{"id":116836,"date":"2013-04-23T19:24:00","date_gmt":"2013-04-23T19:24:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=116836"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"smago-INFORMIERT-Studie-zur-Di-116835","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/smago-informiert\/smago-INFORMIERT-Studie-zur-Di-116835\/","title":{"rendered":"smago! INFORMIERT <br \/> Studie zur Digitalen Content-Nutzung 2013:"},"content":{"rendered":"<p>Mediennutzung im Internet ist f\u00fcr die meisten Deutschen eine Frage der Fairness!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Urheberrechtskonformes Verhalten ist f&uuml;r die meisten Deutschen eine Frage der Fairness und Voraussetzung f&uuml;r den Werterhalt in Gemeinschaft und &Ouml;konomie: Rund 60 Prozent der Deutschen finden es unfair, Angebote im Internet zu nutzen, bei denen K&uuml;nstler und ihre Partner nicht an den Einnahmen beteiligt werden. Nahezu jeder Zweite bef&uuml;rchtet Sch&auml;den f&uuml;r die Volkswirtschaft und das gesellschaftliche Wertesystem durch Verletzungen des Urheberrechts. Dazu passend fordern 72 Prozent die allgemein g&uuml;ltigen Umgangsregeln, die in der physischen Welt gelten, auch f&uuml;r das Internet ein; nur eine Minderheit von 15 Prozent ist der Meinung, dass urheberrechtlich gesch&uuml;tzte Werke im Internet generell umsonst zug&auml;nglich sein sollten. Dies sind zentrale Ergebnisse der Studie zur Digitalen Content-Nutzung 2013 (DCN-Studie), die heute vom Bundesverband Musikindustrie e. V. (BVMI), dem B&ouml;rsenverein des Deutschen Buchhandels e. V. und der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e. V. (GVU) in Berlin vorgestellt wurde.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund der 2012 intensiv gef&uuml;hrten &ouml;ffentlichen Diskussionen um das Urheberrecht fokussiert die auf Grundlage einer repr&auml;sentativen Befragung erstellte Studie in ihrer dritten Auflage ausschlie&szlig;lich auf die Einstellungen und Kenntnisse der Bev&ouml;lkerung zu diesem Themenkomplex. Dabei zeigt sich eine deutliche Kluft zwischen dem Interesse der Deutschen auf der einen und den Antworten der politischen Parteien auf der anderen Seite: Obwohl sich rund die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung f&uuml;r die Debatte um das Urheberrecht interessiert, kennt die gro&szlig;e Mehrheit der Deutschen (69 Prozent) die konkreten Standpunkte der Parteien zu diesem Thema nicht.<\/p>\n<p><b>Mediennutzung im Internet: Fairness geht vor!<\/b><\/p>\n<p>\nZwei Drittel der Bev&ouml;lkerung bewertet es als unfair, wenn einige Menschen illegale Angebote nutzen, w&auml;hrend diejenigen, die sich legal verhalten, daf&uuml;r zahlen m&uuml;ssen. 61 Prozent bef&uuml;rchten, dass Verluste durch Urheberrechtsverletzungen in die legalen Medien-Angebote eingepreist werden und diese verteuern. Dementsprechend finden auch bisher g&auml;ngige Rechtfertigungsstrategien f&uuml;r Urheberrechtsverletzungen kaum mehr Zuspruch. So vertritt nur sechs Prozent der Bev&ouml;lkerung die Auffassung, illegales Filesharing sei nicht so schlimm, weil es so viele machten.<\/p>\n<p>\n<strong>Alexander Skipis, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des B&ouml;rsenvereins des Deutschen Buchhandels: <\/strong>&ldquo;Die Menschen haben ein feines Gesp&uuml;r f&uuml;r faule Ausreden und akzeptieren Urheberrechtsverletzungen nicht. Sie wissen, dass diese zu Lasten der Allgemeinheit gehen. Die Politik sollte daf&uuml;r sorgen, dass der Ehrliche nicht l&auml;nger der Dumme ist und endlich wirksame Instrumente der Rechtsdurchsetzung auf den Weg bringen.&ldquo;<\/p>\n<p><b>Wachsende Zufriedenheit mit dem legalen Angebot<\/b><\/p>\n<p>\nDie &uuml;berwiegende Mehrheit der Bev&ouml;lkerung ist mit dem existierenden legalen Online-Angebot zufrieden. Mit 80 Prozent bleibt die Quote zufriedener Nutzer von Online-Musikangeboten auf einem konstant hohen Niveau, bei den E-Books (76 Prozent) sowie Spielfilmen und Fernsehserien (71 Prozent) konnten sogar Steigerungen der Zufriedenheit im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet werden. Als Vorteil kostenpflichtiger Angebote benannten 69 Prozent der Bev&ouml;lkerung die Unterst&uuml;tzung der Urheber und K&uuml;nstler. Rechtskonformes Verhalten ist ein wesentlicher Grund f&uuml;r 76 Prozent, solche Internetplattformen zu nutzen.<\/p>\n<p>Dr. Florian Dr&uuml;cke, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des BVMI: &bdquo;Ob Buch, Film oder Musik: Die Rechteinhaber haben sich innovativen Vertriebswegen ge&ouml;ffnet und ihre Inhalte &ndash; trotz der bekannten Risiken durch illegale Nutzungen &ndash; in unterschiedlichen digitalen Kontexten lizenziert. Wir werden uns weiterhin den digitalen Herausforderungen stellen und die Angebote im Schulterschluss mit den Services entlang der sich stetig &auml;ndernden Nutzungsgewohnheiten optimieren. Allein: Ein gutes Angebot macht noch keinen fairen Markt. Nach wie vor fehlt es an Rahmenbedingungen, die einen funktionierenden Wettbewerb im Internet erm&ouml;glichen und die Investitionen aller, die G&uuml;ter im Internet legal vertreiben, sch&uuml;tzen. Ein Blick auf Entwicklungen wie den 3D-Drucker zeigt im &Uuml;brigen, dass wir hier schon lange nicht mehr &uuml;ber ein paar Musikfiles sprechen, sondern zunehmend auch andere Industriezweige betroffen sein werden.&ldquo;<\/p>\n<p><b>Wachsendes Bewusstsein f&uuml;r m&ouml;gliche Urheberrechtsverletzungen<\/b><\/p>\n<p>\n84 Prozent der Menschen wissen, dass illegales Filesharing rechtliche Schritte nach sich ziehen kann. Sogar 96 Prozent der Deutschen ist bekannt, dass das Downloaden urheberrechtlich gesch&uuml;tzter Inhalte aus Peer-to-Peer-Netzen verboten ist. Und nur zwei Prozent der Einwohner ab 10 Jahren halten das Anbieten von Musik, E-Books, Filmen und TV-Serien &uuml;ber solche Netze f&uuml;r erlaubt. Auch &uuml;ber die Illegalit&auml;t des Zug&auml;nglichmachens von urheberrechtlich gesch&uuml;tzten Inhalten &uuml;ber die meisten anderen Online-Plattformen ist das allgemeine Bewusstsein sehr hoch und liegt zwischen 96 Prozent (Blogs\/Foren) und 98 Prozent (BitTorrent und Verzeichnisdienste). Eine Einschr&auml;nkung gilt f&uuml;r soziale Netzwerke: Bei Facebook &amp; Co. w&auml;hnt sich fast jeder Zehnte (9 Prozent) auf der rechtlich sicheren Seite, wenn er dort fremde Kreativinhalte &ouml;ffentlich zug&auml;nglich macht. Besonders hoch ist dieser Anteil bei den Teenagern: Unter diesen h&auml;lt nahezu jeder Sechste das Einstellen von urheberrechtlich gesch&uuml;tzten Medieninhalten in soziale Netzwerke f&uuml;r erlaubt.<\/p>\n<p>Trotz dieses insgesamt hohen Kenntnisgrads f&auml;llt es nur etwas &uuml;ber einem Drittel der Bev&ouml;lkerung leicht, zwischen legalen und illegalen Online-Angeboten zu unterscheiden.<\/p>\n<p>Dazu GVU-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Dr. Matthias Leonardy: &bdquo;Das abstrakte Wissen &uuml;ber &sbquo;legal oder illegal?&lsquo; ist sehr ausgepr&auml;gt; in der konkreten Nutzungssituation im Internet werden viele dann aber verunsichert. Das liegt oft daran, dass illegale Anbieter sich professionalisiert haben. Dies gilt nicht zuletzt f&uuml;r die Gestaltung ihres Angebots, etwa durch die Vermietung von Werbepl&auml;tzen. Leider lassen viele Unternehmen dort auch werben &ndash; sogar namhafte. Das tr&auml;gt zur Verwirrung der Nutzer bei, denn dies erweckt bei vielen irrt&uuml;mlich den Eindruck die besuchte Seite sei legal. Hier besteht akuter Handlungsbedarf. Das Naheliegendste und Effektivste ist ein allgemeines Verbot der Werbung auf illegalen Seiten, das von der Werbewirtschaft aktiv mitgetragen wird. Damit w&uuml;rde zum einen die Verwirrung der Nutzer eingeschr&auml;nkt. Zum anderen w&uuml;rden dadurch die illegalen Profite der digitalen Hehler erheblich reduziert, ihre illegalen Angebote ausged&uuml;nnt und es w&uuml;rde mehr Raum f&uuml;r legale Angebote geschaffen.&ldquo;<\/p>\n<p><b>Weitreichende Zustimmung zu Sanktionen und Warnhinweisen<\/b><\/p>\n<p>\nMehr als 60 Prozent der Bev&ouml;lkerung hat Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Bem&uuml;hungen der Kreativwirtschaft um einen verbesserten Rechtsschutz im Internet. Wie in den Jahren zuvor werden dabei Warnhinweise als zielf&uuml;hrendes Instrument wahrgenommen, um Urheberrechtsverletzungen einzud&auml;mmen. Mit 70 Prozent bef&uuml;rworten mehr als zwei Drittel der Bev&ouml;lkerung eine solche Mitteilung vom Provider bei illegalen Downloads. 58 Prozent halten solche Warnhinweise auch f&uuml;r wirksam &ndash; mit steigender Tendenz: Gingen 2011 noch 29 Prozent der Bev&ouml;lkerung davon aus, dass Internetnutzer das urheberrechtsverletzende Downloaden oder Zug&auml;nglichmachen bereits nach den ersten Warnhinweis einstellen w&uuml;rden, waren es 2012 schon 35 Prozent. Auch die Akzeptanz f&uuml;r Sanktionen bei Urheberrechtsverletzungen ist generell stark gestiegen. So bef&uuml;rworten 57 Prozent der Befragten eine Geldbu&szlig;e f&uuml;r Downloader (53 Prozent im Vorjahr) und sogar 88 Prozent f&uuml;r Anbieter &ndash; eine Steigerung um 11 Prozentpunkte gegen&uuml;ber dem Vorjahr.<\/p>\n<p><b>&Uuml;ber die Studie zur Digitalen Content-Nutzung<\/b><\/p>\n<p>\nDie von der GfK durchgef&uuml;hrte DCN-Studie wurde gemeinsam vom Bundesverband Musikindustrie (BVMI), dem B&ouml;rsenverein des Deutschen Buchhandels und der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) beauftragt. Ziele der Untersuchung waren die Ermittlung des Rechtsbewusstseins sowie der Konsumenteneinstellungen zum digitalen Medienangebot, Urheberrechtsverletzungen und Sanktionen. Befragt wurden innerhalb des GfK Media*Scope 10.000 Personen, die repr&auml;sentativ f&uuml;r 67,8 Mio. Deutsche ab zehn Jahren sind.<\/p>\n<p>www.musikindustrie.de<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mediennutzung im Internet ist f\u00fcr die meisten Deutschen eine Frage der Fairness!\u00a0 Urheberrechtskonformes Verhalten ist f&uuml;r die meisten Deutschen eine<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":116837,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[33],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116836"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=116836"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116836\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/116837"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=116836"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=116836"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=116836"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}