{"id":108562,"date":"2013-12-19T00:00:00","date_gmt":"2013-12-19T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=108562"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"smago-INFORMIERT-Der-deutsche-108561","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/smago-informiert\/smago-INFORMIERT-Der-deutsche-108561\/","title":{"rendered":"smago! INFORMIERT <br \/> Der deutsche Musikmarkt 2013: Konsolidierung oder doch Trendwende?"},"content":{"rendered":"<p>Eine &#8222;Bestandsaufnahme&#8220; von Dr. Florian Dr\u00fccke, seines Zeichens Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. (BVMI)&#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F&uuml;r viele markiert das Jahr 2013 schon heute einen Wendepunkt, wenn nicht gar die vielbeschworene Trendwende in der j&uuml;ngeren Geschichte der deutschen Musikindustrie. Die Hoffnungen sind nicht unberechtigt: Bereits zum ersten Halbjahr konnte die Branche nach mehr als einer Dekade r&uuml;ckl&auml;ufiger Ergebnisse wieder ein leichtes Plus vermelden, und auch ein Blick in die zweite Jahresh&auml;lfte weckt Hoffnungen auf einen Aufw&auml;rtstrend: Derzeit deutet alles auf einen stabilen Markt hin und es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Branche das Jahr nicht nur mit einer schwarzen Null, sondern vielleicht sogar mit einem leichten Wachstum abschlie&szlig;en kann.<\/p>\n<p>Dass sich der Markt erholt, liegt neben der St&auml;rke des aktuellen Musikrepertoires und den vielen neuen K&uuml;nstlern, die in den letzten Jahren aufgebaut werden konnten, vor allem auch in der zunehmenden Etablierung des legalen Musikangebots im Internet begr&uuml;ndet. Noch nie standen dem Konsumenten so viele M&ouml;glichkeiten zur Verf&uuml;gung, Musik zu nutzen und zu kaufen, wobei in diesem Jahr bekanntlich das Streaming die Schlagzeilen dominiert hat. Befl&uuml;gelt durch den Markteintritt zahlreicher neuer Dienste und der breiten Berichterstattung hat das Streaming nun auch in Deutschland Fahrt aufgenommen und kann mit einer Wachstumskurve im hohen zweistelligen Bereich aufwarten &ndash; was am Rande bemerkt zu Anfangszeiten des Downloads ganz &auml;hnlich zu beobachten war. W&auml;hrend sich die Nutzer im neuen Angebot noch orientieren, sch&auml;rfen die verschiedenen Streaminganbieter bereits ihre Profile, indem sie neue Einstiegsangebote ausprobieren, Allianzen schmieden und ihr Angebot ausdifferenzieren. Der Konkurrenzdruck steigt, aber auch das Potenzial ist nach wie vor gro&szlig;, bedenkt man, dass hierzulande bislang lediglich ein Marktanteil von f&uuml;nf Prozent auf das Streaming entf&auml;llt. Noch ist das Streaming nicht in der breiten Bev&ouml;lkerung angekommen, das k&ouml;nnte sich bald &auml;ndern, wissen wir doch aus dem Ausland, dass gerade die Kooperationen im Telekommunikationssektor zu einem sprunghaften Anstieg der Bekanntheit und Nutzung beitragen k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Es w&auml;re nun aber zu einseitig, den neuen Optimismus in der Branche mit einem Trend allein erkl&auml;ren zu wollen &ndash; das verdeutlicht vor allem auch der Blick in das laufende Weihnachtsgesch&auml;ft: Laut GfK wollen die Deutschen in diesem Jahr im Schnitt 288 Euro f&uuml;r Weihnachtsgeschenke ausgeben und damit noch ein bisschen mehr als in den Jahren zuvor. In den aktuellen Trendreports zeigt sich, dass sich diese Konsumfreude auch bei den Musikausgaben auswirkt, wobei neben den Zuw&auml;chsen im digitalen Bereich vor allem die physischen Produkte erstaunlich gut abschneiden. W&auml;hrend es kaum noch jemanden wundert, dass die Schallplatte immer weiter dreht, zeigt der Novembertrend auch bei den CDs und den DVDs ein stabiles Marktgeschehen, wobei vor allem die hochwertigen Mehrfachboxen, die seit 2010 Wachstum verzeichnen, erneut um rund 9 Prozent zulegen konnten.<\/p>\n<p>Was sich vielerorts wie eine Trendwende liest, bedarf einer sorgf&auml;ltigen Analyse und Abw&auml;gung. Ja, wir versp&uuml;ren viel Optimismus in der Branche und eine gro&szlig;e Offenheit, Neues auszuprobieren &ndash; das ist gut und wichtig und bescherte uns einen Imagewandel vom &bdquo;Schmuddelkind der digitalen Revolution&ldquo; zu einem gefragten Ansprechpartner bei Fragen des digitalen Wandels. Dabei wissen wir, dass nicht jedes Experiment &uuml;berall mit der gleichen Euphorie gesehen wird und sich der digitale Wandel in unterschiedlichen Geschwindigkeiten vollzieht, auch &uuml;ber alle Teilbranchen der Kultur- und Kreativwirtschaft hinweg. Hier befinden wir uns in einem Prozess, der viel Augenma&szlig; und einen aktiven Dialog mit allen Marktteilnehmern erfordert.<\/p>\n<p>Auch ist der Eindruck, der manchmal erweckt wird, die Musikindustrie habe die Herausforderung des digitalen Wandels schon bew&auml;ltigt und abgehakt, weil es nun die legalen Angebote gibt, irref&uuml;hrend &ndash; zumal es bereits seit mehr als zehn Jahren einen sehr interessanten und lebendigen Downloadmarkt gibt, was weder die illegale Nutzung noch den Abw&auml;rtstrend gestoppt hat. Einen dauerhaft stabilen Markt und Wachstum kann es erst dann wieder geben, wenn auch die Rahmenbedingungen stimmen. Hier haben wir in den vergangenen vier Jahren eher Grund zu Sorge denn zu Freude gehabt: Gerade die in weiten Teilen unreflektiert beschlossene Abmahndeckelung bedeutet eine Schw&auml;chung der Rechteinhaber, noch dazu mit Signalwirkung.<\/p>\n<p>Nach dem Stillstand der letzten Jahre erwarten wir nun von der neuen Regierung, dass sich der ein oder andere Knoten endlich l&ouml;st. Gerade jetzt, wo sich viele Menschen orientieren, brauchen wir neben robusten rechtlichen L&ouml;sungen dabei auch mehr Engagement der Regierung im Bereich der Aufkl&auml;rung. W&auml;hrend in der letzten Legislaturperiode ergebnislos dar&uuml;ber diskutiert wurde, ob und wie sich die Internetwirtschaft oder die Regierung konkret an Aufkl&auml;rungsma&szlig;nahmen beteiligen k&ouml;nnten, ist der Verband mit der Initiative <strong><a href=\"http:\/\/www.playfair.org\/startseite\/\">PLAYFAIR<\/a><\/strong> einmal mehr in Vorleistung gegangen. Wir d&uuml;rfen mit Spannung erwarten, wie sich die neue Regierung nun diesbez&uuml;glich verh&auml;lt bzw. wie dieser und andere Ans&auml;tze von der Politik aktiv begleitet oder gar aufgegriffen werden.<\/p>\n<p>www.musikindustrie.de (Textvorlage)<br \/>http:\/\/www.musikindustrie.de<br \/>http:\/\/www.musikindustrie.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine &#8222;Bestandsaufnahme&#8220; von Dr. Florian Dr\u00fccke, seines Zeichens Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. 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