MARY ROOS
Zu gut um wahr zu sein: Querfeldein Höchstlob für Mary Roos (& Band) und ihre „Abenteuer Unvernunft“ Tour!

Lesen Sie HIER einen Beitrag von Hans-Peter Schmidt-Treptow …:

 

 

Endlich!!!!

Mary Roos feiert umjubelte Premiere ihrer Deutschland-Tournee „Abenteuer Unvernunft“ im Berliner Admiralspalast

Dass sie ein Juwel ist, wissen viele Musikkenner seit Jahrzehnten und doch sieht sie die breite Masse immer noch als die etablierte und sympathische Schlagersängerin die immer Eins zu Eins ist. Bei der Premiere ihrer ersten Deutschland-Tournee am vergangenen Samstag im Berliner Admiralspalast beweist sie aber, dass sie keine Konfektion von der Stange liefert, sondern eine Avantgarde-Künstlerin ist, die es versteht auch aus einfachen Schlagern Kunstwerke zu machen – Mary Roos!

Die Atmosphäre beim Betreten des Saales lässt ein Feeling aufkommen als betrete man eine Jazzbar. Das Intro der siebenköpfigen Band, unter der Leitung von Nick Flader, gleicht einer launigen Swingsession. Nein, hier kann kein Schlagerkonzert stattfinden. Das merkt jeder der fast 1.300 Zuschauer, bei dem auch viele prominente Kollegen wie Dieter Hallervorden (!), Cindy Berger oder Kim Fisher anwesend sind.  Man ahnt bereits jetzt, dass die nächsten zwei Stunden etwas Besonderes sein werden. Und dann betritt der Star des Abends in elegantem Schwarz die Bühne und swingt „Ich wär‘ bei mir geblieben“. Frenetischer Beifall kommt auf, die Künstlerin strahlt und das aus tiefstem Inneren. Nein, sie gibt keine Rolle, sie ist Entertainerin und man merkt, dass sie über den warmen Empfang wirklich glücklich ist.

Mit Hitmedleys veredelt sie Schlager zu großem Liedgut. Gerade neuere Songs nimmt das Publikum sehr gut auf. Die Lichtregie ist optimal und knallt ihr nicht 100.000 Watt ins Gesicht, sondern geht überaus sensibel mit dem gesamten Ensemble um. Eingerahmt von zwei Chorsängerinnen sitzt jeder Schritt der Choreografie an diesem Abend. Es ist kaum zu glauben, dass Mary Roos nur drei Tage Zeit hatte die Show vorzubereiten, aber das macht eben auch ihre Professionalität aus. Ihre Hits singt sie in einem Medley, gut so! Für jemanden der über 600 Titel aufgenommen hat, muss die Auswahl der Songs für den Abend eine Qual gewesen sein. Klassiker wie „Hund, Katze, Maus“ interpretiert sie fast a cappella sitzend umrahmt von ihren Musikern. Der Song „Stein auf Stein“, mit dem sie den Trümmerfrauen in der Nachkriegszeit dankt, ist stark und lässt die Künstlerin als absoluter Solitär auf der Bühne erscheinen. Im Hintergrund auf der Videowand Originalaufnahmen der schuftenden Frauen. Wie facettenreich ihre Stimme ist beweist Mary Roos bei ihrem Erfolgstitel „Nur die Liebe lässt uns leben“. Per Video wird zunächst eine Grußbotschaft von Mark Forster eingespielt, der das Lied dann auf seine Art interpretiert. Die Akteurin steigt dann einfach ein und begleitet ihn stimmlich, ein Highlight des Abends. Natürlich erwartet das Publikum auch den Partyknaller „Einmal um die Welt“ und der Wunsch wird in neuem Arrangement am Ende des ersten Teils erfüllt, wieder ist das gesamte Team in diese Inszenierung involviert. Zur Königin des Abends wird Mary Roos durch ihr Medley „Rücksicht“, „Aufrecht geh’n“ und „So leb dein Leben“. Man hat den Eindruck, dass sie ohne Anstrengung den Finalton minutenlang halten kann … sie kann es! Altbekanntes wie das „Dieter-Bohlen-Medley“ und das Verlassen der Rampe um im Publikum einen Bühnenpartner zum Tanzen zu finden oder ein 1960 er Jahre-Medley von Kolleginnen zu singen erscheinen fast überflüssig. Diese Frau hat ein so reichhaltiges Repertoire und dieses bedarf keiner Coverversionen. Auch die französische Karriere von Mary Roos wird gestreift. „Amour toujours“ singt sie halb Französisch und halb Deutsch.  Als Zugabe liefert sie den Song „Spinner“ der Gruppe Revolverheld.

Es hat sehr lange gedauert, bis diese Ausnahmekünstlerin endlich ein Solo-Projekt startet. Auf den Wogen des Erfolgs getragen durch die TV-Serie „Sing meinen Song“ und das musikalische Kabarettprogramm „Nutten, Koks und frische Erdbeeren“ kommt ihr nun die Ernte einer jahrzehntelangen Saat zugute. Locker und flockig plaudert sie über ihre Bedenken und Ängste und strotzt dabei vor Persönlichkeit und Selbstsicherheit, die ihres Gleichen sucht.  Hier steht ein wirklicher Star auf der Bühne, der endlich die Möglichkeit hat aus dieser Schublade Schlager zu springen. Das gelingt und Mary Roos siegt auf ganzer Linie! Endlich!

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Textquelle: Schmidt-Treptow Künstler- und Medienkontakte, Hans-Peter Schmidt-Treptow

1 Kommentar
  1. Silvia Köke 9 Monaten ago
    Reply

    Super Bericht-dem kann ich in allen Punkten zustimmen.Zum Glück war ich dabei.Ein tolles Konzert mit Highlights aneinandergereiht. Perfektion pur.Danke Mary für diesen wunderbaren Abend. Viel Erfolg für die Tour.Sandy & Martin

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