smago! AWARD
„smago! Award feiert & ehrt ’50 Jahre ZDF-Hitparade'“: Der absolut ultimative Event-Bericht (1/2)!

HIER können Sie den gesamten Abend des 12.01.2020 in aller Gemütsruhe Revue passieren lassen …:

 

 

Am 19.01.2020 erschien auf dem Portal „Die Schlagerprofis“ ein wirklich toller, ausführlicher (um nicht zu sagen: nahezu allumfassender) und (über weite Stecken!) auch fairer und angemessener (!) Artikel von Stephan Imming über den smago! Award (… „feiert & ehrt ’50 Jahre ZDF-Hitparade“), den wir natürlich auch gerne hier bringen möchten. (Zumal SMAGO ja schlecht selbst die ultimative Lobhudelei auf die eigene Veranstaltung schreiben kann!) Hier und da ließen sich jedoch einzelne Kürzungen, Streichungen und kurze Eigenanmerkungen nicht ganz vermeiden. (Der Original-Text  kann unter folgendem Link nachgelesen werden.)

smago! bedankt sich herzlich bei Stephan Imming für die Abdruckgenehmigung dieser „Fleißarbeit“!‘

Auch wenn die ZDF-Hitparade am 18.01.2020 schon 51 Jahre alt wurde, ließ es sich Andy Tichler und sein Portal SMAGO.de nicht nehmen, den Geburtstag der ZDF-Hitparade zu feiern.  (Hierzu sogleich die erste „Randanmerkung“: Die Veranstaltung fand am 12.01.2020 und somit durchaus noch im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der „ZDF-Hitparade“ statt; dass der Artikel bei den „Schlagerprofis“ erst am 19.01.2020 online ging, steht auf einem anderen Blatt Papier …))

Hier unser ausführlicher Hintergrundbericht mit vielen Videos vom „Klassentreffen“ und spannenden Hintergrundinformationen:

Im Berliner MOA-Hotel, erneut eine klasse Location für das Event, fand am 12.01.2020 der smago! Award statt. Motto: „smago! Award feiert und ehrt ’50 Jahre ZDF-Hitparade’“. Dank der tollen Interviews von Sabrina Rucks (mit Produzent Jörg Unkel) von den Hauptstadtfotografen und Klaus Bartel (vielen Dank für die Genehmigung, die Videos auch hier einzubinden!) können wir nun einen umfangreichen Bericht bringen:

Der Moderator Jan Kunath, bekannt von sonnenklar.tv, eröffnete die Veranstaltung. Der erste Interpret des Abends war Ross Antony. Der war zwar nie bei der ZDF-Hitparade zu Gast, trug aber einen Klassiker des verstorbenen Tony Holidays vor: „Tanze Samba mit mir“. Dem YouTube-Kanal „TIK-Online“ verriet Ross in einem Interview, dass er sich wünscht, dass es für ihn so weitergeht in der Schlagerwelt. Er sei „wunschlos glücklich“ und freue sich auf seine neuen Shows. Ross erhielt den Award als „erfolgreichster Cover-Artist“. ((Ross Antony war – so wie im Übrigen auch Giovanni Zarrella – eingeladen worden, weil sie beide dem Schlager und auch dem „Hitparaden-Schlager“ eine Brücke in die Neu-Zeit bauen … Ganz abgesehen davon ist ein smago! Award ohne Ross zwischenzeitlich gänzlich undenkbar.))

1969-1971

Den ersten Block des smago! Awards bildeten die Stars der Anfangsjahre – von 1969 bis 1971.

Christian Anders erschien standesgemäß im edlen Smoking und sang seinen Klassiker „Geh nicht vorbei“ live. Im Interview mit den Hauptstadtfotografen verriet der Star, dass er die Freigabe habe, den Ozzy-Osborne-Titel „Dreamer“ auf Deutsch singen dürfe. Auf die Frage, mit wem er gerne ein Duett singen wolle, antwortete er, dass er eigentlich der einsame Wolf sei, aber gerne mit Michael Holm ein Duett produziert habe. Geehrt wurde er mit dem smago! Award als „Der Schlagergott“ (der „Göttliche“).

„Ganz in Weiß“ präsentierte sich Hitparaden-Dino Graham Bonney, der bei der ersten ZDF-Hitparade mit dabei war und auch beim smago!-Award den Klassiker „Wähle 3-3-3“ interpretiert. Seinen Award erhielt Graham als „Premieren-Teilnehmer der 1. ‚Hitparade’ vom 18.01.1969“. Gut gelaunt gab sich Graham im Interview mit den Hauptstadtfotografen und sang spontan das Lied vom „Kölschen Jung“:

Weiter ging es mit Michael Holm und seinem Evergreen „Mendocino“. Er trug weiße Schuhe und (wie Kollege Martin Mann) eine Sonnenbrille. Besonders beeindruckend waren seine Tanzschritte – für „Mitte 70+“ schon erstaunlich fit, der gute Michael – offensichtlich hält Schlager jung. Auch Michael erhielt – wie in der guten alten Zeit – einen Blumenstrauß überreicht. Im Interview mit Sabrina Rucks verriet er, was er für 2020 vor hat: „Musik machen“… Geehrt wurde er (zunächst!) nachträglich mit einer Award-Überreichung des Vorjahrs für die Live-Tournee des Jahres 2018 („Schlagerlegenden“).

Martin Mann präsentierte seinen Klassiker „Meilenweit“. Sensation: Erstmals seit Jahrzehnten gab es in Wort und Bild die Ansage Dieter Thomas Hecks aus der damaligen ZDF-Hitparade zu sehen –aus einer der so genannten verschollenen Sendungen. Damals verkündete Heck, dass Martin der erste Mann im deutschen Fernsehen sei, der in Hotpants auftrete. Hintergrund war eine Wette. Martin präsentierte seinen Oldie mit vollem Engagement, ging ins Publikum und verlor kurz vor Song-Ende sogar seine Gitarre auf der Bühne – eine Panne, die wohl kaum jemandem aufgefallen ist (Profi ist eben Profi) und auch niemanden störte.

Peter Orloff sang im dunkelblauen Anzug mit schneeweißem Einstecktuch seinen Klassiker „Ein Mädchen für immer“. Dem YouTube-Kanal TravelcamTV gab Peter ein Interview und verglich darin den smago-Award mit den damaligen RTL-Löwenverleihungen. Er orakelte, dass Prince Damien und Sven Ottke Chancen auf den Thron des Dschungelkönigs haben könnte. Neben Ross Antony (und dem im vergangenen Jahr verstorbenen Costa Cordalis) hat ja auch er Dschungelerfahrung. Der Titan erinnert sich daran, dass er in den ersten goldenen 10 Jahren der ZDF-Hitparade dabei gewesen ist. Wie immer trug er sein orthodoxes Kreuz. Auch Peter erhielt als „Der Titan“ seinen Award als „Premieren-Teilnehmer der 1. ‚Hitparade’ vom 18. Januar 1969“.

Ganz besonders stolz war Randolph Rose. In 50 Jahren Karriere war es das erste Mal überhaupt, dass er eine Auszeichnung erhalten habe, verriet der Cousin von Marianne Rosenberg nicht ohne Stolz im smago! Interview mit Victoria Herrmann. Randolph versprach, eine Retrospektive des Schaffens seiner letzten 50 Jahre zu veröffentlichen, weil er sein 50-jähriges Bühnenjubiläum feiere.

Sehen Sie hier das interessante Randolph Rose-Interview der „Hauptstadtfotografen“:

Die Preisträger der ersten Jahre 1969 bis 1971 wurden von Moderator Jan Kunath auf die Bühne geholt: Randolph Rose, Peter Orloff, Martin Mann, Michael Holm, Graham Bonney und Christian Anders freuten sich über die Preisverleihung.

Im Anschluss gab es einen Award für „Die Pop-Ikone Deutschlands“ Marianne Rosenberg. Die präsentierte ihren aktuellen Titel „Wann (Mr. 100%)“ – stilecht mit roter Jacke wie einige ihrer männlichen Kollegen. Auch sie bekam einen Award – darauffolgend wurde der nächste Block angekündigt – die Jahre 1972 bis 1979 wurden beleuchtet.

1972-1979

Eröffnet wurde dieser Block vom Trio Adam Schairer, Gaby Baginsky und Claudia Jung, die gemeinsam den Adam-&-Eve-Klassiker „Wenn die Sonne erwacht in den Bergen“ vortrugen. Zunächst war neben Adam nur Gaby auf der Bühne, bis sie dann von Claudia unterstützt wurde. Da störte es keinen, dass Adam Schairer eigentlich den Vornamen Hartmut trägt. ((Sein Nenn-Name ist aber eben – und das bereits seit einigen Jahrzehnten – „Adam Schairer“ …))

Erneut als „Schlagergott“ vorgestellt, ließ Christian Anders im neuen Outfit einmal mehr den „Zug nach Nirgendwo“ rollen. Eine Wohltat: Er ließ es sich nicht nehmen, live zu singen – selbstredend zum Original-Playback der 1970er Jahre – klasse und eines Schlagergottes würdig.

Hier das Interview der Hauptstadtfotografen mit Christian Anders:

Gaby Baginsky präsentierte ihren Superhit „Der Rum von Barbados“. Wie so viele andere Interpreten ließ sie es sich nicht nehmen, auch ins Publikum zu gehen. Die Katzenfreundin (sie hat laut eigener Aussage 30 Katzen) hat bis heute einen vollen Terminkalender, wie zu vernehmen war. Ihren Preis holte sie sich für ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum ab.

Stolz zeigte Gaby ihren Preis den Hauptstadtfotografen und stand für ein interessantes Interview Rede und Antwort:

Cindy Berger sang den ewig jungen Klassiker „Immer wieder sonntags“ – bis heute das Motto einer beliebten TV-Show. Im Medley waren dann aber auch „Spaniens Gitarren“, „Wenn die Rosen erblühen in Malaga“ und „Ich komm bald wieder zu hören“ – bis heute gern gehörte Melodien, die Cindy zu Gehör brachte und bekannte: „Ich hab’s ja nicht weit – ich bin ja seit drei Jahren Berlinerin“. Geehrt wurde sie für „Cindy & Bert“ als „das erfolgreichste Duo in der Geschichte der ZDF-Hitparade“.

Im Interview mit Sabrina Rucks erinnerte Cindy daran, dass es in Berlin ja auch ein von Ursli & Toni Pfister initiiertes Musical namens „So, als ob du schwebtest“ gab.

Im knallroten Sacco trat Lucas Cordalis auf, der das Lebenswerk seines Vaters weiterführte, indem er dessen größten Hit „Anita“ performte. „In liebevoller und dankbarer Erinnerung“ wurde ihm der smago! Award überreicht. Lucas bedankte sich mit beeindruckenden Worten: „Mein Vater hat sich immer gewünscht, dass seine Musik weiterlebt. Ich sehe es als meine Verpflichtung, ihm diesen Wunsch zu erfüllen. Und wenn ich euch sehe, weiß ich, das wird auch so sein!“ – klasse!.

Diesmal war Lucas „alleine“ da. Daniela Katzenberger war mit der Tochter im Hotel, weil es diesmal keine Nanny gab – so verriet es Lucas im Interview mit den Hauptstadtfotografen:

Im Anschluss präsentierte Michael Holm, der ja schon im ersten Block dabei war, seinen Hit „Tränen lügen nicht“. Auch er stand den Hauptstadtfotografen für ein Mini-Interview Rede und Antwort:

Nina Lizell sang ihren Klassiker „Eins, zwei, drei“, die von Ralph Siegel produzierte deutsche Version eines erfolgreichen 1976er ESC-Klassikers und erhielt – wie früher bei der ZDF-Hitparade – ihren obligatorischen Blumenstrauß von einem Fan überreicht.

Auch Peter Orloff war – wie zuvor Michael Holm – ein zweites Mal auf der Bühne und erinnerte an seinen Klassiker „Immer, wenn ich Josie seh“. Hier erklärt er uns, warum er gleich zwei Mal beim smago! Award aufgetreten ist, warum er sein Kreuz trägt und über seine Freude, erstmals in die Album Charts eingestiegen zu sein:

Dunja Rajter präsentierte ihren Hit „Ich überleb’s“, die deutsche Version des Gloria-Gaynor-Hits „I Will Survive“. Im Interview mit den Hauptstadtfotografen bekannte sie, lange überlegt zu haben, ob sie nach Berlin reisen solle, weil sie ja eher für Folklore und weniger für Schlager stehe. Da auf ihrem mit Alfons Weindorf entstandenen neuen Album aber auch Schlager zu hören seien, habe sie gerne zugesagt. Ihrem Produzenten hat Dunja ein großes Kompliment gemacht.

In einer glitzernden Robe präsentierte Ireen Sheer ihren Hit „Feuer“. Ireen ist auf der großen Schlager-Hitparaden-Tournee dabei und freut sich (zusammen mit G. G. Anderson) auf schöne Konzerte, die von Sascha Heyne moderiert werden (Sascha hat früher auch schon den smago!-Award moderiert). Ireen wurde für ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum geehrt.

Als „Durchstarter / Senkrechtstarter des Jahres“ wurde schließlich Giovanni Zarrella geehrt. Er interpretierte „So bist du“ auf Italienisch: „Cosi sei tu“. Die Begründung für den Award war, dass er uns das italienische Lebensgefühl zurückbringe und ((wie im Übrigen auch Ross Antony)) dem Schlager eine Brücke in die Neu-Zeit baue. Weil er „So bist du“ auf Italienisch präsentierte, wurde er in den 70er Block gesetzt, allerdings auch, weil er laut smago! noch „seinen Flug zu erwischen“ hatte… ((Tatsächlich stammt der Titel „So bist du“ von Peter Maffay aus dem Jahre 1979. Also war Peter Maffay auch 1979 mit „So bist du“ in der „ZDF-Hitparade“ zu Gast. Und das gleich mehrfach.))

Anschließend betrat Jan Kunath erneut die Bühne, um die Awards für die Jahre 1972 bis 1979 zu vergeben. Geplant war, dass alle Künstler des Blocks „bis auf Christian Anders und Peter Orloff“ zur Preisverleihung die Bühne betreten sollten. Allerdings fand sich auch Peter Orloff zur Preisverleihung ein und schaute etwas dumm aus der Wäsche, dass er nicht bedacht wurde (, weil er ja schon im ersten Block dran war). ((Des Rätsels Lösung: Michael Holm hatte ihn einfach mit auf die Bühne „gezerrt“. Und die große – zweite – Stunde von Peter Orloff sollte durchaus noch schlagen …))


Textquelle/Bildquelle:
"Die Schlagerprofis", Stephan Imming - Mit freundlicher Abdruckgenehmigung

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