„“DAS TRAUMSCHIFF““
„Zur See“ – Als der Osten das „Traumschiff“ erfand!

Szene aus dem Spielfilm mit Chief Paul Weyer (Günter Naumann) und Kapitän Karsten (Horst Dirnda.) Foto-Credit: MDR - DRA / H. J. Hoeftmann

Hochspannende Doku am 06.01.2019 um 20:15 Uhr im MDR FERNSEHEN!

 

 

Sie war eine der erfolgreichsten und meistgesehenen Serien im DDR-Fernsehen: Der Neunteiler „Zur See“ lockte Millionen Zuschauer in der DDR ab Januar 1977 an die Bildschirme. Die Doku erinnert in 90 Minuten an den Serienhit von damals und an die Inspiration zu einem neuen TV-Klassiker, dem „Traumschiff“ – am 6. Januar, 20.15 Uhr im MDR FERNSEHEN.

Was die Episoden immer noch so interessant macht, ist die realistische Darstellung des Alltags in der DDR, die in einem völligen Gegensatz steht, zu einem für damalige Verhältnisse doch sehr exotischen Handlungsort auf einem Frachtschiff.

Viele prominente DDR-Schauspieler waren für die Serie in Hauptrollen verpflichtet worden. Mit Horst Drinda, Jürgen Zartmann, Günter Schubert und Günter Naumann standen populäre Schauspieler ihrer Zeit vor der Kamera. Sie fuhren als Seeleute an Bord der „MS Fichte“ um die halbe Welt und hatten dabei die abenteuerlichsten Situationen zu meistern: sei es ein Brandsatz an Bord, ein Bullenkampf an Deck, ein Motorschaden auf hoher See oder die Rettung eines schwerkranken Crew-Mitglieds in allerletzter Minute.

Fesselnde Geschichten, zwischen Alltag und Krise – viele davon basierten auf wahren Begebenheiten und machten die Serie zum Klassiker des DDR-Fernsehens.

Die Dreharbeiten dauerten mehr als zwei Jahre, denn Drehort war das Lehr- und Frachtschiff Johann Gottlieb Fichte der Deutschen Seereederei, auf dem Matrosen und Offiziere ihre praktische Ausbildung auf „Großer Fahrt“ beendeten. Viele der fast 300-Mann Besatzung übernahmen daher bei den Dreharbeiten auch Statistenrollen.

Die Reise mit der Filmcrew ging ein Vierteljahr nach Kuba und zurück. Westliche Häfen sollten nicht angelaufen werden, um eine Flucht zu vermeiden. Jürgen Zartmann: „Die haben ja extra die Route geändert. Ursprünglich sollte es über Göteborg gehen. Dann gingen auf See die Hilfsdiesel kaputt und wir sind in Aalborg an Land! Und alle kamen wieder.“

Eva Stein, die Drehbuchautorin erinnert sich noch heute: „Eigentlich ist es erstaunlich, dass eine solche Serie überhaupt produziert wurde, die das Fernweh der eingemauerten DDR-Bevölkerung ja noch verstärken musste.“ Jedoch waren ganz pragmatische Probleme Anlass für diese Fernsehserie. Denn die Deutsche Seereederei hatte schlichtweg Personalnotstand und man wollte mit den spannenden Abenteuern junge Leute für die Seefahrt begeistern.

Fernseh-Kapitän Horst Drinda ging in seinen Drehpausen an Bord einem besonderen Hobby nach: Mit seiner 16mm-Kamera filmte er den Schiffsalltag und natürlich auch immer wieder die Dreharbeiten. Dieses teilweise unveröffentlichte Filmmaterial, zusammen mit privaten Tagebuchaufzeichnungen und Zeitzeugeninterviews sowie Ausschnitten aus den Filmen erzählt von einer Fernsehserie, die nicht nur in der DDR Geschichte schrieb.

Der deutsche Fernsehproduzent Wolfgang Rademann, Begründer der Erfolgsserien „Das Traumschiff“ und „Die Schwarzwaldklinik“ war damals von der Resonanz von „Zur See“ so beeindruckt, dass er Ende der 1970er-Jahre sagte: „So etwas müssen wir auch machen“. Und vier Jahre nach der Erstausstrahlung der DDR-Serie, ging 1981 im ZDF „Das Traumschiff“ auf Sendung und läuft bis heute.

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