„50 JAHRE ZDF-HITPARADE“
Was Textdichter Tobias Reitz über die ZDF-Show „50 Jahre ZDF-Hitparade“ schreibt!

Foto-Credit: Reini Zichy

„Hitparaden“ Regisseur Pit Weyrich: „Das ist der für mich biher qualifiziertester Kommentar – fair und kompetent!“  …:

 

 

Völlig in Ordnung, wenn sich manche Fans eine andere Sendung gewünscht hätten. Ich hätte mir auch hier und da ein bisschen Finetuning gewünscht (z.B. einen gescheiten Applaus für TED-Meister Manfred Denninger, etwas mehr Empathie mit Hildchen Heck und zumindest mal eine Namensnennung des erwachsen gewordenen „Schwab-Schwabidabidu“-Jungen von Rolf und seinen Freunden).

ABER: Ich finde es auch völlig legitim eine Show wie die ZDF-Hitparade mit ironischer Distanz zu feiern. Das hat das ZDF getan und war darin vollkommen stimmig und konsequent. Und ich finde es AUCH legitim, zu einer solchen Sendung nur diejenigen Stars einzuladen, die heute (!) noch Kultstatus genießen, verschiedene Farben und Etappen der Sendung abdecken UND relativ peinlichkeitsfrei die Bühne rocken können. Holm, Carpendale, Nicole, Brink, Rosenberg – das geht alles klar! Sicher, ein paar hätte man noch vertragen, und Kaiser wäre ein Muss gewesen! Aber längst nicht alle, die sich beschweren, hätten dem TV-Event in der Jetzt-Zeit gut getan. Die Hitparade war eben nicht nur „70er“. Für mich gibt es sie z.B. erst seit 1984 – die Show mit Bodos Bagger und einer Angelika-Milster-Katze ist die erste, zu der meine Erinnerung zurückreicht.

Faktisch gibt es die Show aber seit 19 Jahren nicht mehr. Das ist eine zeitliche Distanz. Ich finde, man darf mit ebensolcher Distanz über die Sendung schmunzeln und schwelgen, gern auch sentimental. So ungefähr habe ich das vor dem Bildschirm getan. Bei der Violinen-Version von „Und dabei liebe ich euch beide“ wurde mein Herz schwer. Ansonsten hatte ich einen beschwingten und schönen TV-Abend und fand es fabelhaft, von Thomas Gottschalk und dem ZDF so gut unterhalten zu werden!

Mit leichten Abzügen in der B-Note: Gut gemacht, liebes Team!

 

Zur großen Freude von Tobias Reitz hat sich „Hitparaden“ Regisseur Pit Weyrich hierzu wie folgt zu Wort gemeldet: „Das ist der für mich bisher qualifiziertester Kommentar – fair und kompetent – Jeder hätte noch irgend einen Namen im Ärmel !! Danke, Tobias.“

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Textquelle: Facebook-Seite von Tobias Reitz (Textvorlage)

2 Kommentare
  1. Barbara 8 Monaten ago
    Reply

    Wieso werden wir Zuschauer immer wieder verarscht? Die sog. Kultstars sind noch nicht mal in der Lage, live zu singen, obwohl sie ein Mikrofon in der Hand haben oder vor einem solchen stehen. So etwas gab es nie unter Truck Branss und D.T.Heck.
    Was wir GEZ-Zahler uns bieten lassen muessen. Wieso werden Vertreter der Gebuehrenzahler in die Gestaltung solcher Sendungen nicht eingebunden?
    Und bitte nicht so viele Talkeinheiten, dafuer haetten so viele weitere Kuenstler singen koennen.

  2. Andreas Hinrichs 8 Monaten ago
    Reply

    Ich habe mir auch etwas anderes unter der Show vorgestellt. Roland Kaiser und G. G. Anderson oder Bata Illic und Graham Bonny wären ein unbedingtes Muss gewesen. Was hätte Bonny Tayler in der Hitparade zu suchen? Meines Wissen nach war sie nie in der Sendung aufgetreten. Was schön war, waren die Erinnerungen an Dieter Thomas Heck.

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