BIRGIT SCHROWANGE
Die Braut, die sich – nach ihrer Ehe mit Markus Lanz – nicht (mehr) traut …?

In der MDR-Talkshow „Riverboat“ gab Birgit Schrowange auch private Einblicke …:

 

Kim Fisher: Du hast ja Deine Fernsehkarriere, auch „RTL Extra“, nach so vielen Jahren freiwillig beendet. Was für ein Freiheitsgefühl, das selbst zu entscheiden, oder? 

Das war mir sehr wichtig, das selbst zu entscheiden. Das Leben ist so ein „Loslassen“-Prozess. Ich finde man sollte dann gehen, wenn es am Schönsten ist, man sollte das selbst definieren und es hat sich für mich nach 25 Jahren auch richtig angefühlt. Es hatte sich auch so einiges verändert bei mir, ich bin darüber hinaus gewachsen und es passte nicht mehr richtig so richtig zusammen. Es hat mir immer noch Spaß gemacht, aber es war richtig so, es aufzugeben.
Kim Fisher: Aber es hat keiner im Hintergrund gesagt, „Frau Schrowange, wie lange wollen Sie das denn noch machen?“ 
Nein, wirklich nicht. RTL hält an seinen Gesichtern fest. Ulrike von der Groeben ist sogar noch ein Jahr älter als ich. Meine Kolleginnen sind alle seit vielen Jahren da und es hat noch niemand gehört: „Du bist zu alt“. Im Gegenteil zu den öffentlich-rechtlichen Sendern, da höre ich schon, dass man da etwas anders unterwegs ist.
Kim Fisher: Liebe Kollegen, und warum schneidet ihr jetzt auf mich? Ich glaube, es hackt! Aber Jörg, kannst Du Dich erinnern? Du hast immer zu mir gesagt: Mit 40 kommt die unsichtbare Hand, die nimmt einen dann vom Sender.
Jörg Kachelmann: Der MDR ist so toll wie RTL!
Kim Fisher: Du sagtest gerade, Du bist gut im Loslassen. Warst Du bei Deinem Sohn eine Glucken-Mutter?

Die war ich nie. Als er noch bei mir lebte, habe ich ihm durchaus auch zugemutet, zwei, drei Tage alleine zu bleiben bei uns Zuhause. Wir hatten einen Hund und da hat er sich gekümmert. Ich hatte Leute im Haus, die dann mal nach ihm geschaut haben. Ich denke, man kann Kindern viel mehr zumuten, als man denkt. Heutzutage gibt es Helikopter-Eltern, das habe ich nie gemacht. Er ist mit der Straßenbahn in die Schule gefahren, musste umsteigen, das war ein Schulweg von fast einer Stunde. Wenn ich dann diese Leute gesehen habe mit ihren fetten SUVs, wo eine Mutter drin saß mit ihrem kleinen Kind, das sie bis ins Klassenzimmer gefahren hat: Das habe ich nie verstanden und nachvollziehen können.
Kim Fisher: Sag mal, wann heiratest Du denn jetzt?

Ich bin doch jetzt erst mal verlobt! Aber ich sage ja immer: Bis 65 Jahre habe ich es geschafft, das „Fräulein“ abzulegen. Ich war schon mehrfach verlobt, mit 16 Jahren das erste Mal.
Kim Fisher: Bist du die Braut, die sich nicht traut?

Nö, ich habe einfach auf den Richtigen gewartet. Er ist mir jetzt begegnet. Seitdem ich meine grauen Haare habe, seit ich zu mir stehe, habe ich einfach den richtigen Mann in mein Leben gezogen. Ja, das ist einfach so. Viele Frauen über 50 sagen: Ach ja, ich bin ja jetzt unsichtbar, die Männer wollen lieber jüngere Frauen. Aber: Es liegt ja an uns, ob wir uns unsichtbar machen. Und es gibt natürlich viele Männer, die wollen jüngere Frauen. Aber es gibt auch Männer, die wollen eine Frau auf Augenhöhe. Und dann ist es egal, ob die gleichaltrig ist oder ob die sogar ein bisschen älter ist. Ich bin ja ein bisschen älter als mein Partner.
Kim Fisher: Wie hat er Dir denn überhaupt den Antrag gemacht?

Den hat er mir an meinem Geburtstag gemacht. Letztes Jahr im April.
Kim Fisher: Hmm. Wie?

Das kann ich jetzt nicht sagen. Ich sage soviel: Er hatte an diesem Wochenende vor, mir nach Zermatt zu locken. Das liebt er dort, mit Skifahren und allem. Er hatte dort eine tolle Suite gebucht und wollte mir den Antrag machen und ich habe ihn davon abgehalten, weil mein Sohn an diesem Wochenende kam. Ich sagte dann: Ne, an diesem Wochenende geht es leider nicht, Laurin kommt aus London. Und da musste er seinen sehr romantischen Antrag, den er vorbereitet hatte, auf Köln verlegen. Er hat dann noch überlegt, ob er es vielleicht später macht, aber er wollte es unbedingt an meinen Geburtstag machen und dann eben in Köln. Auch sehr romantisch, aber mit einer weniger schönen Kulisse. Ab 54 Jahren geht die Glückskurve hoch: Die Altlasten sind weg, die Kinder sind raus – ab da beginnen die besten 20 Jahre des Lebens. Wissenschaftlich erwiesen!

Textquelle/Bildquelle:
Plan A | PR, Antje Pohle - Mit Zitaten und Statements aus der MDR-Talkshow "Riverboat" (Textvorlage)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

67 + = 72

Diese Webseite verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und Ihre Widerspruchsmöglichkeit hier: Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen