HEINO
„Lass schnurren, Hannelore !!!“ – smago! bei „SING und ROCK mit Heino in Bad Münstereifel“!

Warum dieser 1. Adventssonntag für immer unvergesslich sein wird …:

 

Das schmucke und idyllisch gelegene Historische Kurhaus in Bad Münstereifel, das 1929 erbaut (und 2008 privatisiert) wurde, beherbergt seit Juni 2012 die beiden vermutlich prominentesten Bürger in diesem unserem Lande: die Rede ist von HEINO & HANNELORE.

Bereits seit einigen Jahren ist die Show-Reihe „SING und ROCK mit Heino“ in Verbindung mit einem exquisiten 3-Gänge-Menü – kreiert vom Chef de Cuisine (Patrick Oertel) persönlich – zu einer lieb gewordenen Tradition geworden. Jeweils Ende November / Anfang Dezember gibt es insgesamt 4 Veranstaltungen, die stets ausverkauft sind.

Obwohl er noch immer ziemlich erkältet ist, biss Heino auch am 4. Tag die Zähne zusammen und bereitete seinen Fans einen unvergesslichen Abend. Jedoch lief der Abend unter völlig anderen Voraussetzungen ab … Denn: Günther Jauch hatte Heino kurzfristig in seine RTL-Sendung „2018! Menschen, Bilder, Emotionen“ eingeladen.

Das Konzert, auf dass sich seine Fans seit Monaten gefreut haben, zugunsten einer Fernsehsendung absagen …? – nicht mit Heino !!! Und so schmiedete er mit seinem überaus cleveren Manager Jan Mewes einen tollkühnen Plan: Glücklicherweise wurde der RTL-Jahresrückblick in Hürth bei Köln aufgezeichnet. So ließ sich BEIDES ganz wunderbar unter einen Hut bringen. Nur eben mit dem Unterschied, dass Heino am Sonntag (02.12.2018) bedeutend früher weg musste. Also zog er einfach seinen zweiten Programmteil vor.

Seine Frau Hannelore erwies sich an diesem Abend auch als „Moderatorin“ als eine echte Perle. Souverän und charmant führte sie durch den Abend. erklärte, dass ihr Heino gleich „mit fliegenden Fahnen“ ins Fernsehstudio fahren müsse. Aber: Ein guter Freund habe sich spontan dazu bereit erklärt, Heino in der Zeit seiner Abwesenheit zu vertreten („unter befreundeten Gesangs-Kollegen hilft man sich“). „Freuen Sie sich auf Ihren und meinen Heino!“

Zum Intro seiner 4-teiligen und am 25.09.1993 erstmals ausgestrahlten Sat.1-Sendung „Heino – Die Show“ kam Heino mit seinem legendären schwarzen Ledermantel auf die Bühne und begann sein Problem sogleich mit dem Titel „Junge“ von der ‚besten Band der Welt‘: Die Ärzte.

„Alle sind noch hinter mir her, es reißt nicht ab!“, freute sich Heino. Früher sei er „ausgelacht und beschimpft“ worden, „aber ich habe mich durchgesetzt“. Und da Heino seit jeher weiß, was sich gehört, sagte er auch noch: „Ohne Sie würde ich heute nicht hier stehen“.

Als zweiten Song hatte Heino sein spektakuläres Hit-Duett mit Wolfgang Petry ausgewählt: „Ich atme“. Wolfgang Petry habe auf seine Anfrage erwidert: „Du bist Kult, ich bin Kult, also machen wir das zusammen!“.

Mit entwaffnender Ehrlichkeit gab Heino ganz unumwunden zu, dass er einen Teleprompter auf der Bühne habe (, „damit ich mich nicht vertue“). „Alles kann man ja nicht behalten“, kommentierte er trocken. Überhaupt seien Teleprompter im Showgeschäft gang und gäbe. Auch Frank Sinatra habe mit Teleprompter gearbeitet. Und Barbra Streisand hätte sogar 6 – 7 Teleprompter auf der Bühne gehabt.

Mit „Wenn das Glöcklein erklingt“, „Winter Wunderland“, dem durch die Trapp Familie bekannt gewordenen „kleinen Trommelmann“ und „Rudolph“, dem kleinen Rentier, setzte Heino seinen Auftritt fort. Und dann?: „Ich sage jetzt die erste Vorspeise an“.

Nachdem diese eingenommen war, ergriff erneut Hannelore das Wort und machte die Heino-Fans à la Hannelore auf die Abschieds-CD „… und Tschüss“ aufmerksam („Das glaube ich zwar nicht, dass es das letzte Album ist …“).

Doch kurioserweise sang Heino KEINEN weiteren Titel aus seinem mutmaßlich letzten Album … Stattdessen stimmte er zunächst einige Seemannslieder an: „Rolling Home“, „Die Gitarre und das Meer“ („eines der schönsten Lieder, das ich gesungen habe“) – Freddy Quinn würde im Strahl kotzen – erst recht, wenn er wüsste, dass Heino gleich noch zwei weitere „seiner“ Lieder sang: „Die Gitarre und das Meer“ und „Unter fremden Sternen“ („ein Lied, das ich besonders gerne singe“). Mit „Seemann (deine Heimat ist das Meer)“ gedachte er der 2010 verstorbenen Sängerin Lolita („Das Lied, das sie damals gesungen hat, lebt weiter“).

Es folgten zwei Hit-Medleys. Das erste umfasste die großen Heino-Hits„Die schwarze Barbara“, „Karamba, Karacho, ein Whisky“, „Monikana Shalali“ und – natürlich – „Blau blüht der Enzian“, das zweite bestand aus „„Ja, ja, die Katja, die hat ja“, „Tampico“, „Und sie hieß Lulalei“ und „Carneval in Rio“. Nachdem Heino seinen Fans „Guten Abend, gut‘ Nacht“ gewünscht hatte, mahnte Hannelore bereits zur Eile. „Heino .- das Auto schnurrt schon“. Darauf Heino: „Lass schnurren, Hannelore !!!“. – „Heino, du musst jetzt los !!!“ – „Macht nichts, die können auf mich warten. Ich möchte so lange hier stehen, bis ich fertig gesungen habe“ (frei nach LORIOT „Ich möchte einfach nur hier sitzen“). Und so sang er auch an diesem Abend auch noch das Lied, „das ich schon 1973 hätte singen sollen“, aber in diesem Jahr habe er bereits zwei große Single-Hits gehabt – und somit hatte „Sierra madre“ das Nachsehen. (Genau genommen vierzig Jahre lang.)

Nachdem Heino „mit fliegenden Fahren“ in Richtung TV-Studio unterwegs war, kündigte Hannelore Heinos und ihren Enkel an: „Freuen Sie sich auf den neuen Kramm – Sebastian Kramm“. Sebastian Kramm ist eine Art Tim Bendzko in gut … Er begleitete sich selbst live auf der Gitarre (und ER sang auch live) und hatte sogleich den passenden Song parat: „Der Junge mit der Gitarre“. Des Weiteren präsentierte er mit „Winter“ eine weitere Eigenkomposition, um dann noch mit „Perfect“ von Ed Sheeran und – „auf besonderen Wunsch von Hannelore“, die er liebevoll als seine „Show-Managerin“ bezeichnete, mit „Halleluja“ von Leonard Cohen zu brillieren.

Kommen wir nun zu Heinos Vertretung: Er habe gerade „Gäste aus England da“ gehabt, „als der Anruf kam“ (sein Sohn hat ihn und seine Iris für einige Tage in Kerpen besucht – mit seiner Freundin).

Graham Bonney hatte die Heino-Fans von der ersten Sekunde an komplett im Griff. Mit „(Is This The Way To) Amarillo“, „Du bist viel zu schön, um alleine nach Hause zu gehen“, „Pappa Joe“, „Some Broken Hearts Never Mind“, „On The Road Again“ (Willie Nelson) und 5 weiteren seiner eigenen Hits ) „Hey Little Lady“, „Hallo Taxi“, „Das Girl mit dem La-La-La“, „Siebenmeilenstiefel“ und „Wähle 3-3-3“), „Rocking All Over The World“ (Status Quo), „Santa Claus Is Coming To Town“, dem ‚Eigengewächs‘ „Weihnachtliches Gartenfest“ und „Leise rieselt der Schnee“ („eines der schönsten deutschen Weihnachtslieder, die es überhaupt gibt“ versetzte er den Festsaal im Historischen Kursaal in absoluten Ausnahmezustand. Zu Hannelore gewandt, sagte er: „unser Königshaus in England, da fehlst du“. Hannelore fing diesen Ball sofort auf und bezeichnete das englische Königshaus als „Ex-Verwandte“ (wie man weiß, ist Hannelore eine waschechte Prinzessin, na ja … zumindest eine angeheiratete …). Hannelore ließ es sich nicht nehmen, Graham Bonney bei dem Bing Crosby Klassiker „White Christmas“ gesanglich zu begleiten.

Da die „Zugabe !!! Zugabe !!!“ Rufe nicht verstummen wollten, holte Graham Bonney auch noch Roy Orbison’s „Pretty Woman“ aus dem Keller. Mit „Yellow Submarine“ beendete er sein stimmungsvolles Programm – „als Entschuldigung an die Beatles“. Denn: SEIN „Supergirl“ habe vor 52 Jahren verhindert, dass die Beatles es mit „Yellow Submarine“ auf die #1 geschafft haben …

Nach der „Vorstellung“ zog Hannelore, die mit ihrer Herzenswärme und ihrem ungemeinen Charme einen ganz wesentlich Teil zum Gelingen dieses ganz besonderen Abends beigetragen hatte, SÄMTLICHE Register, um Graham Bonney’s Sohn und dessen Freundin die Hochzeit schmackhaft zu machen. Bad Münstereifel hätte so eine schöne Kirche. „Oder ihr heiratet in Las Vegas.“ Sie und ihr Heino würden im kommenden Jahr ihren 40. Hochzeitstag feiern. Hannelore ließ und ließ einfach nicht locker. (Sollten Graham Bonney’s Sohn und dessen Freundin eines Tags vielleicht doch den Bund der Ehe schließen, so hätte Hannelore ihre Mission als Liebesgöttin mehr als erfüllt.) Die beiden kamen aus dem Schmunzeln gar nicht mehr heraus. 

Zu guter Letzt kam dann auch Heino von seinem mehr als gelungenen TV-Auftritt zurück.

 

Weitere Artikel:

Textquelle: Andy Tichler, Chefredakteur www.smago.de

Schreibe einen Kommentar

Die Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Anzeige

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie auf der Webseite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Weitere Informationen zu Cookies und Ihre Widerspruchsmöglichkeit Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen