HEINO
Dokumentation „Mensch Heino!“ – „Der Sänger und die Deutschen“ HIER zu sehen!

Petersohn / Starwatch

Ein Film von Jörg Müllner!

 

 

Er hat in Deutschland mehr Tonträger verkauft als die Beatles. Laut einer Umfrage kennen 98 Prozent aller Bundesbürger den „Volksmusiker“, der wie kein anderer dieses Genre verkörpert: HEINO Am 13. Dezember 2018 wurde er achtzig Jahre alt. Im März 2019 geht er auf große Abschieds-Tour und sagt „… und Tschüß!“.

Seit über sechs Jahrzehnten steht er im Rampenlicht, zum Geburtstag läutet er seinen Abschied von den großen Bühnen ein. Kein deutscher Sänger hat polarisiert wie er, der die Bevölkerung in glühende Verehrer und erklärte Feinde spaltet. Ein scheinbar unpolitischer Künstler, der dennoch gesellschaftliche Stimmungen aufnimmt, bedient und bereits mehrmals für Skandale sorgte.

Die Dokumentation von Jörg Müllner folgt den Stationen seiner Biografie, die auch ein Stück weit deutsche Geschichte spiegelt. Sie erzählt vom Bäckergesellen Heinz Georg Kramm aus Düsseldorf-Oberbilk, der mit blonden Haaren, Sonnenbrille, schwarzem Rollkragen-Pullover und Bariton-Stimme ausgerechnet in den politisierten, beatverrückten Sechzigern mit Volksschlagern zur Kultfigur wird.

Der Film ergründet, was hinter dem Phänomen Heino steckt. Wieso haben die Deutschen ausgerechnet den gelernten Bäcker Heinz Georg Kramm zum Superstar erkoren? Was ist das Erfolgsgeheimnis? Und was sagt sein Erfolg über die Fans aus?

„Heino steht in einer Weise für Deutschland wie der Loreley-Felsen oder der Harzer Käse.“ (Sebastian Zabel, Chefredakteur Rolling Stone)

Autor Jörg Müllner begleitete den Sänger auf Tourneereisen, führte Interviews mit ihm, Wegbegleitern und Kritikern. Aus der Familie sprechen Heinos Frau Hannelore – seit vierzig Jahren an seiner Seite – Schwester Hannelore und Enkel Sebastian, der auch eine Karriere als Sänger anstrebt. Jan Mewes, der vom Fan zum Manager wurde, kommt ebenso zu Wort wie Produzent Martin Ernst. Historiker Ingo Grabowsky, Philosoph Wolfgang Buschlinger und Sebastian Zabel, Chefredakteur der Musikzeitschrift Rolling Stone, ordnen den Werdegang des populären Musikers zeit- und kulturgeschichtlich ein.

HEINOS LEBEN UND KARRIERE

Entbehrung, Aufschwung, Erfolg

Heinos Leben ist auch ein Spiegel deutscher Geschichte: Kindheit in den Kriegsjahren, Verschickung nach Sachsen, Entbehrungen im Trümmerland, Aufschwung und erste Erfolge in der „Wirtschaftswunder“-Zeit, Durchbruch mit deutschen Volksliedern mitten im Kalten Krieg. In der DDR wird er verboten, im Westen verehrt und verspottet. Für die 68er-Generation ist er ein willkommenes Feindbild. Immer wieder sorgt er mit seiner unkritischen Haltung zu volkstümlichem Liedgut für Schlagzeilen: Von den Nationalsozialisten gesungene Lieder mache er wieder salonfähig, heißt es. Für seine Fans hingegen hält er eine Tradition lebendig, die Volkslieder habe es schon vor der Nazi-Zeit gegeben.

Heino als Reizfigur

In den 70er Jahren bringt Heino – wenngleich auf Bitten des damaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Filbinger – alle drei Strophen des Deutschlandliedes auf Schallplatte. In den 80er Jahren tourt der blonde Barde trotz UNO-Embargos und Kulturboykotts vieler internationaler Künstler durch Südafrika, das Land der Apartheid. Im Frühjahr 2018 schenkt er der nordrhein-westfälischen Heimatministerin sein Album der schönsten Heimat- und Vaterlandslieder, von denen sich einige zu Hitlers Zeiten auch im „Liederbuch der SS“ fanden. „Die Lieder können doch nichts dafür, wenn sie instrumentalisiert worden sind“. „Ich bin nicht schwarzbraun, Ihr Haselnüsse!“, kontert Heino Kritik und verwahrt sich gegen den Vorwurf, ein „Rechtsausleger“ zu sein. Er will und wollte nie politisch sein, doch provoziert er immer wieder auch Debatten über den Umgang der Deutschen mit ihrer eigenen Vergangenheit.

Ausflug in die Rockmusik 
2013 geht der Volksmusikant dann unter die Rocker. Auf seinem Album „Mit freundlichen Grüßen“ singt Heino u.a. Songs von Rammstein und den Ärzten und erreicht Platz 1 der deutschen Charts. Ein Imagewechsel, der ihn nun auch bei jungen Leuten hip erscheinen lässt.
Sehen Sie HIER die Dokumentation „Mensch Heino!“ in voller Länge!

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Textquelle: ZDF (Textvorlage)

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