&quot;Ist da Alkohol drin &#8230;? &#8211; Nein &#8230;? &#8211; Schade!&quot; <\/em>entgegengenommen. Im zweiten Teil kam Vicky dann aber voll auf ihre Kosten. <em>&quot;Das sind Pralinen, aber mit Alkohol. Gut so!&quot;. <\/em>(Diesen Humor muss man erst einmal haben &#8230;)<\/p>\n<p>Nach der Musikervorstellung ging dieser ganz besondere Abend mit &quot;Er hat mir geschrieben&quot; (&quot;The Letter&quot;), &quot;Ich will alles&quot; (von Vicky &amp; Band A capella dargebracht) und dem &quot;Tango d&#39;amor&quot; weiter.<\/p>\n<p>Und bei &quot;Ich liebe das Leben&quot; gab es dann kein Halten mehr! Die ganze Elbphilharmonie stand Kopf und feierte Vicky und eines der sch&ouml;nsten Lieder der deutschen Musikgeschichte!<\/p>\n<p>Der n&auml;chste Song sei &quot;<em>eigentlich gar nicht vorgesehen&quot;<\/em> gewesen. Vicky sang ihn trotzdem: &quot;Die Bouzoki klang durch die Sommernacht&quot; (griechisch \/ deutsch).<\/p>\n<p>Als Vicky ein Lied ank&uuml;ndigte, &quot;, das ich seit dem letzten Jahr besonders gerne singe&quot;, schallte ihr aus zweitausendeinhundert Kehlen &quot;Theo !!!&quot; entgegen, was Vicky nur kurz in Verlegenheit brachte. Denn nat&uuml;rlich hatte sie nicht &quot;Theo&quot;, sondern Leonard Cohen&#39;s &quot;Hallelujah&quot; gemeint. (&quot;Theo&quot; h&auml;tte nun doch diesen ganz besonderen festlichen Rahmen gesprengt. Wobei nicht viel gefehlt h&auml;tte und Vicky h&auml;tte tats&auml;chlich noch &quot;Theo&quot; angestimmt &#8230;).<\/p>\n<p>Aber auch mit &quot;Auf WIederseh&#39;n, Ihr Freunde mein&quot; lie&szlig; sie ein restlos begeistertes Publikum zur&uuml;ck, das diesen einmaligen Konzertabend unter Garantie nie vergessen wird. (Hierbei kommt es noch einmal zu einem ganz besonderen emotionalen Moment &#8211; n&auml;mlich, als Vicky vor R&uuml;hrung nicht mehr weitersingen kann.)<\/p>\n<p>Getreu dem Motto &quot;Der Mensch w&auml;chst mit seinen Aufgaben&quot; ist Vicky Leandros an diesem Abend schier &uuml;ber sich selbst hinausgewachsen. M&ouml;glicherweise hat sie am 6. Januar 2018 in der Elbphilharmonie Hamburg sogar das Konzert ihres Lebens gegeben.<\/p>\n<p>Danke, Vicky !!!<\/p>\n<p>\n<em>Foto-Credit: Christian M&uuml;ller (<strong><a href=\"http:\/\/www.vickyleandros.eu\/\">www.vickyleandros.eu<\/a><\/strong>)<\/em><\/p>\n<p>Andy Tichler, Chefredakteur www.smago.de<\/p>\n<p>http:\/\/www.vickyleandros.eu\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Das gro\u00dfe Neujahrskonzert&#8220; von Vicky Leandros &#038; Band wird in die Geschichte eingehen! 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