{"id":117268,"date":"2013-04-10T00:00:00","date_gmt":"2013-04-10T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=117268"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"smago-INFORMIERT-Digitaler-Mus-117267","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/smago-informiert\/smago-INFORMIERT-Digitaler-Mus-117267\/","title":{"rendered":"smago! INFORMIERT <br \/> Digitaler Musikmarkt w\u00e4chst in Deutschland um fast 20 Prozent!"},"content":{"rendered":"<p>Der physische Markt stellt mit einem Umsatzanteil von knapp 80 Prozent nach wie vor den Grundpfeiler der deutschen Musikindustrie dar&#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit einem Anstieg um 19,3 Prozent legte der digitale Musikmarkt in Deutschland im Jahr 2012 erneut deutlich zweistellig zu. Wie der Bundesverband Musikindustrie e. V. (BVMI) heute im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz in Berlin bekannt gab, geht mittlerweile ein F&uuml;nftel der durch Musikverk&auml;ufe generierten Ums&auml;tze auf das Konto von Downloads oder dem Streaming von Musik. Der Gesamtmarkt verzeichnete nach der 2011 begonnenen Stabilisierung einen leichten D&auml;mpfer: Insgesamt gingen die Ums&auml;tze aus Musikverk&auml;ufen um 3,2 Prozent zur&uuml;ck auf 1,44 Milliarden Euro. Grund hierf&uuml;r war neben einem erneuten R&uuml;ckgang im physischen Gesch&auml;ft (-7,7 Prozent) ein &uuml;berraschend schwaches viertes Quartal.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Prof. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des BVMI: &bdquo;Auch wenn es in diesem Jahr f&uuml;r eine schwarze Null nicht gereicht hat und die Zuw&auml;chse in den neuen digitalen Gesch&auml;ftsfeldern die Verluste im physischen Tontr&auml;germarkt nicht ganz auffangen konnten, teilen wir den neuen Optimismus, der seit einigen Wochen vor allem von unseren internationalen Kollegen verbreitet wird. Das digitale Angebot ist erwachsen geworden, auch in Deutschland. Dabei steht uns weiterhin ein starker physischer Markt zur Seite, sodass der digitale Wandel im deutschen Musikgesch&auml;ft &ndash; trotz Delle &ndash; derzeit ohne weitere Erosion des Gesamtmarktes gemeistert werden kann.&ldquo;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nDer physische Markt stellt mit einem Umsatzanteil von knapp 80 Prozent nach wie vor den Grundpfeiler der deutschen Musikindustrie dar. Allein mit CDs wurde 2012 rund eine Milliarde Euro erwirtschaftet. Trotz eines R&uuml;ckgangs um 7,2 Prozent nimmt die Silberscheibe mit einem Anteil von 71 Prozent an den Gesamtums&auml;tzen unangefochten den ersten Platz unter den Tr&auml;germedien f&uuml;r Musik ein. Die starke haptische Verankerung der deutschen Musikfans verdeutlicht auch das anhaltende Revival des Vinyls, das auch 2012 wieder zulegen konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p><strong>Jeder f&uuml;nfte Euro wird digital erwirtschaftet<\/strong><\/p>\n<p>\nDie Einnahmen aus dem digitalen Gesch&auml;ft (294 Millionen Euro) erreichten mit einem Anteil von 20,5 Prozent im letzten Jahr einen bisherigen Spitzenwert. Dabei kommt den Downloads eine zentrale Rolle zu: Rund 8,4 Millionen Menschen haben in 2012 Downloads gekauft, der Downloadumsatz kletterte um 24,4 Prozent auf etwa eine viertel Milliarde Euro. Mehr als die H&auml;lfte dieser Ums&auml;tze (55 Prozent) gehen auf das Konto von Musikalben, die auch im digitalen Zeitalter die zentrale W&auml;hrung im Musikgesch&auml;ft bleiben. Insgesamt 112 Millionen Alben wurden 2012 verkauft, davon jedes sechste (17,5 Millionen) digital.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">R&uuml;ckenwind hatten auch die abobasierten Streaming-Dienste, deren Zahl auf mittlerweile 19 Services angestiegen ist. Der Umsatz kletterte erneut um knapp 40 Prozent auf 36 Millionen Euro. Dazu Dr. Florian Dr&uuml;cke, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des BVMI: &bdquo;Auch wenn das Musikstreaming in der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung bereits sehr pr&auml;sent ist, werden die Angebote mit den konkreten Erfahrungen der Nutzer erst nach und nach in der Breite ankommen. Die neuen Dienste ver&auml;ndern die Wertsch&ouml;pfungskette einer Musikaufnahme grundlegend, sie leiten nicht nur in der Musiknutzung, sondern auch f&uuml;r die Firmen und die K&uuml;nstler eine neue &Auml;ra ein.&ldquo; Das Streaming gilt derzeit vor allem als ein Zusatzgesch&auml;ft, aktuell macht es einen Umsatzanteil von 12,1 Prozent der Digitaleinnahmen bzw. 2,5 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Es sei aber zu kurz gedacht, das Streaming f&uuml;r sich alleine zu betrachten: &bdquo;Die neuen legalen Angebote erweitern das Musikspektrum der Fans und erleichtern es ihnen, neue Musik zu finden &ndash; das kann sich wiederum auf die traditionellen Musikverk&auml;ufe positiv auswirken.&ldquo;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nDr&uuml;cke weiter: &bdquo;Viele Kunden befinden sich momentan in einer Orientierungsphase, in der es auch darum geht, den pers&ouml;nlichen Stil bei der Musiknutzung zu finden. Nachdem die Angebote auf dem Tisch liegen, befinden wir uns in der Schl&uuml;sselzeit des digitalen Wandels. Viel ist davon abh&auml;ngig, wie sich die Kunden jetzt entscheiden.&ldquo; Dabei m&uuml;sse allen klar sein, dass ein gutes Angebot noch keinen fairen Markt ausmache. Zwar habe der erfolgreiche Aufbau des legalen Angebots ma&szlig;geblich zur aktuellen Markterholung beigetragen. Flankierend habe aber auch die konsequente Durchsetzung von Rechten in Deutschland dem legalen Markt den R&uuml;cken gest&auml;rkt, indem die illegale Nutzung von Musik einged&auml;mmt werden konnte. Diese stelle noch immer die gr&ouml;&szlig;te Wachstumsbremse f&uuml;r die weitere Entwicklung des legalen Musikmarkts dar und damit auch die zentrale Herausforderung f&uuml;r alle, die am legalen Vertrieb kreativer Inhalte partizipieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nMit Blick auf den beginnenden Wahlkampf appellierte Prof. Dieter Gorny an die Politik, die Vorzeichen einer nachhaltigen Digitalen &Ouml;konomie aktiver zu gestalten. W&auml;hrend sich die Musikwirtschaft den Herausforderungen der digitalen Revolution gestellt und unter widrigen Umst&auml;nden zahlreiche H&uuml;rden gemeistert habe, fehle es nach wie vor an den Rahmenbedingungen, die einen fairen Wettbewerb im Internet erm&ouml;glichen. &bdquo;F&uuml;r die Zukunft ist es dringend erforderlich, die grunds&auml;tzlichen Spielregeln und Wertsch&ouml;pfungsketten in einer neuen Digitalen &Ouml;konomie zu definieren. Das geht nur, wenn alle Akteure an einem Strang ziehen und sich gemeinsam f&uuml;r ein legales und faires Umfeld einbringen: die Kultur- und Kreativbranchen, die Internetwirtschaft, Werbeindustrie, Anbieter von Bezahlsystemen und nat&uuml;rlich die Politik. Was wir brauchen, ist eine Art &bdquo;Digital New Deal&ldquo;, der von der Politik gesteuert wird. Einseitige Signale wie der aktuelle Entwurf zur Abmahndeckelung sind hier deutlich kontraproduktiv.&ldquo;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nNeben der Abmahndeckelung besteht auch im Bereich der kollektiven Rechtewahrnehmung akuter Handlungsbedarf. So mussten die Einnahmen aus Leistungsschutzrechten (GVL) aufgrund der Zahlungsverweigerung der gesetzlich verpflichteten Ger&auml;teindustrie nachtr&auml;glich f&uuml;r das Jahr 2011 um fast 30 Prozent nach unten korrigiert werden. Dazu Gorny: &bdquo;Der Gesetzgeber hat den anhaltenden Konflikt zwischen den Verwertungsgesellschaften und der Ger&auml;teindustrie bislang nicht gel&ouml;st. So wird es nun im Fall einer weiteren Unt&auml;tigkeit der Legislative &ndash; einmal mehr &ndash; an den Gerichten liegen, den Rechteinhabern ihre Verg&uuml;tungen zuzuerkennen, sofern Verhandlungsl&ouml;sungen scheitern.&ldquo;<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\n<strong><a href=\"http:\/\/www.musikindustrie.de\/fileadmin\/piclib\/presse\/Dokumente_zum_Download\/JPK_Factsheet_FINAL.pdf\">Die wichtigsten Fakten und Trends&#8230;:<\/a><\/strong><\/p>\n<p>\nhttp:\/\/www.musikindustrie.de\/fileadmin\/piclib\/presse\/Dokumente_zum_Download\/JPK_Factsheet_FINAL.pdf<\/p>\n<p>www.musikindustrie.de<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der physische Markt stellt mit einem Umsatzanteil von knapp 80 Prozent nach wie vor den Grundpfeiler der deutschen Musikindustrie dar&#8230;:\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":117269,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[33],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117268"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=117268"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117268\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/117269"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=117268"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=117268"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=117268"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}