MAX GIESINGER
„Ich hatte eine 5 in Musik!“

In der MDR-Talkshow „Riverboat“ sprach er mit Jörg Kachelmann darüber, dass der Weg nach oben auch für ihn kein leichter war …:

 

Jörg Kachelmann: Bei Ihnen ging es ja tierisch ab mit dem Erfolg. Was ich mich dann immer frage: Kameras und Erfolg sind ja auch etwas Charakterveränderndes für manche. Wie haben Sie sich konzipiert, dass Sie kein Arsch werden?

Es gab einen sehr langen Weg, der mit sehr viel Scheitern belegt war, Absagen von Plattenfirmen und auch andere Absagen. Als es dann geklappt hat, war es wie ein Weltwunder und ich konnte mein Glück kaum fassen. Es war wie ein Lottogewinn. Ich habe mir als 12-jähriger Teenie immer gesagt, dass ich mit meiner Musik erfolgreich sein will, aber auch bei mir bleiben will. Ich mochte nie Arroganz, ich konnte nie was mit Arroganz anfangen und habe mir das auch als Leitsatz mitgegeben: Ich will so nie werden. Ich hänge immer noch mit meinen Buddys ab, mit denen ich früher Straßenmusik gemacht habe. Seit 10 Jahren sind wir fest verbunden und wir halten uns gegenseitig auf dem Boden. Wenn einer durchdrehen würde, würden wir uns das auch direkt gegenseitig sagen.
Jörg Kachelmann: Ich sehe bei Ihnen den regelmäßigsten Oberkiefer, seit es Oberkiefer gibt!

Was musste ich erleiden dafür (lacht). Fünf Jahre Zahnspange! Ich war der erste, der so eine lose Zahnspange hatte und hatte dann echt von 10 bis 13 die feste Zahnspange und dann knallte da beim Fußballspielen immer mal ein Ball drauf und es blutete alles. Aber als die dann raus war und die ersten Pickel auch verschwunden, da habe ich dann auch die ersten Interessentinnen bemerkt (lacht).
Jörg Kachelmann: Warum wurden Sie gedisst im Schulbus?

Ich glaube, ich war einfach sehr schüchtern und zurückhaltend und konnte mich auch nicht wehren. Da hatte ich noch nicht diese Festigkeit in mir selbst, das hat sich dann erst gelegt mit der Musik, die mir auch Selbstvertrauen gegeben hat. Mittlerweile habe ich sogar auch das mit dem Kochen hinbekommen – mit YouTube-Tutorials.
 
Jörg Kachelmann. Wie ist die Schule so gelaufen?

Schule war immer ein schwieriges Thema. Ich hatte immer Bauchweh, wenn wir hingefahren sind. Ich dachte, oh Gott, heute kommt wieder diese Rechenreihe im Matheunterricht und dann komme ich wieder dran und dann versage ich wieder. Ich habe in den frühen Jahren die Schule immer mit peinlichen Momenten verbunden, weil ich dachte, ich bin einfach zu dumm für dieses Gymnasium. Dann habe ich irgendwann eine Klassenstufe wiederholt – weil ich eine 5 in Musik hatte. Das ist kaum zu glauben, aber ich konnte keine Noten lesen und war schlecht in Musiktheorie. Und dann kam ich irgendwann in eine Klasse, in der ich mich sehr wohlgefühlt habe und parallel lief das dann auch mit der Musik an und ich spielte erste Auftritte und ab da lief es dann gut, ich wurde immer selbstbewusster und extrovertierter.

Textquelle/Bildquelle:
Plan A | PR, Antje Pohle - Mit Zitaten und Statements aus der MDR-Talkshow "Riverboat" (Textvorlage)

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