JOY FLEMING (†) – CINDY BERGER, CORINNA MAY, NICOLE u.a.
Event-Bericht „Joy To The World“ – Joy Fleming Tribute!

Homepage von Joy Fleming

Lesen Sie HIER einen Bericht von Michael Sonneck …:

 

Am 27. September 2017 verstarb JOY FLEMING im Alter von 72 Jahren und löste damit bei auch bei ihren Fans – und vor allem bei uns ESC-Fans – große Trauer aus.

Zu ihrem Gedenken veranstaltete ihr Sohn Bernd Peter Fleming nun am 9. März 2019 im CAPITOL-Theater ihrer Heimatstadt Mannheim einen ganz besonderen Konzertabend.

Das Publikum im ausverkauften Theater erlebte einen Abend voller Emotionen, aber auch der Humor kam nicht zu kurz.

Zur Einstimmung wurden auf einer großen Videoleinwand Fotos aus dem Leben von Joy Fleming gezeigt, und dann begann das Programm mit dem Video-Live-Auftritt Joy Flemings in Stockholm 1975. Der Saal tobte, als man Joy hier noch einmal mit ihrem großen Hit „Ein Lied kann eine Brücke sein“ sehen und hören konnte.

Der ESC zog sich im Übrigen durch den gesamten Abend. So gab es weitere Video-Ausschnitte ihrer Vorentscheidungsauftritte und auch die Sangeskolleginnen, die ihr zu Ehren auftraten, waren fast alle schon beim ESC dabei gewesen.

Doch zunächst sang Bernd Peter Fleming – übrigens mit toller Stimme – den Titel „Mercy me“, begleitet von einer Live-Band unter Leitung des langjährigen Lebensgefährten Joy Flemings, Bruno Masselon, die auch die anderen Künstlerinnen musikalisch begleitete.

Hans-Peter Schmidt Treptow, ein guter Freund von Joy, brachte mit „Deine letzte Reise“ noch einmal die Hommage an Joy Fleming wie schon kurz nach ihrem Tod beim Clubtreffen 2017 im GLORIA-Theater.

Die erste Künstlerin auf der Bühne war Maria Mastrantonio, eine Freundin von Joy, mit „Here we are“.

Im Anschluss begrüßte Bernd Peter Fleming die Vertreterinnen zweier Organisationen, denen der Gesamterlös der Gala zukommen sollte, einer Tierherberge und einer Schule für Blinde und Sehbehinderte, beides Organisationen, die seiner „Mama“, wie er Joy immer wieder liebevoll nannte, sehr am Herzen gelegen hätten.

Sehr am Herzen lag Joy Fleming bekanntermaßen auch der Mannheimer Dialekt, und so erzählte Joana, dass Joy sie früher inständig gebeten habe, doch einmal endlich ein Lied im Dialekt für sie zu schreiben. Und so sei „Butzekrampel“ entstanden, das Joana dann zum Besten gab. Mit „Mannemerisch“ ging es weiter: „In der Heimat ist es schön“, bei diesem Mitklatschlied machte und sang der ganze Saal begeistert mit.

Der zweite Teil des Konzertabends begann mit einer Lesung eines sehr guten Freundes der Familie, Steffen Antes. Er las aus der Autobiographie Joy Flemings, man erfuhr, wie schwer es die Familie in der Nachkriegszeit hatte und vieles mehr, so z.B. dass Joy Fleming zunächst eine  Ausbildung zur Verkäuferin angefangen hatte, diese aber vorzeitig abbrach, dann in einer Gummifabrik arbeitete, währenddessen aber schon erste Auftritte vor den in Mannheim stationierten amerikanischen Soldaten hatte, und schließlich dann 1966 die Band „Joy & The Hit Kids“ gründete.

1969 hatten Cindy & Bert sie zufällig bei einem Open-Air-Auftritt mit dieser Band gesehen und daraus entwickelte sich eine Freundschaft, erzählte Cindy Berger, die  dann den Titel sang, mit dem sie Joy bei dieser Gelegenheit gehört hatte, nämlich „Oh, Darling“. Schmunzeln konnte man – wie so oft an diesem Abend – auch bei der Anekdote von Cindy, sie habe eine Zeit lang auch in Sinsheim gewohnt, so dass sie Joy manchmal im Supermarkt getroffen habe. Das Bemerkenswerte an Joy Fleming sei dabei gewesen, dass sie immer lauthals gesungen habe, während sie den Einkaufswagen durch die Reihen schob.

Ingrid Peters, mit der Joy Fleming in der Vorentscheidung 1986 angetreten war, berichtete sehr gerührt, dass Joy sie, nachdem der Sieg von „Über die Brücke geh’n“ feststand, sofort umarmt und beglückwünscht habe mit den Worten „Du hast es wirklich verdient!“.  Dies war einer der vielen emotionalen Momente des Abends, eines Abends, der dann aber auch wieder sehr lustig war, wenn z.B. Videoausschnitte von früher gezeigt wurden. Joy Fleming hat ja nie ein Blatt vor den Mund genommen, war immer unverstellt echt, so auch, als sie in der VE-Show mit Stefan Raab 2004 als Jurorin Max Mutzke leidenschaftlich über den grünen Klee lobte.

Großes Gelächter im Saal auch, als ihr Sohn die Anekdote erzählte, wie sie ihn um Hilfe gebeten habe, als Google nicht reagierte, als sie über ihr neues Tablet gelbe Bettwäsche bestellen wollte, nicht wissend, dass man in ein Tablet nicht einfach hineinrufen kann, um eine Online-Bestellung aufzugeben.

Im Jahr 2002 waren Corinna May und Joy Fleming in der deutschen Vorentscheidung angetreten, auch Corinna May erzählte, wie Joy ihr ganz selbstlos zu ihrem Sieg gratuliert habe und sang dann natürlich „I can’t live without music“.

Als letzter Gast berichtete Nicole von der großherzigen Joy Fleming, die nie etwas auf sie, Nicole, habe kommen lassen. „The Rose“ und natürlich „Ein bisschen Frieden“ sang Nicole zu Ehren von Joy Fleming.

Den Abschluss und Höhepunkt dieses wunderbaren Konzertabends bildete dann der gemeinsame Auftritt aller Gäste, die mit verteilten Rollen „Wenn man Freunde hat“ („That’s what friends are for“) sangen, da bekam so mancher Gänsehaut!

Man konnte merken, wie glücklich Bernd Peter Fleming über den Verlauf des Abends war. Zum Abschluss kündigte er noch an, dass es im Herbst 2019 einen Nachwuchs-Gesangswettbewerb um den „Joy Fleming Preis“ geben werde – eine großartige Idee, auch damit dieser großartigen und liebenswerten Künstlerin ein Denkmal zu setzen!

 

Erbengemeinschaft Joy Fleming

 

 

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1 Kommentar
  1. Wolfgang 2 Monaten ago
    Reply

    Danke für den sehr schönen Bericht….!
    Habe ein Video von „Wenn man Freunde hat“ gesehen, sehr schön gemacht „Gänsehaut“.
    Verstehe es bis heute nicht das kein „Label“ eine „Best-of“ CD von JOY FLEMING auf den Markt gebracht hat !!
    Mehr wie schade !
    Der Familie und Freunden von JOY, beste Wünsche !

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