{"id":110824,"date":"2013-10-09T00:00:00","date_gmt":"2013-10-09T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=110824"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"MARLA-BLUMENBLATT-Die-Entdecku-110823","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/pop-schlager\/MARLA-BLUMENBLATT-Die-Entdecku-110823\/","title":{"rendered":"MARLA BLUMENBLATT <br \/> Die Entdeckung des Jahres &#8211; auch &quot;live&quot;!"},"content":{"rendered":"<p>Ihre Deb\u00fct-CD &#8222;Immer die Boys&#8220; l\u00e4uft in der smago! Redaktion in einer Tour rauf und runter! Ein Album, das im h\u00f6chsten Ma\u00dfe s\u00fcchtig macht! Retro-Schlager-Rockabilly-Twist-Rock\u00b4n\u00b4Roll par excellence!\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Okay, okay, zugegeben: Am Anfang war es erst einmal nur der Name, &uuml;ber den wir gestolpert sind und der uns dann gleich zu der &#8211; noch einmal zugegeben &#8211; leicht stupiden &Uuml;berschrift &quot;Willkommen im Club der bl&ouml;den Namen&quot; veranlasste. Die Rede ist von MARLA BLUMENBLATT.<\/p>\n<p>Doch bereits nach dem ersten Abh&ouml;ren ihrer Deb&uuml;t-CD &quot;Immer die Boys&quot; hatte sich das sprichw&ouml;rtliche Blatt bereits gewendet. Und nachdem wir sie vor wenigen Tagen &#8211; am 3. Oktober 2013 im Apere in M&uuml;nchen &#8211; live erlebt haben, sind wir ihr total verfallen.<\/p>\n<p>Das Magazin &quot;Focus&quot; widmet ihr im aktuellen Heft eine ganze Seite und merkt &uuml;ber sie u. a. an: <em>&quot;Rote Lippen, rote N&auml;gel, verruchter Blick und eine Stimme, die Eiscreme zum Schmelzen bringt. (&#8230;)&quot; &quot;So kraftvoll wie Wirtschaftswunder-Caterina-Valente, so rotzig wie Annette Humpe in Ideal-Zeiten&#8230;Retro-Pop, Schlagernostalgie, der letzte Schrei ist das&#8230;und liefert den Sound f&uuml;r Papa und die digitale Boheme.&ldquo;<\/em> Am 1. Oktober 2013 gab es in den ARD-&quot;Tagesthemen&quot; einen fast 3-min&uuml;tigen Beitrag &uuml;ber Marla Blumenblatt (siehe unten).<\/p>\n<p>Sie ist die Reinkarnation von Suzanne Doucet (, die sich mittlerweile ganz der New-Age-Music verschrieben hat,), ihre allesamt im 50&#39;s- und 60&#39;s-Stil gehaltenen Songs kommen mit einem Wortwitz daher, den man im &quot;Schlager&quot;business l&auml;ngst ausgestorben w&auml;hnte. Marla Blumenblatt ist die Perfektion und die Vollendung des <em>Betty Dittrich<\/em>-Stils, wobei die Wienerin Marla, die mazedonisches Blut im Blut hat, die eher etwas herbere Variante im Vergleichen zu dem &quot;Schwedenhappen&quot; Betty darstellt.<\/p>\n<p>Ganz gleich, ob jazzig-lasziv, rotzig-frech-forsch, Marla Blumenblatt versteht es ganz wunderbar, ihre bisweilen herrlich schl&uuml;pfrigen (jedoch nie anst&ouml;&szlig;igen), skurill-schr&auml;gen Texte absolut glaubw&uuml;rdig musikalisch umzusetzen.<\/p>\n<p>Das eigentlich Kuriose an Marla Blumenblatt ist die Tatsache, dass sie bei &quot;Four Music&quot;, der Plattenfirma der Formation <em>Die Fantastischen Vier<\/em>, unter Vertrag ist. Derzeit befindet sich die S&auml;ngerin mit ihrer famos-genialen 4-k&ouml;pfigen Band auf Club-Tour. Und ganz gleich, wie der &quot;Zulauf&quot; ist (wenn&#39;s mal nur 50 Leute sind, dann sind&#39;s eben mal 50 Leute), die Termine werden gnadenlos durchgezogen. (Ein gro&szlig;es Lob an dieser Stelle auch an alle &ouml;rtlichen Veranstalter, die diesem <em>erneuten<\/em> Retro-Schlager-Experminent &#8211; die Club-Tournee von Betty Dittrich wurde ja leider zwischenzeitlich vollst&auml;ndig abgesagt&#8230; &#8211; eine Chance geben. <em>Diese junge Frau<\/em> &#8211; Marla Blumenblatt &#8211; k&ouml;nnte bald ganz gro&szlig; werden&#8230;)<\/p>\n<p>Ganz offensichtlich wei&szlig; man bei Four Music \/ Columbia auch noch nicht so genug, wie und wo man sie jetzt positionieren soll. In der Tat ist Marla Blumenblatt kaum zu greifen. Sie ist eine Mischung aus Trude Herr (in schlank), der eingangs bereits erw&auml;hnten Suzanne Doucet, es steht aber auch ein bisschen Tracey &quot;Breakaway&quot; Ullman in ihr. Vergleiche zur gro&szlig;en Caterina Valente sind allgegenw&auml;rtig. Sie selbst gibt die Valente und im &Uuml;brigen auch Connie Francis als ihre bevorzugten S&auml;ngerinnen an.<\/p>\n<p>Ihre Club-Konzerte, die preislich im Regelfall deutlich unter 20.- &euro; liegen, haben nur einen kleinen Fehler: Sie sind zu kurz! Wenngleich man nat&uuml;rlich ber&uuml;cksichtigen muss, dass die CD &quot;Immer die Boys&quot; nur 13 Songs beinhaltet. Das Titelst&uuml;ck war 1964 ein Achtungserfolg f&uuml;r die britische S&auml;ngerin (und Schauspielerin) Helen Shapiro (* 1946). &quot;Immer die Boys&quot; ist denn aber auch der einzige Cover-Song auf dem Album.<\/p>\n<p>Gleich der Einstiegssong &quot;Cornetto&quot; erinnert gewaltig an den <em>Trude Herr<\/em>-Klassiker &quot;Ich will keine Schokolade&quot; aus dem Jahre 1959.<\/p>\n<p>Marla besingt die &quot;Lichter von Berlin&quot; und verr&auml;t uns, was man unter seiner blau-wei&szlig;en Markise so alles treiben kann.<\/p>\n<p>&quot;Gef&uuml;hle zeigen ist nicht sexy&quot; versteht sich als Ratgeber an ihre Altersgenossinnen um die +\/- 28.<\/p>\n<p>Das Intro von &quot;Wie w&auml;r&#39;s, wie w&auml;r&#39;s&quot; l&auml;sst Erinnerungen an den Conny (Froboess)-Hit &quot;Zwei kleine Italiener&quot; (1962) aufkommen.<\/p>\n<p>Fast ein bisschen trotzig fordert sie in dem St&uuml;ck &quot;Fernsehapparat&quot; nicht nur selbigen, sondern u. a. auch ihr Kofferradio zur&uuml;ck. Nostalgie pur!<\/p>\n<p>G&ouml;ttlich gut auch die aktuelle Radio-Single &quot;Gartenpavillon&quot; (sehen Sie sich bitte unbedingt unten den Video-Clip dazu an!).<\/p>\n<p>Das Instrumental &quot;Misirlou&quot; (zu Deutsch: &quot;&Auml;gyptisches M&auml;dchen&quot;), das nur bei Marlas Live-Konzerten zu h&ouml;ren ist, geht urspr&uuml;nglich auf das Jahr 1927 zur&uuml;ck, als es ein gewisser <em>Tetos Demetriades<\/em> aufgenommen hat. Richtig bekannt wurde das St&uuml;ck jedoch erst 1962 durch die Surf-Rock-Fassung von <em>Dick Dale <\/em>(* 1937).&nbsp; &quot;Misirlou&quot; gibt es auch in einer Version der legend&auml;ren <em>Beach Boys<\/em> aufgenommen. 1994 fand &quot;Misirlou&quot; dann noch einmal in dem Film &quot;Pulp Fiction&quot; erneut Verwendung. Einfach k&ouml;stlich, wie sich Marla hierzu in bester Miss Wet-T-Shirt-Manier mit Mineralwasser besudelt.<\/p>\n<p>Zu &quot;Was kann ich daf&uuml;r&quot; legt die ausgebildete T&auml;nzerin einen astreinen Twist aufs Parkett.&nbsp;<\/p>\n<p>&quot;Immer die Boys&quot; ist wie gesagt der einzige Cover-Titel auf ihrem gleichnamigen Deb&uuml;talbum.<\/p>\n<p>Das Intro zu &quot;Kapit&auml;n&quot; (ein Text mit Tiefgang!) k&ouml;nnte direkt einem (alten)<em> James Bond<\/em>-Film entstanden. Wen wundert&#39;s, schlie&szlig;lich ist Marla Blumenblatt nicht nur ein gro&szlig;er Fan des legend&auml;ren Frank Sinatra (1915 &#8211; 1998), sondern auch eine gro&szlig;e Verehrerin des &quot;James-Bond-Komponisten&quot; John Barry (1933 &#8211; 2011).<\/p>\n<p>Ihr &quot;Da wo ich bin, bist du nicht&quot; (, das ein wenig an die englische Volkslied-Melodie &quot;Greensleeves&quot; erinnert,) ist eine ebenso klare Ansage wie &quot;Verliebt aber allein&quot;. Und bei dem Titel &quot;Gangsterbraut&quot; (hier ist der Refrain wirklich fast 1:1 dem Evergreen &quot;Ich will keine Schokolade&quot; nachempfungen) bricht die &quot;Trude Herr in ihr&quot; vollends mit ihr durch.<\/p>\n<p>Als Zugabe serviert sie uns leider nur noch ein &quot;Cornetto&quot;. In ihren &quot;Gartenpavillon&quot; nimmt sie uns leider kein zweites Mal mit&#8230;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" allowfullscreen=\"\" frameborder=\"0\" height=\"288\" src=\"\/\/www.youtube.com\/embed\/iuHxJl1wykg\" width=\"512\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" allowfullscreen=\"\" frameborder=\"0\" height=\"384\" src=\"\/\/www.youtube.com\/embed\/0dNs623gBm8\" width=\"512\"><\/iframe><\/p>\n<p>Andy Tichler, Chefredakteur www.smago.de<\/p>\n<p>http:\/\/immerdieboys.marlablumenblatt.com\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ihre Deb\u00fct-CD &#8222;Immer die Boys&#8220; l\u00e4uft in der smago! Redaktion in einer Tour rauf und runter! Ein Album, das im<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":110825,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[28],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/110824"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=110824"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/110824\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/110825"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=110824"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=110824"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=110824"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}