{"id":116737,"date":"2013-04-26T00:00:00","date_gmt":"2013-04-26T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=116737"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"UDO-JUERGENS-Interview-mit-Udo-116736","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/schlager\/UDO-JUERGENS-Interview-mit-Udo-116736\/","title":{"rendered":"UDO J\u00dcRGENS <br \/> Interview mit Udo J\u00fcrgens &#8211; Teil 3: &#8222;Das Bauen eines (Konzert-)Programmes ist ein ganz, ganz schwieriger Punkt&#8220;!"},"content":{"rendered":"<p>Udo J\u00fcrgens \u00fcber H\u00f6hepunkt- und Zwischenh\u00f6hepunkt-Lieder&#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">UDO J&Uuml;RGENS pr&auml;sentierte sich bei einer Pressekonferenz am 23. April 2013 anl&auml;sslich der Vorstellung seiner Doppel-CD &quot;Best Of Live &#8211; Die Tourneeh&ouml;hepunkte Vol. 1&quot; in M&uuml;nchen in Bestform.<\/p>\n<p>\nEin Journalist wollte beispielsweise wissen, ob das aktuelle Live-Doppelalbum, das Material aus den Jahren 1987 &#8211; 2009 beinhaltet, denn von seinen Fans zusammengestellt worden sei&#8230;: <em>&quot;<strong>Indirekt <\/strong>ist das richtig. Denn wir ein Album zusammenstellen, dann stellen wir es nat&uuml;rlich auch nach den W&uuml;nschen der Fans zusammen, die uns erreichen in Form von Anrufen und Briefen erreichen. Das sind ja <strong>Berge von Post<\/strong>, die wir erhalten. Das wird nat&uuml;rlich ausgewertet. Wenn ich lese, dass &ldquo;Ich wei&szlig;, was ich will&rdquo; steht jedem zweiten Brief drin, dann w&auml;re ich ja bl&ouml;d, wenn ich das nicht auf ein Album drauf tue. Die popul&auml;rsten und in Konzerts&auml;len erfolgreichsten St&uuml;cke, die versuchen wir nat&uuml;rlich auszuw&auml;hlen und dann auch auf Platten zu ver&ouml;ffentlichen. Automatisch treffen wir immer auch auf die Lieder, die &ndash; wenn Sie eine Publikumsbefragung machen w&uuml;rden &ndash; dieselben w&auml;ren.<\/em><\/p>\n<p>\nAuch wurde die Frage gestellt, welche positiven wie negativen Dinge er im Zusammenhang mit seinen Tourneen erinnere&#8230;: <em>&quot;Ich erinnere mich im Zusammenhang mit H&ouml;hepunkten im Konzert nur an positive Dinge. Selbst irgendwas vorher schiefgegangen ist und man das dann gerettet hat, weil man einen besonders guten Einfall hatte, ist das ein positives Erlebnis. Und im Konzertsaal habe ich nur negative Erinnerungen, wenn ich selbst versagt habe. Und das ist mir in meinem Leben zweimal passiert. In beiden F&auml;llen bin ich mit hohem Fieber auf der B&uuml;hne gestanden. Beim letzten Mal musste ich ein Konzert mittendrin abbrechen, weil ich keinen Ton mehr rausgebracht habe. Jeder kennt das, dass es eine Form der Erk&auml;ltung gibt, wo man keinen Ton mehr rausbringt. Das habe ich als pers&ouml;nliche Niederlage empfunden. Das war ganz schrecklich. Aber sonst ist ein H&ouml;hepunkt in einem Konzert immer ein Ereignis, das man eigentlich nie im Leben vergisst.&quot;<\/em><\/p>\n<p>\nEine weitere Frage war, ob er immer gleich von Anfang an wisse, ob ein Song auch auf der B&uuml;hne funktioniere und wie er &uuml;berhaupt seine Tournee-Programm zusammenstelle&#8230;: <em>&quot;Was f&uuml;r die B&uuml;hne geeignet ist, stellt sich eigentlich nicht am ersten Tag der Produktion eines Liedes heraus. Im Anfang ist es ein Song, den man gerne machen m&ouml;chte. Und dann stellen wir fest: Mensch, das k&ouml;nnte aber was f&uuml;r die B&uuml;hne sein. Aber auch auf der B&uuml;hne brauche ich Lieder, die nicht sofort zum H&ouml;hepunkt werden. Die H&ouml;hepunkt-Lieder m&uuml;ssen einen gewissen Punkt im Konzert erreichen &ndash; entweder vor der Pause oder am Ende des Konzertes &ndash; oder ein Zwischenh&ouml;hepunkt. Aber es muss dann auch Lieder geben, die sehr nachdenklich sind und die die Leute zum Nachdenken zwingen bewegen und ihnen vielleicht sogar ein paar Tr&auml;nchen ins Auge dr&uuml;cken, das muss es auch geben. Da gibt es keinen Riesenjubel hinterher, aber es gibt dann Jubel, wenn hinter diesem Lied genau das Gegenteil kommt. Also ein Lied, das die Leute v&ouml;llig anders abholt, wie das Lied davor. Das ist Dramaturgie. Die ist &auml;hnlich wie einem Theaterst&uuml;ck oder wie bei einem Film. Das muss im Drehbuch schon ber&uuml;cksichtigt werden, wo kommen die H&ouml;hepunkte hin und wo nicht. Ein Konzert w&auml;re mit Sicherheit sofort tot, wenn Sie Ihre gr&ouml;&szlig;ten zehn Erfolge singen &ndash; wenn Sie Gl&uuml;ck haben, haben sie so viele in Ihrem Leben, da muss man schon sehr viel Gl&uuml;ck haben; in meinem Fall sind es noch ein paar mehr&#8230; &ndash; , wenn Sie die alle gleich hintereinander spielen, dann haben Sie vielleicht ein &ldquo;Juchhu&rdquo; am Anfang, aber gleichzeitig auch alles Pulver verschossen. Sie haben keine M&ouml;glichkeit mehr, dramaturgisch ein Programm zu bauen. Das Bauen eines Programmes ist ein ganz, ganz schwieriger Punkt. Und daf&uuml;r lass ich mir ein halbes Jahr mindestens Zeit, um das zu tun und zu diskutieren. Auch mit meinem Produzenten Peter Wagner, der die Lieder besser kennt, als jeder andere h&ouml;chstens so gut wie ich Wir sitzen da zusammen und versuchen diese Dramaturgie zu machen. Nat&uuml;rlich Pepe Lienhard, mein Orchesterchef, der auch viel von diesen gef&uuml;hlsm&auml;&szlig;igen Abl&auml;ufen auf der B&uuml;hne versteht. Die bem&uuml;he ich da einzubinden. Und dann gelingt es bis jetzt eigentlich immer, ein interessantes Programm auf die B&uuml;hne zu bringen.&quot;<\/em><\/p>\n<p>\nWas in ihm vorgehe, wenn eine Tournee gerade zu Ende gegangen ist&#8230;:<em> &quot;Man hat schon das Gef&uuml;hl, dass man etwas geleistet hat, dass etwas Grandioses zu Ende gegangen ist. Man freut sich auf die Stunden mit Freunden zuhause, die Kinder zu sehen, die Enkel zu sehen, die Menschen, die mir in meinem Leben was bedeutet haben, wiederzutreffen, Freunde zu treffen, das ist f&uuml;r mich das Wichtigste nach jeder Tournee. Und dann kommt nat&uuml;rlich auch die Zeit: So, und jetzt leg ich mich mal zwei Wochen irgendwo hin, wo die Sonne scheint oder ich mache eine Reise nach New York, gehe sehr viel in Theater. Das sind so die Dinge, ich dann mache.&quot;<\/em><\/p>\n<p>Andy Tichler, Chefredakteur www.smago.de<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Udo J\u00fcrgens \u00fcber H\u00f6hepunkt- und Zwischenh\u00f6hepunkt-Lieder&#8230;:\u00a0 UDO J&Uuml;RGENS pr&auml;sentierte sich bei einer Pressekonferenz am 23. April 2013 anl&auml;sslich der Vorstellung<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":116738,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[29],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116737"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=116737"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116737\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/116738"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=116737"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=116737"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=116737"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}