MÜNCHENER FREIHEIT
smago! TV-Kritik „Solang man Träume noch leben kann“!

smago! Chefredakteur Andy Tichler war am Sonntag Vorabend (03.11.2019) beim Club-Konzert der Münchener Freiheit in Düsseldorf („Stahlwerk“)!

 

 

Ein Kontrastprogramm sondergleichen liegt hinter der MÜNCHENER FREIHEIT: Am vergangenen Wochenende spielte die Band, die sich unmittelbar auf der Zielgeraden ins 40-jährige Dienstjubiläum befindet, am Samstag (02.11.2019) vor 13.000 Zuschauern im Rahmen eines „gemischten Programms“ in der KöPi Arena in Oberhausen, um am Folge-Tag (Sonntag, 03.11.2019, 18:00 Uhr) ein Club-Konzert im Düsseldorfer Stahlwerk zu spielen. Nun sind Club-Konzerte auch für eine Band vom Schlage der Münchener Freiheit überhaupt nichts Verwerfliches – selbst die Rolling Stones spielen bisweilen (und das liebend gern) Club-Konzerte. Und speziell „der Neue“ der Münchener Freiheit (seit 2012!), der längst mit der Münchener Freiheit zu einer Einheit verschmolzen ist, Tim Wilhelm, der noch ein Dreikäsehoch war, als die Münchener Freiheit sich gegründet hatte, liebt solche intimen Rahmen. Und da die Münchener Freiheit ohnehin „aus dem Untergrund“ kommt, passte das alles ganz wunderbar. (Zuletzt hatte die Münchener Freiheit übrigens 2014 in Düsseldorf gespielt.)

Mit 22 Chart-Singles (zuzüglich einer weiteren im Verbund mit Mr. President) und 19 Chart-Alben und vielen weiteren starken Titeln und Alben hat die Münchener Freiheit deutsche Popmusikgeschichte geschrieben.

Und doch sind Gitarrist Aaron Strobel (61) Bassist Michael „Micha“ Kunzi (61), Keyboarder Alexander „Alex“ Grünwald (65) sowie Schlagzeuger Rennard Henry „Rennie“ Hatzke (63) mit ihrem „jungen Wilden“ Tim Wilhelm (41) meilenweit davon entfernt, eine reine Retro-Band zu sein, auch wenn neue Song-Veröffentlichungen in letzter Zeit wohl dosiert sind. Und dennoch ist die Band auf dem Live-Markt derzeit so gefragt wie seit zwanzig Jahren nicht mehr. Und im großen Jubiläums-Jahr will es die Münchener Freiheit ohnehin noch einmal wissen, wie Sie HIER nachlesen können.

Ein Konzert der Münchener Freiheit gleicht dem Sprung in einen Jungbrunnen. Urplötzlich fühlt man drei Jahrzehnte jünger. Die Titel sind zeitlos gut und werden im Wesentlichen auch so dargebracht, wie man sie kennt und liebt. Und bis auf „So heiß“ werden nahezu alle großen Münchener Freiheit Klassiker zu Gehör gebracht.

Mit „Liebe auf den ersten Blick“, „Tausendmal du“ und (einem Frühwerk) „Herzschlag ist der Takt“ ist bereits der perfekte Anfang gemacht. Mit „Ich brenne für dich“ präsentiert die Band dann „die aktuell noch neuste Single“, wie MF-Frontmann Tim Wilhelm schelmisch anmerkt. „Du bist Energie für mich“, „Es gibt kein nächstes Mal“ und ihr erster (amtlicher!) Hit „Oh Baby“ folgen. Mit „Wenn das so einfach ist“ (1986) und „Kathrin“ (1983) folgen zwei Song-Perlen, die zwar bis heute ein reines Langspielplatten-Dasein fristen mussten (also KEINE Single-Kandidaten waren), die von den Fans aber immer wieder verlangt werden.

„Ich will dich noch mal“ und „Herz aus Glas“ lassen jedes Fan-herz höher schlagen. Wir verbleiben noch für einen weiteren Song in den 80ern, wobei „Melancholie“ aus dem Jahre 1984 wieder ein „Album-Titel“ war, bevor mit „Magnet“ ein Song neueren Datums (aus dem Jahre 2013) erklingt.

„Wir sind keine politische Band. Aber: Wir sind Menschen, die mit offenen Augen durch die Welt gehen.“ – Mit diesen Worten und dem Hinweis, dass es nicht selbstverständlich ist, ein Konzert wie dieses in Frieden erleben zu dürfen, kündigt Tim Wilhelm den Song „Tausend Augen“ an, auch wenn in Düsseldorf KEINE tausend Augen gezählt werden konnten. Aber das spielt wie gesagt überhaupt keine Rolle.

Mit „S.O.S.“ folgt dann derjenige Titel, mit welchem die Band die „ZDF-Hitparade“ haushoch für sich bestreiten konnte. Mit „Ich steh‘ auf Licht“ geht es dann bis (fast) ganz an den Anfang der Band-Geschichte zurück. Und natürlich darf DIE Pop-Hymne Deutschlands, „Ohne dich (schlaf‘ ich heut‘ Nacht nicht ein)“, die seinerzeit wochenlang Platz 2 der Offiziellen Deutschen Single Charts belegte, nicht fehlen. Wäre „Ohne dich (schlaf‘ ich heut‘ Nacht nicht ein)“ nicht ohnehin einer der ganz, ganz großen Klassiker der deutschen Pop-Geschichte, man wäre glatt geneigt zu behaupten, dass dieser Titel speziell in den letzten Monaten und Jahren eine regelrechte Renaissance erlebt. Die Cover-Versionen lassen sich mittlerweile gar nicht mehr zählen.

Apropos Cover-Version: Als erste Zugabe gibt es „Solang man Träume noch leben kann“. Dieser Song wurde gerade von Oli.P gecovert und am Samstagabend (02.11.) in der Sendung „Schlagerbooom 2019 – Alles funkelt! Alles glitzert!“ präsentiert.

Als „Rausschmeißer“ diente passenderweise der Nachfolge-Hit von „Solang man Träume noch leben kann“ – „Bis wir uns wiederseh’n“ (ein Pop-Song von fast schon wagnereskem Ausmaß.)

 

 

TITELLISTE

 

01. Liebe auf den ersten Blick
02. Tausendmal du
03. Herzschlag ist der Takt
04. Ich brenne für dich
05. Du bist Energie für mich
06. Es gibt kein nächstes Mal
07. Oh Baby
08. Wenn das so einfach ist
09. Kathrin
10. Ich will dich nochmal
11. Herz aus Glas
12. Lichtermeer
13. Magnet
14. Tausend Augen
15. S.O.S.
16. Ich steh’ auf Licht
17. Ohne dich (schlaf’ ich heut’ Nacht nicht ein)

18. Solang man Träume noch leben kann
19. Bis wir uns wiederseh’n

Weitere Artikel:

Textquelle: Andy Tichler, Chefredakteur www.smago.de (Textvorlage)

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