{"id":104209,"date":"2014-04-09T00:00:00","date_gmt":"2014-04-09T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/smago.de\/ws\/?p=104209"},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"JOACHIM-WITT-Wissenswertes-ueb-104208","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smago.de\/ws2\/ndw\/JOACHIM-WITT-Wissenswertes-ueb-104208\/","title":{"rendered":"JOACHIM WITT <br \/> Wissenswertes \u00fcber seine neue CD &quot;Neumond&quot;!"},"content":{"rendered":"<p>Kaum zwei Jahre nach \u201eDom\u201c, seinem erhabenen Meisterwerk der Besinnlichkeit, feuert der Herbergsvater alles Neuen Deutschen nun aus s\u00e4mtlichen elektronischen Rohren&#8230;:\u00a0 <!-more-><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er hat als &bdquo;Goldener Reiter&ldquo; l&auml;ngst einen Platz im kollektiven Ged&auml;chtnis inne, landete 1998 mit &bdquo;Die Flut&ldquo; einen der ungew&ouml;hnlichsten Tophits der deutschen Musikgeschichte und &uuml;berraschte 2012 mit &bdquo;Gloria&ldquo;, einem der ergreifendsten Songs &uuml;ber Liebe und Verlust &uuml;berhaupt: Wenn sich einer wie JOACHIM WITT anschickt, im Jahr 2014 ein Album voller Electro-Hymnen unters Volk zu bringen, darf man eines nicht erwarten: Kompromisse.<\/p>\n<p>&bdquo;Nein, ich verlier` meine Tr&auml;ume nicht&ldquo;, singt Witt im Schl&uuml;sselsong &bdquo;Aufstehen&ldquo;. Es sind die Tr&auml;ume von ewiger Erneuerung, von den K&auml;mpfen gegen den Teufel Stillstand, die Joachim Witt antreiben; die ihn dazu bewegt haben, sein Album &bdquo;Neumond&ldquo; zu nennen &ndash; nach jenem kosmischen Ph&auml;nomen, das immer und immer wieder passiert und niemals seine Faszination verliert. Zusammen mit Martin Engler &ndash; hauptberuflich Frontmann der Band Mono Inc. &ndash; hat Witt eine gute Dreiviertelstunde dieser finsteren Mondphase beleuchtet. Jetzt leuchtet sie, und wie.<\/p>\n<p>Kaum zwei Jahre nach &bdquo;Dom&ldquo;, seinem erhabenen Meisterwerk der Besinnlichkeit, feuert der Herbergsvater alles Neuen Deutschen nun aus s&auml;mtlichen elektronischen Rohren. Die Sequenzer arbeiten am Limit, die Bassdrum zwingt zur Bewegung, satte Powerchords lassen die Refrains erstrahlen. Die gewagte Zeile &bdquo;Weil wir eisern sind&ldquo; ist bei einem wie Witt, der einst Wagners &bdquo;Bayreuth&ldquo; mit einem Drei-Alben-Zyklus aus der rechten Ecke befreite, keine leere Phrase. Witt steht noch immer unter Starkstrom &ndash; und er l&auml;sst uns auf &bdquo;Neumond&ldquo; an dieser unb&auml;ndigen Energie teilhaben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie oft schon hat Witt einen radikalen Wandel vollzogen? Sich neu interpretiert und unbekanntes Terrain erobert? &bdquo;Neumond&ldquo; ist Studioalbum Nummer 14, und genau so oft hat Witt im Laufe seiner Karriere Grenzen durchbrochen &ndash; sei es in Sachen Musik, Inhalt oder Genre: Sein Deb&uuml;t &bdquo;Silberblick&ldquo; war noch kunstversessener Gitarrenpop, der Nachfolger &bdquo;Edelwei&szlig;&ldquo; brachte d&uuml;steren Elektro, gefolgt von gepflegtem Hochglanzpop auf &bdquo;M&auml;rchenblau&ldquo;. Und das waren nur die ersten drei Platten&hellip; Im Laufe der Jahre folgten mal kristallklarer Synthiepop, dann wieder brachialer Industrial-Funk, sogar Ausfl&uuml;ge in den Schlager waren manchmal kein Tabu. Sp&auml;ter wurde Witt von Jahr zu Jahr h&auml;rter, im dritten Teil seiner &bdquo;Bayreuth&ldquo;-Reihe gar unerbittlich. Eines aber hatten all seine Werke gemeinsam: Sie waren in dem, was sie ausmachte, immer absolut kompromisslos. Und so ist es auch jetzt bei &bdquo;Neumond&ldquo;.<\/p>\n<p>Dass viele seiner Songs autobiographische Z&uuml;ge tragen, daraus hat Joachim Witt nie einen Hehl gemacht. Diesmal ist es der Titelsong, der aus dem Leben des Interpreten erz&auml;hlt. &bdquo;Wer f&uuml;gt sich schwer dem Herdentrieb?&ldquo; fragt Witt zu sph&auml;rischen Klangteppichen, um am Ende anzudeuten, dass er sich selbst meint, den &bdquo;Sch&uuml;chternen mit Seelenqual.&ldquo; Doch dieser Sch&uuml;chterne hat es auch geschafft, sich auf &bdquo;Neumond&ldquo; einen musikalischen Traum zu erf&uuml;llen: Ein Duett mit Lisa Gerrard, der weiblichen Seite des Duos Dead Can Dance, zu finden auf der Bonus-CD des Albums.<\/p>\n<p>Die Frage, warum dieses Kleinod nicht auf dem eigentlichen Album enthalten ist, ist einfach zu beantworten: Es h&auml;tte nicht in das Gesamtbild der Platte gepasst, es w&auml;re ein Kompromiss gewesen. Und eben solche macht ein Joachim Witt nicht.<\/p>\n<p>Oblivion \/ SPV GmbH (Textvorlage)<\/p>\n<p>http:\/\/www.joachimwitt.de\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaum zwei Jahre nach \u201eDom\u201c, seinem erhabenen Meisterwerk der Besinnlichkeit, feuert der Herbergsvater alles Neuen Deutschen nun aus s\u00e4mtlichen elektronischen<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":104210,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":""},"categories":[22],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/104209"}],"collection":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=104209"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/104209\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media\/104210"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=104209"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=104209"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/smago.de\/ws2\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=104209"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}