{"id":117745,"date":"2013-04-02T00:00:00","date_gmt":"2013-04-02T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=117745"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"SARAH-BRIGHTMAN-Interview-mit-117744","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/SARAH-BRIGHTMAN-Interview-mit-117744\/","title":{"rendered":"SARAH BRIGHTMAN <br \/> Interview mit Sarah Brightman zum neuen Album &#8222;Dreamchaser&#8220;!"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Dreamchaser&#8220; erscheint am 05.04.2013 bei Koch Universal!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><font class=\"copytext\"><strong>&quot;Dreamchaser&quot; scheint das pers&ouml;nlichste Album Ihrer Karriere zu sein. Warum haben Sie es &quot;Traumj&auml;ger&quot; genannt?<\/strong><\/p>\n<p>Ich war unendlich gl&uuml;cklich, dieses Album zu machen. Es spiegelt, wie alle anderen Alben zuvor, aktuelle Themen meines Lebens wider. Vor f&uuml;nf oder sechs Jahren nahm ich &quot;Symphony&quot; auf &ndash; das war sehr d&uuml;ster, weil ich da selbst gerade durch eine dunkle Zeit ging. Diesmal hatte ich schon drei Viertel des Albums aufgenommen, bis ich entschied, es &quot;Dreamchaser&quot; zu nennen. Traumj&auml;ger! Seit ich ein kleines Kind war und in den 60er Jahren die Mondlandung im Fernsehen beobachtet habe, jagte ich dem Traum nach, einmal selbst ins All zu fliegen.<\/p>\n<p><strong>Wie sehr wurde Ihr Album durch Ihr Vorhaben beeinflusst?<\/strong><\/p>\n<p>Es wurde beeinflusst durch meine Neugier f&uuml;r alles, was mit dem All zu tun hat. Die Idee, das Universum in Verbindung zu bringen mit Kunst und Musik, existiert ja schon sehr lange. Es gibt so viele Gedichte &uuml;ber den Mond und den Mars, Musik &uuml;ber die Planeten.<br \/>\nEs war mir eine gro&szlig;e Freude, mit diesem Album den Menschen alle Aspekte des Universums n&auml;her zu bringen. Wenn sie in die Sterne blicken, beeinflusst das ihre Emotionen. F&uuml;r die einen ist es romantisch, andere f&uuml;hlen sich besch&uuml;tzt&hellip;<\/p>\n<p><strong>Gibt es Songs, die Ihnen besonders am Herzen liegen?<\/strong><\/p>\n<p>Ich liebe &quot; One Day Like This &quot; und &quot;Glosoli&quot;. Glosoli kreiert eine wundervolle Landschaft und gegen Ende des Songs wird eine enorme Energie freigesetzt. Geradezu ballistisch! Als ich die isl&auml;ndische Band um Erlaubnis bat, den Song in Englisch zu singen, fragten sie mich, warum ich nicht einen mehr solo orientierten Song machen wolle. Aber dieses gro&szlig;e Bild, das sie geschaffen hatten mit dem Song, interessierte mich. Da wird jede Form von Emotion freigesetzt und ich f&uuml;hle mich Island sehr nah, denn davon erz&auml;hlt ja der Song. Island ist f&uuml;r mich ein Land, das dem Universum am n&auml;chsten ist. Dieser klare Himmel l&ouml;st unglaubliche Gef&uuml;hle in mir aus, und deshalb war mir Glosoli wichtig. In &quot;One Day Like This&quot;, einem eher ungew&ouml;hnlichen Song f&uuml;r eine S&auml;ngerin wie mich, sp&uuml;rte ich gleich die Botschaft. Ein sehr erhebender Titel dar&uuml;ber, dass kleine Erlebnisse dein ganzes Leben begleiten, und ich sp&uuml;re, dass sich heutzutage jeder gierig sehnt nach neuen Erfahrungen. Uns fehlen die kleinen Erlebnisse, die uns mehr geben k&ouml;nnen. Wir aber streben immer nach Gr&ouml;&szlig;erem. Dieser Song ist unglaublich positiv und er hat wie alle anderen Songs einen Bezug zu meinen eigenen Gef&uuml;hlen und meiner gro&szlig;en Reise, die ich vorhabe&hellip;<\/p>\n<p><strong>Der erste Song auf Ihrem Album hei&szlig;t &quot;Angel&quot;. Glauben Sie an Engel?<\/strong><\/p>\n<p>Ich glaube, dass wir umgeben sind von wundervollen M&auml;chten, die uns jederzeit besch&uuml;tzen. In vielerlei Hinsicht bestimmen wir unser Schicksal selbst und das macht aus uns die Pers&ouml;nlichkeit, die wir sind. Es gibt gute wie b&ouml;se M&auml;chte &#8211; wir allein entscheiden, welche uns begegnen.<\/p>\n<p><strong>Sind Sie dankbar f&uuml;r Ihre au&szlig;ergew&ouml;hnliche Stimme?<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin sehr dankbar f&uuml;r dieses Geschenk! Es war manchmal schwierig, damit umzugehen. Wenn man gesegnet ist mit einer solchen Stimme, die bei anderen Emotionen weckt, dann ist das f&uuml;r ein Kind gar nicht so leicht, den Erwartungen immer gerecht zu werden, diesen magischen Standard weiter zu perfektionieren.<\/p>\n<p><strong>In zwei Jahren werden Sie zur Internationalen Raumstation ISS fliegen, als Teil einer dreik&ouml;pfigen Crew, an Bord einer Sojus-Rakete. Das muss unglaublich aufregend sein &hellip;<\/strong><\/p>\n<p>Es ist aufregend, aber ich halte mich in meiner Begeisterung ein wenig zur&uuml;ck, weil noch so viel geschehen kann bis dahin. Es ist dennoch eine Befreiung, denn unterbewusst beeinflussten mich die 60er Jahre mit der Mondlandung enorm. Und als ich erstmalig ernsthaft daran dachte, eine solche Reise anzutreten, sp&uuml;rte ich, dass ich diesen Wunsch schon immer in mir trug.<\/p>\n<p><strong>Im Juli 2012 haben Sie in Moskau die medizinische Beurteilung durchlaufen. Wie haben Sie diese erlebt?<\/strong><\/p>\n<p>Das war vor allem eine psychische Herausforderung! Du wirst in Situationen versetzt, in denen du klaustrophobisch wirst und dir ist ununterbrochen &uuml;bel. Das muss man erst einmal verarbeiten, von einem Planeten zu springen. Du musst es wirklich wollen! Und zulassen, dass dann die Welt auf dich schauen wird. Ein enorm gro&szlig;er Druck lastet auf einem, von allen Seiten. Es war wundervoll und gleichzeitig herausfordernd, aber ich habe es gut &uuml;berstanden. Und offensichtlich war ich eine der Topteilnehmer, das hat mich beruhigt.<\/p>\n<p><strong>Was war Ihre h&auml;rteste Erfahrung bei dem Eignungstest in Moskaus Star City?<\/strong><\/p>\n<p>Dieser rotierende Sessel, der testet, wie lange man die &Uuml;belkeit aufgrund der Bewegung ertragen kann. Es ist zun&auml;chst eine sanfte Bewegung, dann wird man von rechts nach links ger&uuml;ttelt, Runde f&uuml;r Runde. Du musst deine Augen schlie&szlig;en und dich dabei bewegen. Nach einer Minute ist dir unglaublich schlecht. Es ist schlimmer als der gr&ouml;&szlig;te Alptraum aus deiner Kindheit, als dir im Auto &uuml;bel wurde. Nur viel viel schrecklicher. So geht es weiter, und es wird immer h&auml;rter, damit sie sehen, wie viel du ertragen kannst. Ich bin sehr gl&uuml;cklich, dass ich Topwerte erzielen konnte, denn als Kind litt ich sehr unter &Uuml;belkeit. Schlie&szlig;lich waren die Autos in den 60er Jahren sehr klapprig und ich habe gelernt, mich auf bestimmte Dinge zu konzentrieren, um mich von der &Uuml;belkeit abzulenken. Als ich dann in diesem Stuhl sa&szlig;, kamen die Erinnerungen wieder hoch &#8211; ich konnte gut mit der Situation umgehen. Und physisch war das alles gar kein Problem. Als ehemalige Ballettt&auml;nzerin konnte ich Schritthalten&hellip;<\/p>\n<p><strong>Sie waren erst neun Jahre alt, als Neil Armstrong auf dem Mond landete. Haben Sie heute noch die Faszination von damals?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist seitdem nichts ann&auml;hernd so Erstaunliches, &Uuml;berw&auml;ltigendes geschehen. Das war wirklich au&szlig;ergew&ouml;hnlich, nach einer Zeit, die f&uuml;r viele Menschen nicht gerade leicht gewesen ist. Und pl&ouml;tzlich fliegt einer zum Mond. Viele Wissenschaftler und Piloten haben stillschweigend an diesem Projekt gearbeitet und unfassbares geleistet. Mich hat das &uuml;berw&auml;ltigt, dass jemand auf einen anderen Planeten marschierte. Ich f&uuml;hle mich sehr privilegiert, diese &Auml;ra miterlebt zu haben, denn 1960 wurde ich geboren.<\/p>\n<p><strong>W&uuml;rden Sie sagen, dass Sie Ihre Karriere diesem Ereignis, der Mondlandung 1969, verdanken?<\/strong><\/p>\n<p>Dieser Moment war die gr&ouml;&szlig;te Erleuchtung meines Lebens. Er half mir, mich auszurichten, zu konzentrieren und die meisten Dinge zu schaffen. Die Tatsache, dass Wissenschaftlern, Ingenieuren und Astronauten so etwas gelungen war, lie&szlig; mich sp&uuml;ren, dass auch ich alles schaffen kann. Dieses Ereignis er&ouml;ffnete meinem Gehirn ganz neue M&ouml;glichkeiten. Ich begann sehr hart zu arbeiten, blieb fokussiert und bin heute unglaublich dankbar f&uuml;r diese Zeit, weil sie meine Karriere erst erm&ouml;glicht hat. Ich glaube, ohne dieses Erlebnis w&auml;re ich nicht so Energie geladen wie ich bin.<\/p>\n<p><strong>Wie sehr inspiriert Sie der Blick hinauf in die Sterne?<\/strong><\/p>\n<p>Ich werde ganz ruhig, weil das Universum best&auml;ndig da ist. Die Sterne zwinkern uns zu und zeigen, dass es immer ein viel gr&ouml;&szlig;eres Bild gibt, wie klein deine Probleme auch sein m&ouml;gen. Ich schaue hoch, wenn ich mich verwundbar f&uuml;hle und bekomme eine gro&szlig;e Sicherheit.<\/p>\n<p><strong>&quot;I lost my heart to a Staship Trooper&quot; hie&szlig; 1979 Ihr gro&szlig;er Hit. War dies der Startschuss f&uuml;r die Realisierung Ihrer Tr&auml;ume?<\/strong><\/p>\n<p>Es war auf jeden Fall der Beginn meiner Popkarriere. Ich war noch ein Teenager und hatte die gro&szlig;e Chance, bei einer deutschen Plattenfirma zu unterschreiben. Dies f&uuml;hrte mich oft nach M&uuml;nchen, wo ich in Shows wie dem &quot;Musikladen&quot; auftrat. Der Titel wurde weltweit zum Kultsong und zu meinem ersten Hit&hellip;vom Weltall inspiriert.<\/p>\n<p><strong>Sie waren die Inspiration f&uuml;r Andrew Lloyd Webbers Musical &quot;Phantom der Oper&quot;, das gerade sein 25. Jubil&auml;um feierte. Wie f&uuml;hlt es sich an, ein Teil des erfolgreichsten Musicals der Welt zu sein?<\/strong><\/p>\n<p>Ein sch&ouml;nes Gef&uuml;hl, weil ja jeder sagte, dass ich den Komponisten inspiriert habe. Ich war damals sehr jung. Es hat mich immer sehr gefreut, die n&auml;chsten Generationen nachwachsen zu sehen, die meinen Part sangen und jeder etwas anderes hinein interpretierte. Unglaublich. Ich habe diese Rolle initiiert und noch viele Jahre sp&auml;ter gibt es Stars und Zuschauer, die mit so viel Freude dabei sind. Ein wirklich gutes Gef&uuml;hl, weil wir K&uuml;nstler da sind, um Menschen zu unterhalten. Eigentlich mochte ich Musicals nicht sehr, aber ich liebte die meines Ex-Mannes Andrew Lloyd Webber. Er machte es anders, seine Themen interessierten mich wirklich. Nach unserer Zusammenarbeit wollte ich aber keine weiteren Musicals mehr machen.<\/p>\n<p><strong>2012 wurden Sie zur UNESCO Friedensbotschafterin ernannt. Sie wollen junge M&auml;dchen ermutigen, mit ihrer Bildung zu &uuml;berzeugen, besonders im &quot;Stem Field&quot; (Wissenschaft, Technology, Ingenieur, Mathematik). Warum ist Ihnen das so wichtig?<\/strong><\/p>\n<p>Dank meiner langen Reise durch die Weiten des Universums fand ich heraus, dass nur 20% Frauen im StemField arbeiten &ndash; in Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik. Es sollten viel mehr sein, wir k&ouml;nnen das! Diese Branche war immer sehr von M&auml;nnern dominiert und es ist erstaunlich zu sehen, was manche jungen M&auml;dchen geschafft haben, ohne viel Geld im Hintergrund. Aber sie fanden durch das Internet einen Weg zum Lernen, sie gingen auf Universit&auml;ten. Sie brauchten aber eine finanzielle Unterst&uuml;tzung, die sie weiterkommen lie&szlig;, um ihre Ausbildung zu beenden, zu perfektionieren. Deshalb haben wir einen Fond gegr&uuml;ndet. Diese unglaublichen M&auml;dchen haben so viel Talent &ndash; das muss gef&ouml;rdert werden. Oh mein Gott &ndash; meine Intelligenz ber&uuml;hrt noch nicht einmal ihren kleinen Zeh. Und sie sind noch Teenager&hellip;<\/p>\n<p><strong>Wie k&ouml;nnen Sie junge Menschen ermutigen, an die Erf&uuml;llung ihrer Tr&auml;ume zu glauben?<\/strong><\/p>\n<p>Wenn ihr wirklich eine Leidenschaft f&uuml;r etwas habt, einen tiefen Glauben, dann wird euch das auf eine vielschichtige und interessante Reise mitnehmen. Euer Geist wird sich erweitern, ihr werdet an Orte gef&uuml;hrt, die ihr euch niemals ertr&auml;umt h&auml;ttet. Es ist ein Befreiungsschlag und ihr werdet vollkommenes Gl&uuml;ck erfahren. Ich hatte immer viele Tr&auml;ume in meinem Leben, einige haben sich erf&uuml;llt, andere nicht. Aber jedes Mal, wenn sich einer erf&uuml;llte, habe ich viel dazu gelernt, vor allem &uuml;ber mich selbst.<\/font><\/p>\n<p>Susan B\u00e4thje f\u00fcr Koch Universal (Textvorlage)<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Dreamchaser&#8220; erscheint am 05.04.2013 bei Koch Universal!\u00a0 &quot;Dreamchaser&quot; scheint das pers&ouml;nlichste Album Ihrer Karriere zu sein. 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