SASCHA HEYNA mit MICHAEL HIRTE, SANDRO, G.G. ANDERSON, PATRICK LINDNER, IREEN SHEER „
„Die große Schlager-Hitparade 2019 / 2020“ im smago! Test!

smago! Chefredakteur Andy Tichler war am 03.10.2019 im Kulturhaus in Böhlen sowie am 05.11.2019 im Stadthaus in Lutherstadt-Wittenberg zugegen!

 

Sie ist so etwas wie der Mercedes unter den „gemischten Programmen“: die Erfolgs-Produktion „Die große Schlager-Hitparade“ aus dem Hause Thomann Management in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Musik Fernsehen.

Ende September 2019 ging „Die große Schlager-Hitparade“ („Tanzen – Singen – Lachen: Hier trifft sich die Schlager-Familie!“) bereits in ihre vierte Runde – und das mit einem Künstler Line up, das sich wahrlich sehen lassen kann.

smago! schaute sowohl am 03.10.2019 im Kulturhaus Böhlen (da, wo eine Butterbrezel immer noch umständlich als „Laugenbrezel, mit Butter gefüllt“ umschrieben wird) sowie am 05.10.2019 im Stadthaus Lutherstadt-Wittenberg vorbei.

„So vollgepackt mit Superstars waren wir noch nie!“, freute sich Sascha Heyna gleich zu Beginn und brach sogleich das Eis, in dem er ein Flippers-Hitmedley präsentierte („Die rote Sonne von Barbados“, „Ein Herz aus Schokolade“, „Mexico“, „St. Tropez“, „Das ganze Leben ist eine Wundertüte“ und „Mona Lisa“; die „Lotosblume“ wurde nur „angetäuscht“).

Beim ersten Tournee-Künstler vertat er sich dann allerdings ein bisschen, als er ihn als den ersten „Superstar“ bezeichnete. Richtig ist natürlich, dass besagter Superstar „Das (erste) Supertalent“ war, ist und für immer und ewig bleiben wird: Michael Hirte. „Er lebt ein Märchen. Und er ist das Sinnbild von ‚Es geht immer weiter‘, schwärmte Sascha weiter. Des Weiteren sei er der „liebenswürdigste, charmanteste und (meist) auf dem Boden gebliebene“ Künstler. Und: „Er bringt die Schlager-Mischung ins Gleichgewicht“.

Michael Hirte stellte sich als „Der Junge mit der Mundharmonika“ vor und freute sich über ein „großartiges Publikum“: „Da hat man keine Angst mehr auf der Bühne“. Mit dem Freddy-Klassiker „Heimweh (Schön war die Zeit“) ging es weiter. Im Kurzgespräch mit Sascha Heyna bewies Michael Hirte, dass er „mehr Witze kennt als Fips Asmussen“, wie Sascha feststellte. Und Michael Hirte seinerseits verriet: „Ich bin wieder ledig“. Nach „Glück auf, der Steiger kommt“ durfte natürlich das „Ave Maria“ nicht fehlen. Es folgte jedoch noch ein weiterer absoluter Gänsehaut-Moment: In Gedenken an den vor wenigen Tagen verstorbenen Sänger und Entertainer Karel Gott spielte Michael Hirte einige Takte des Titels „Fang das Licht“ (von Karel Gott & Darinka), bevor er sich mit einem zünftigen „Muss i denn … zum Städtele hinaus“ bereits wieder verabschiedete.

Trotz zwei Top 10 Erfolgsalben in den Offiziellen Deutschen Charts in Folge (das erste schaffte es sogar direkt in die Top 10) fristet Sandro noch immer ein „mediales Schattendasein“. Und das völlig zu Unrecht! Denn der junge Sänger hat wirklich was auf dem Kerbholz. Seine äußerst angenehme Stimme umschmeichelt die Gehörgänge, er kommt auf und hinter der Bühne ungemein sympathisch rüber (in der Pause und nach der Show erweist er sich als „Der Selfie-King“). Und: Zumindest bis jetzt hat sich Sandro seine Bodenständigkeit bewahrt. Sandro hat die Titel „Sag einfach ja“, „Flieg mit mir heute Nacht“, „Herzlos“ und „Der ewige Stern“ mit im Gepäck.

Um G.G. Anderson einen möglichst hohen Einstieg in die Offiziellen Deutschen Album Charts zu ermöglichen, trat „G.G. Silberlocke“ (, wie er sich selbst bezeichnete,) in der ersten Veröffentlichungswoche seiner neuen CD „Alles wird gut“ im ersten Programmteil direkt vor der Pause auf. „Mr. Sunshine“ (Zitat Sascha Heyna) überraschte nach „Küss mich in den Himmel“ und „Sommernacht in Rom“ mit einer kurz a capella dargebotenen Version von Andreas Gabaliers „Hulapalu“ (bei seinem letzten Song imitierte er – augenzwinkernd! – Michael Jackson, den „Griff in den Schritt“ betreffend), bevor „Die Hit-Maschine“ mit seiner Edelschnulze „Weiße Rosen schenk ich dir“ nachlegte. Clever und geschäftstüchtig, wie G.G. Anderson nun einmal ist, testete er im Folgenden sechs Refrains aus seinem aktuellen Album „Alles wird gut an“: „Sag mir, wer ist dieser Mann“, „Bleib heute Nacht“, „Ich brauch‘ dich so“, „Am Ende unserer Träume“, „Du bist mein kleiner Diamant“ sowie „African Baby“, das er erstmals auch in deutscher Sprache besungen hat. „Viele haben Probleme. Wenn man dann eine CD schenkt ‚Alles wird gut‘, kann das ein bisschen helfen“, befand Schlau-Fuchs G.G. und stellte seine aktuelle Radio-Single „Du bist mein kleiner Diamant“ gleich noch einmal (und diesmal in voller Länge!) vor. Auf seine derzeitige Naturhaarfarbe („grau“) angesprochen, witzelte er, er sei der „Richard Gere für Arme“ und – eben – „G.G. Silberlocke“. – „Hallo Partner!“, freute sich wiederum Sascha. (Keiner kann es wie der Heyna …) Der König von Eschwege verriet noch, dass es insgesamt 13 Autoren, die ihm bei seiner neuen CD geholfen haben, waren und kündigte „ein völlig beklopptes Lied“ an, nämlich „Ale Ale Alexandra“ an. (Den Hit mit dem Griff in den Schritt, sozusagen.) Insgesamt kann man nur sagen: Toll gemacht, G.G. Jackson …

In der etwa 25-minütigen Pause wurden die Künstler am Autogrammstand schier überrannt. Und wer wollte, konnte sich in Böhlen mit einer „Laugenbrezel, mit Butter gefüllt“ stärken. „Skandal“ dagegen in Lutherstadt-Wittenberg: Die Bockwürste waren ausgegangen !!! Diesmal hätten die Menschen nicht eine, sondern Immer gleich zwei geholt, wurde der hungrigen „Meute“ suggeriert. Der ultimative smago! Tipp für alle Besucher der „Großen Schlager-Hitparade 2020“ in Lutherstadt-Wittenberg: Am besten selbst eine „Laugenbrezel, mit Butter gefüllt“ mitnehmen – für den Fall, dass sich das „Bockwurst-Waterloo“ wiederholen sollte.

Sascha Heyna startete den zweiten Programmteil mit einem Wolfgang-Petry-Medley („Weiß der Geier“, „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n“, „Bronze, Silber und Gold“, „Der Himmel brennt“ und „Wahnsinn“) und sang danach quasi den Soundtrack zu 30 Jahre Mauerfall: „Go West“ (in der Tony Marshall Textversion). Kleiner Geheimtipp: Wann immer Die Schlagerpiloten als Ausgleich für Patrick Lindner bereits bei DIESER „Schlager-Hitparaden“ Tournee mit von der Partie sind, unterstützen sie Sascha hierbei. Gesanglich und auch „tänzerisch.“

Der nächste Stargast wurde von Sascha Heyna als „Mr. Charming“, der „wie ein junger Hüpfer“ von der Bühne springt, sowie als „eine Ikone meiner Kindheit und meiner Jugend angekündigt“: Patrick Lindner feiert nicht nur die Zeit, sondern zudem auch sein 30-jähriges Bühnenjubiläum im Rahmen der Tournee „Die große Schlager-Hitparade 2019 / 2020“ (am 27.09.2019 feierte er zudem seinen 59. Geburtstag). Patrick Lindner hat – standesgemäß – einen 40-Minuten-Block. Mit „Dann kamst du“ setzte er auch gleich seinen ersten Glanzpunkt. Zu „Gefühl ist eine Achterbahn“ bekannte er, dass er sich selbst nie in eine Achterbahn, geschweige denn in den 5er-Looping auf dem Oktoberfest in München setzen würde: „Ich bin da ein echter Schisser“. „Musikalisch können wir es jedoch wagen.“ Auch bei

„Anna-Lena“ und „Ich hätt’ dich sowieso geküsst“ merkte man deutlich, dass „ein paar Lieder aus der Anfangszeit in ein modernes Kleid gepackt“ worden waren. Indes präsentierte er seinen nunmehr dreißig Jahre zurückliegenden Durchbruch-Hit „Die kleinen Dinge des Lebens“ im Original-Playback. Unterstützung fand er hierbei von den „Original Lindner Chören aus Böhlen“. „Es macht immer noch wie am ersten Tag so viel Spaß, Musik zu machen“, bekannte er und lieferte mit „Ich feier‘ die Zeit“, „Weil du mich liebst“ und „Das Leben hat uns bunter gemacht“ sogleich drei Songs aus seiner aktuellen Jubiläums-CD „Ich feier‘ die Zeit“. Nachdem der lebensfrohe Entertainer mit dem Udo Jürgens-Superhit „Griechischer Wein“ gepunktet hatte, präsentierte er noch ein „Böhmen-Medley“ (, wobei er aus „Aus Böhmen kommt die Musik“ keck „Aus Böhlen kommt die Musik“ machte, bevor es mit „Es war im Böhmerwald“, der „Herz-Schmerz-Polka“ und „Aber böhmisch muss es sein“ weiterging). Und nachdem er auch noch „Bella Italia“ beschworen hatte, hieß es:

„Showtime“ für Ireen Sheer. Sascha Heyna kriegte sich gar nicht mehr ein. Er habe sich „über ihre Stimme in sie verliebt“. Und: Sie sei seine „Lieblingsbritin“ und zudem Schlagerikone, Schlagerlegende und Schlagerlady zugleich. Ireen Sheer trug einen aufregenden roten Wildlederrock, der allerdings „sehr, sehr warm“ war. Nach „Showtime“ sorgte sie sogleich für ordentlich „Feuer“, bevor sie mit dem „Tennessee Waltz“ brillierte. Im Original eigentlich ein Country-Stück – „wir haben es etwas ‚wachgeschüttelt'“. Mit „Du bist mein allergrößter Fehler“ sang sie ihren ganz großen Überraschungserfolg vom vorletzten Jahr. (Kurioserweise sind die Zuschauerinnen und Zuschauer eher gewillt, zur Not einmal auf „Goodbye Mama“ zu verzichten denn auf „Du bist mein allergrößter Fehler“. Kaum zu glauben, aber wahr: „Lady Show“ feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum als Profisängerin – „ich bin stolz darauf“. Stolz ist sie auch auf ihren Dauer-Hit „Heut‘ Abend hab‘ ich Kopfweh“. In Lutherstadt-Wittenberg sah sich Sascha Heyna zu dem Slogan „Die schönste Migräne, die ich mir vorstellen kann“. (Zum Glück sagte er nicht: „Irene“ – die schönste Migräne, die ich mir vorstellen kann“. Die „Schlager-Hitparaden“ Besucher(innen) in Böhlen kamen in den Genuss einer (vermutlich einmaligen!) Darbietung. Denn: In Böhlen sang Ireen Sheer a capella „Amazing Grace“, wobei sich Michael Hirte zur dritten Strophe hinzugesellte und Ireen auf seiner Mundharmonika begleitete. (Die vierte Strophe sang Ireen Sheer zum Teil ohne Mikrofon!) Allen „Goodbye Mama“ Fans sei jedoch gesagt, dass dieser „Ich bin sehr gespannt, ob ihr dieses Lied noch kennt“ Titel ab sofort wieder fester Bestandteil ihrer Auftritte im Rahmen dieser Tournee ist.

Die Schlagerpiloten hatten bei ihrem Titel „Ich schick dir einen Ballon“ einige Luftballons ins Publikum „geschickt“. Der letzte Ballon platzte während des Auftritts von Ireen. „Jemand wollte mich erschießen!“, lachte sie, und lieferte mit „Xanadu“ prompt einen weiteren Hit ab. „Das besondere Duett“ dieser Tournee ist „Schön, dass es dich gibt“, gesungen von Ireen Sheer & Patrick Lindner („ein Freundschaftslied“).

Und zu Ireen Sheer’s vor einigen Jahren wiederentdecktem Hit „Ach lass mich noch einmal (in deine Augen seh’n)“ versammeln sich alle Tour-Künstler zum großen Finale auf der Bühne.

smago! kann dieses kunterbunt-abwechslungsreiche Tournee-Programm wirklich nur empfehlen“

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Textquelle: Andy Tichler, Chefredakteur www.smago.de

1 Kommentar
  1. Reiner Domes 6 Tagen ago
    Reply

    Vielen Dank für den interessanten, ausführlichen Bericht. Da ist man schon wieder gespannt auf einen unterhaltsamen Konzertabend.

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