{"id":117262,"date":"2013-04-14T00:00:00","date_gmt":"2013-04-14T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=117262"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"PETER-PLATE-Interview-mit-Pete-117261","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/pop\/PETER-PLATE-Interview-mit-Pete-117261\/","title":{"rendered":"PETER PLATE <br \/> Interview mit Peter Plate zu seinem Solo-Deb\u00fctalbum &#8222;Sch\u00fcchtern ist mein Gl\u00fcck&#8220;!"},"content":{"rendered":"<p>(Das Projekt &#8222;Rosenstolz&#8220; liegt derzeit ja leider auf Eis&#8230;!) Das Gespr\u00e4ch fand in der &#8222;\u00b4Du\u00b4-Form&#8220; statt&#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Du hast nun Dein erstes Solo-Album &bdquo;Sch&uuml;chtern ist mein Gl&uuml;ck&ldquo; ver&ouml;ffentlicht. Was ist das f&uuml;r ein Gef&uuml;hl, sowohl im Bauch, im Kopf wie im Herzen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor allem die Reise zu diesem Soloalbum, das war das, was am meisten Spa&szlig; gemacht hat. Das Liederschreiben, das Wiederentdecken der Freude an der Musik, auch das Einsingen, das Geschichtenerz&auml;hlen. Insofern freu ich mich jetzt sehr und bin ganz aufgeregt. Mal gucken, was kommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Obgleich Du nat&uuml;rlich schon bei Rosenstolz zum Mikro gegriffen hast, bist Du nun alleiniger Frontmann und Hauptprotagonist &ndash; zum ersten Mal in &uuml;ber 20 Jahren. Wie kam es letztendlich zu dieser Entscheidung, auch k&uuml;nstlerisch komplett auf nur den eigenen zwei Beinen stehen zu wollen? Brodelte dieser Wunsch schon l&auml;nger in Dir?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, ich hatte schon immer den Wunsch, mal ein Soloalbum zu machen. Es war nur all die Jahre einfach nie die Zeit dazu da. Und jetzt hat es gepasst, und dann haben wir die Zeit genutzt. Ulf, Daniel und ich &#8211; wir haben &uuml;berwiegend im Studio zu dritt gearbeitet. Und jetzt die ersten Auftritte, die ich schon machen durfte, die haben mir wahnsinnig viel Freude bereitet. Besonders beim &bdquo;Echo&ldquo;, das war ganz klasse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&bdquo;Sch&uuml;chtern ist mein Gl&uuml;ck&ldquo;, so hei&szlig;t Dein Solo-Deb&uuml;talbum. Ist Songschreiben Gl&uuml;cksache?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, Songschreiben ist nat&uuml;rlich das Sch&ouml;nste auf der Welt f&uuml;r mich, wenn&rsquo;s gut l&auml;uft. Wenn man keine Idee hat, ist es nat&uuml;rlich ein Alptraum. Aber auch da ist es im Endeffekt wie in fast jedem Beruf. Man muss dranbleiben. Zu sagen, ich warte mal, bis mich die Muse k&uuml;sst, so funktioniert das nicht. Man muss sich schon diszipliniert hinter ein Klavier oder Gitarre oder Keyboard setzen und einfach arbeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Du hast mal in einem Interview gesagt, dass &bdquo;das Schreiben bei dir am besten klappt, wenn Du Dich auch einigerma&szlig;en f&uuml;hlst&ldquo;. Im Umkehrschluss muss dies ja bedeuten, dass es Dir in letzter Zeit ausgesprochen gut ging, sonst w&auml;re vermutlich nicht so ein tolles Album entstanden!?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, mir geht&rsquo;s auf jeden Fall sehr gut, und &hellip; Es ist einfach interessant zu sehen &#8211; ich schreibe jetzt Lieder seitdem ich 13,14 Jahre alt bin, und eigentlich hab ich nie aufgeh&ouml;rt. Und es war schon immer wie so ne Art Tagebuch f&uuml;r mich und nach wie vor ist es einfach dieser Moment, wenn dann ne Melodie oder ein Text entsteht, das ist einfach aufregend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Auf &bdquo;Sch&uuml;chtern ist mein Gl&uuml;ck&ldquo; scheinst Du sowohl deine alte Liebe zu verarbeiten, ganz ohne Groll, wie auch Deine neue Liebe zu zelebrieren. Inwiefern hat sich dies auf das Songwriting ausgewirkt? Und ist es dieses &bdquo;neue Gl&uuml;ck&ldquo;, welches Deinerseits &bdquo;sch&uuml;chtern&ldquo; ist? Der Albumtitel l&auml;sst nat&uuml;rlich vielf&auml;ltige Interpretationsans&auml;tze zu.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die meisten Texte haben ja Ulf und ich zusammen geschrieben. Ulf und ich waren einfach ewig lange ein Paar, fast zwanzig Jahre. Als wir dann anfingen die Texte zu schreiben, wussten wir gar nicht, wohin die Reise f&uuml;hrt und dass wir eigentlich unsere Beziehung aufarbeiten oder verarbeiten. Das ist uns erst mitten im Prozess klargeworden oder eigentlich so richtig erst als wir fertig waren. Nat&uuml;rlich haben wir uns gl&uuml;cklicherweise auch beide neu verliebt und das hat auch seinen Einfluss gefunden auf das Texten. Bei uns war&rsquo;s aber schon immer so, dass unsere Texte wie ne Art Tagebuch sind und insofern hat das einfach nie aufgeh&ouml;rt, sondern hat sich einfach weiter fortgesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die erste Single &bdquo;Wir beide sind Musik&ldquo;, welches von einem tollen Videoclip begleitet wird, erz&auml;hlt von was genau? Und wieso hast Du ausgerechnet dieses St&uuml;ck als Vorboten zum Album ausgew&auml;hlt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bdquo;Wir beide sind Musik&ldquo; entstand ja auf Mallorca, und wir waren drei Autoren f&uuml;r das Lied. Wir haben gesagt, okay, wir treffen uns auf Mallorca und jeder bringt ne Idee mit. Und ich kam also an und sagte, ich m&ouml;chte gern ein Lied &uuml;ber Musik schreiben. Das hat die anderen beiden jetzt nicht vom Hocker gehauen und sie haben gemeint, es g&auml;be schon so viele. Mein Ansatz war aber, so einen Song zu schreiben&#8230; was mir so daran gef&auml;llt ist, dass, wenn zwei Menschen miteinander harmonieren, das ist auch wie Musik. Dass man denselben Groove hat, dass man denselben Beat hat. Dass man einfach im Einklang zusammen ist. Als ich das so erz&auml;hlt habe waren die beiden begeistert &#8211; und so entstand dann &bdquo;Wir beide sind Musik&ldquo;. Es wurde die erste Single, weil wir dachten, dass das Album vielleicht am besten repr&auml;sentiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&bdquo;Elektrisch&ldquo; scheint eine Hommage an die 80er zu sein, klingt es doch so verspielt-naiv und dabei v&ouml;llig ekstatisch nach vorne brechend. Dieser Song hat sicherlich gro&szlig;e Chancen zu einem neuen Fan-Favoriten zu werden. Wie siehst Du diese Nummer rein subjektiv?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bdquo;Elektrisch&ldquo; ist auf jeden Fall eins der Lieblingslieder f&uuml;r mich von dem Album, weil es so ein&#8230; ja, es macht einfach gute Laune. Und Hommage an die Achtziger &#8211; das stimmt auf jeden Fall, ist es auch. Es ist alles drin was ich in meiner Jugend halt cool fand&#8230; Visage und dann so ne durchgeknallte franz&ouml;sische Stimme. Es ist immer schwierig einen Gute-Laune-Song zu schreiben. Insofern ist man dann manchmal sehr gl&uuml;cklich, wenn man so einen hat. Wir haben &bdquo;Elektrisch&ldquo; k&uuml;rzlich schon live gespielt. Und das funktioniert auch mit dem Publikum zusammen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In &bdquo;Ich steh noch&ldquo; besch&auml;ftigst Du Dich mit dem Alterungsprozess, proklamierst aber im selben Atemzug &bdquo;Ich fang erst an&ldquo;. Das wirft zwei Fragen auf: Wie gehst Du mit deinem eigenen &Auml;lterwerden um? Und mit was willst Du nun jetzt erst anfangen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei &bdquo;Ich steh noch&ldquo; wollte ich einen Text schreiben, der sich im Endeffekt eigentlich positiv mit dem &Auml;lterwerden auseinandersetzt. Das kennt ja jeder, je &auml;lter er wird. Das f&auml;ngt schon in jungen Jahren an, dass man merkt, mit 18 hat man das Gef&uuml;hl, dass ein Jahr viel l&auml;nger dauert als wenn man drei&szlig;ig ist. Also das rast, und je &auml;lter man wird, desto schneller geht das. Wo man denkt, ach schon wieder Weihnachten, ist ja f&uuml;rchterlich. Gleichzeitig ist es aber auch so, ich war auch ein Mensch, der wahnsinnig Angst davor hatte, 40 zu werden und so. Wenn man das aber erst mal geworden ist, stellt man fest, das Leben wird teilweise sogar besser. Man kennt sich selbst besser, man hat vieles schon erlebt und kann sagen, das macht mir Spa&szlig;, das macht mir keinen Spa&szlig;. Und so ist es momentan f&uuml;r mich ein tolles Alter, in dem ich bin. Ich find&rsquo;s gut. Und wenn ich singe &bdquo;Ich fang jetzt erst an&ldquo; mein ich auch, dass es nie zu sp&auml;t ist, sich neu zu verlieben oder mal nachzudenken, was k&ouml;nnte man anders im Beruf machen, das Leben nochmal auf den Kopf zu stellen. Man sollte eigentlich immer jung genug bleiben, das zumindest zu tun.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Im Song &bdquo;Gefallen in Love&ldquo; erz&auml;hlst Du von einer Liebesgeschichte, die in London spielt. Hast Du das wirklich so erlebt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bdquo;Gefallen in Love&ldquo; ist schon ein Liebeslied, aber ein lustiges, und die Ursprungsidee war, dass die Engl&auml;nder und die Amerikaner in der englischen Sprache sagen &bdquo;I&rsquo;m falling in love&ldquo;, das haben wir auf Deutsch nicht. Das ist, finde ich, ein so sch&ouml;ner Ausdruck. So kam dann dieser Refrain, &bdquo;Gefallen in Love&ldquo;, und das Wortspiel halt zwischen Deutsch und Englisch&#8230; und dann fragte ich mich, ja okay, aber wie verpackt man das jetzt in ein richtiges Lied? Dann dachte ich, schreibe ich doch jetzt einfach &uuml;ber meine Zeit in London und wie es mir ging als ich mich da sozusagen verliebt habe. Also insofern ist es ein lustiges, ehrliches Lied.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Ballade &bdquo;Blauer Sonntag&ldquo; besticht durch anr&uuml;hrende Schlichtheit und geht unter die Haut. Wie sieht ein &bdquo;blauer Sonntag&ldquo; bei Dir aus?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein &bdquo;blauer Sonntag&ldquo;&#8230; f&uuml;r mich geht&rsquo;s darum, das kennt wohl jeder, es ist Sonntag und man sitzt zu Hause und f&uuml;hlt sich eigentlich total wohl, weil man eben mal keinen durchstrukturierten Tag hat, sondern l&auml;sst sich so ein bisschen treiben und freut sich eigentlich drauf. Auf einmal kommen irgendwelche bl&ouml;den Gedanken &uuml;ber irgendeine Sache, eine Liebesgeschichte vielleicht, die man doch noch nicht so richtig verarbeitet hat &#8211; und dann tut&rsquo;s auf einmal weh und der ganze Tag ist versaut. Darum geht&rsquo;s f&uuml;r mich im &bdquo;Blauen Sonntag&ldquo;. Um Zeit f&uuml;r Mu&szlig;e, das kann aber auch bedeuten, dass komische Gedanken kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wonach trauerst Du in &bdquo;Sch&ouml;ner war&rsquo;s mit dir&ldquo; nach? Ist es eine vergangene Liebe &ndash; oder ein Lebensabschnitt, den Du hinter Dir gelassen hast?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bdquo;Sch&ouml;ner war&rsquo;s mit dir&ldquo; ist f&uuml;r mich pers&ouml;nlich kein Liebeslied, wobei ich es immer sch&ouml;n finde, wenn der H&ouml;rer oder die H&ouml;rerin dann sp&auml;ter sagt, ach, f&uuml;r mich ist das aber ein Liebeslied. Bei mir ging&rsquo;s tats&auml;chlich darum, dass so um die Jahre als ich in den Drei&szlig;igern war, wo ich sehr viel Party gemacht habe, das Leben sehr schnell lief. Das Lied ist ein R&uuml;ckblick darauf, mit einem Augenzwinkern. Ich hab ja dann irgendwann f&uuml;r mich erkannt, dass es so auch nicht mehr weitergeht. Dass ich einen Gang runterfahre will, aber das ich jetzt mindestens genau so viel Spa&szlig; habe, teilweise sogar mehr. Ich wollte kein trauriges Lied dar&uuml;ber schreiben, sondern ein melancholisches. Ein positives R&uuml;ckblicken sozusagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die im leichtf&uuml;&szlig;igen Motown-Drive gehaltene Nummer &bdquo;Sturm&ldquo; spielt mit Bildern, wie &bdquo;Ich steh auf&rsquo; m Kopf, verkehrt herum, doch richtig rum &ndash; was ist richtig rum?&ldquo; In welcher Phase Deines Lebens ist denn dieser Song entstanden?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bdquo;Sturm&ldquo; ist der erste Song gewesen, den ich f&uuml;r dieses Album geschrieben habe. Er ist schon 2009 entstanden, kurz nach meinem Crash. Zu der Zeit ging&rsquo;s mir nicht wirklich gut. Und sozusagen ist dann &bdquo;Sturm&ldquo; so ein Wunschdenken gewesen, ich hab das einfach geschrieben, diesen Text, und mir war klar, so geht&lsquo;s nicht weiter. Deswegen hatte ich dieses Bild &bdquo;ich steh auf dem Kopf verkehrt herum&ldquo;, und ich singe den Text ja auch, vielleicht werd ich mich nie wieder umdrehen, vielleicht bleibt das jetzt ja alles so. Und vielleicht w&auml;chst daraus aber eine ganz neue Kraft und eine neue Qualit&auml;t. Und dann blieb dieses Lied erst mal liegen. Als wir dann gemerkt haben, wir machen hier gerade ein Peter-Soloalbum, da habe ich gesagt, ich m&ouml;chte dieses Lied unbedingt auf der Platte haben. Dann haben wir es also noch mal neu aufgez&auml;umt; und als ich&rsquo;s dann singen durfte, vier Jahre danach, war das sch&ouml;n, denn vieles von dem ist einfach wahr geworden. Ja, es ist auch eines meiner Lieblingslieder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Du wirkst generell so leichtf&uuml;&szlig;ig und erholt wie lange nicht. Deine Burnout-Erkrankung ist nun auch schon seit mehreren Jahren &uuml;berwunden. Wie versucht Du heutzutage mit Druck und Erwartungshaltungen umzugehen? Und was tust Du f&uuml;r dich selber, um Dich abzulenken, zu entspannen oder einfach mal die Seele baumeln zu lassen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist eigentlich lustig, als ich ein junger Mann war, h&auml;tt ich ja nie gedacht, dass das alles passieren wird in meinem Leben, was passiert ist. Und insofern f&uuml;hl ich eine riesen Dankbarkeit f&uuml;r alles, was ich erleben durfte die ganzen Jahre. Und ich wusste auch, wenn ich jetzt mein Soloalbum mache, werden viele Leute jetzt auch ganz anders darauf schauen, weil ich ja ein Mann von Rosenstolz war oder bin. So ist es, glaube ich, wichtig, dass ich mich jetzt selber nicht so unter Druck setze, sondern ich genie&szlig;e das gerade. F&uuml;r mich ist da mein kleines Abenteuer, so definier ich das auch f&uuml;r mich im Kopf. Ich war ja sehr aufgeregt, wie wird das sein wieder nach drau&szlig;en zu gehen&#8230; und bin selber ganz erstaunt, wie viel Spa&szlig; mir das doch macht. Und so genie&szlig;e ich das alles. Gl&uuml;cklicherweise hab ich keinen kommerziellen Druck. Es ist als kleines Projekt angelegt, und wir gucken einfach was passiert. Abstand finde ich schon zu Hause, in meinem Privatleben. Inzwischen gelingt mir das ganz gut. Ich kann mein Handy f&uuml;r drei Tage am St&uuml;ck ausschalten ohne dass ich durchdrehe. Wenn ich mit meinem Hund spiele ist auch alles andere sehr schnell vergessen. Im Moment geht es mir richtig gut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bei der diesj&auml;hrigen &bdquo;Echo&ldquo;-Verleihung in Berlin hast Du auch die erste Live-Feuertaufe f&uuml;r dich &uuml;berstanden, als Du &bdquo;Wir beide sind Musik&ldquo; in einem speziellen Medley mit gesch&auml;tzten Kollegen und Kolleginnen wie Silly und Lena performt hast. Was war das f&uuml;r ein Gef&uuml;hl f&uuml;r Dich, zum ersten Mal vor einem gro&szlig;en TV-Publikum als Solo-K&uuml;nstler auf der B&uuml;hne zu stehen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der &bdquo;Echo&ldquo; war ein Reisenabenteuer. Einerseits dieses Medley mit Lena und Silly spielen zu d&uuml;rfen, das war klasse, aber es war ja auch eine Feuerprobe sozusagen f&uuml;r meine Band, die zwar noch nicht alle, aber teilweise, dabei waren. Dann hatten wir unsere Rollergirls aus dem Video mit auf der B&uuml;hne. Wir haben das einfach locker angehen lassen. Und ich bin mit den Rollergirls &uuml;ber den Roten Teppich gewandert. Jeder, der mich so ein bisschen verfolgt, wei&szlig;, dass Roter Teppich nicht so ganz mein Ding ist. Aber mit den Rollergirls war das sehr lustig, und dann die entsetzten Blicke dieser aufgetakelten Damen teilweise zu sehen, wie man es wagen kann mit Jeans &uuml;bern Roten Teppich zu gehen, das hat mir so viel Spa&szlig; gemacht, dass ich mir gleich eine neue Jeans bestellt hab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Um das Thema Rosenstolz kommen wir nat&uuml;rlich nicht herum, da quasi all Euren gemeinsamen Fans die Frage unter den N&auml;geln brennt, ob man jemals wieder von Euch zusammen etwas h&ouml;ren wird. Ihr habt Eure Soloprojekte offiziell ja als &bdquo;unbestimmte Pause&ldquo; deklariert.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, Anna und ich haben uns f&uuml;r das Wort Pause entschieden, das ist, glaub ich, momentan der ehrlichste Ausdruck unseres Zustands. Und Pause ist ja auch ein sehr musikalisches Wort, sie kann kurz sein, sie kann l&auml;nger dauern, wir wissen es nicht. F&uuml;r uns beide ist klar, dass es ein Weitermachen nur dann geben kann, wenn es bei uns wieder kribbelt. Wenn wir das Gef&uuml;hl haben, wir haben richtig Lust darauf. Rosenstolz hat dann gut funktioniert, wenn wir Spa&szlig; hatten. Und das sollte eigentlich der einzige Grund sein, warum wir weitermachen. Wir werden also sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Du arbeitest weiterhin mit demselben Team zusammen. Ist Dir diese Form von Kontinuit&auml;t pers&ouml;nlich wichtig?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja absolut. Ich bin ein absoluter Familienmensch. Ich bin sehr treu. Und Daniel, Ulf und Roberto, wir sind einfach ja sehr famili&auml;r miteinander. Wir sind Freunde, die das Gl&uuml;ck haben miteinander arbeiten zu d&uuml;rfen, ja und so was macht Spa&szlig;. Ich bin weniger ein Mensch, der sagt, ich mach jetzt ein Soloalbum und such mir deswegen wildfremde Menschen und so, n&ouml; warum, wenn&lsquo;s doch Spa&szlig; macht mit denen, die ich mag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gew&auml;hre uns doch zum Abschluss noch einen Ausblick auf Dein restliches Jahr 2013? Was hast Du noch vor? Denkst Du eventuell schon an eine zweite Single?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja&#8230; 2013 ist, ich liebe ja die Zahl 13, und bis jetzt f&uuml;hlt sich das wunderbar an, und sch&ouml;n ist, dass ich dieses Jahr wirklich noch nicht wei&szlig;, was in zwei Monaten passiert oder so&#8230; Ich lass das alles auf mich zukommen. Ich h&auml;tte gro&szlig;e Lust, ein paar kleine Konzerte zu geben. Wir m&uuml;ssen mal sehen, ob das so hinhaut und passt. Au&szlig;erdem hab ich gro&szlig;e Lust, Filmmusik zu machen, und nat&uuml;rlich auch f&uuml;r andere K&uuml;nstler zu schreiben. Also, es ist eher zu viel Arbeit, was ja sch&ouml;n ist, wenn man die sich dann aussuchen darf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eine weitere wichtige Frage: Planst du gegebenenfalls sogar schon eine Live-Umsetzung Deines Solo-Albums in Form einer Tour?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses permanente aus dem Koffer leben, das m&ouml;chte ich jetzt nicht mehr. Aber ich h&auml;tte schon Lust, kleine vereinzelte Konzerte zu spielen, keine Riesentour, erst mal sechs Konzerte und gucken, aber wie gesagt, das muss sich jetzt auch irgendwie f&uuml;gen. Wir werden sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Finale Frage: Was denkst Du, macht Dich pers&ouml;nlich am gl&uuml;cklichsten?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich glaube, das ist immer verschieden, darauf gibt es keine, nicht die Antwort. Gestern Abend hatte ich Besuch, und erst dachte ich, nee, das schaff ich nicht, das wird mir zu viel. Und dann war das so ein netter Abend. Als wir dann ins Bett gegangen sind war ich total gl&uuml;cklich. Ja und mal sehen, wie&rsquo;s mir heute Abend geht. Gl&uuml;ck ist ein kurzer Moment. Das schwierige daran ist, darum hei&szlig;t es ja auch &bdquo;Sch&uuml;chtern ist mein Gl&uuml;ck&ldquo;, diesen Moment auch zu erkennen. Und dann durchzuatmen und zu sagen &bdquo;Wow&ldquo;.<\/p>\n<p>Thomas Thyssen f\u00fcr Universal (Textvorlage)<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Das Projekt &#8222;Rosenstolz&#8220; liegt derzeit ja leider auf Eis&#8230;!) 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