RAMON ROSELLY
Ist der Titel „Eine Nacht“ ein „Plagiat“? – smago! hat nachgefragt!

Und das nicht bei irgendwem, sondern bei dem man, der den Titel „100 Jahre sind viel zu kurz viel zu kurz (für eine neue Liebe)“ geschrieben hat – Klaus Pelizaeus …:

 

„Ich finde es lustig, wenn geschrieben wird, Dieter Bohlen hätte den Siegersong von ‚DSDS‘ komponiert – dreist geklaut wäre ehrlicher“, meint beispielsweise Benny Schnier, der als „Benny“ des Öfteren in der „ZDF-Hitparade“ und auch in den deutschen Single Charts vertreten war.

Die Rede ist von dem Titel „Eine Nacht“, der in der Version von „DSDS“ Gewinner RAMON ROSELLY gerade so richtig durch die Decke geht.

Interessanterweise weist „Eine Nacht“ einige Parallelen mit dem Titel „100 Jahre sind noch zu kurz (für eine neue Liebe)“, den Klaus Pelizaeus für Randolph Rose geschrieben hat, auf.

smago! fragte bei Klaus Pelizaeus nach und stellte zum einen fest „Das Kuriose ist, dass Dieter Bohlen IHREN Song ‚100 Jahre sind viel zu kurz (für eine neue Liebe)“ zunächst runtergemacht und abgewertet hat, sich jetzt aber offensichtlich hiervon hat ‚inspirieren‘ lassen …“ UND „Randolph Rose wurde mehrfach – auch im ‚großen Finale‘ von ‚DSDS‘ – von Dieter Bohlen ‚gedisst‘. Dabei ist Randolph ein Künstler, der auf eine 50-jährige Karriere zurückblicken kann. Was sagen SIE zu Dieters ‚Entgleisungen‘ gegenüber Randolph Rose?“.

Klaus Pelizaeus‘ Antwort lautet wie folgt: „Okay, viele hörten es irgendwie raus: Die ersten neun Töne des Refrains von ‚Eine Nacht‘, dem DSDS-Siegerlied aus der Feder von Dieter Bohlen, sind mit der von mir komponierten und getexteten Nummer für Randolph Rose ‚Hundert Jahre sind noch zu kurz‘ identisch. Aber was soll´s? Ich bin ihm nicht böse, betrachte das mal als eine Form der Anerkennung an den Songschreiber. Besser gut geklaut, als schlecht komponiert.

Dieter Bohlen ist für seine frechen, oft rustikalen Sprüche bekannt. Aber das mag ich eigentlich an ihm. Er ist ja grundehrlich, bringt bei so manchem vorgetragenen Schrott einfach Dinge gleich auf den Punkt. Davon lebt ja die Sendung. Nur passiert ihm schon mal eine Flapsigkeit. Beim DSDS-Casting, zu sehen am 4. Januar, fand er den Song von Ramon erst mal ’scheiße und old fashioned‘. Eine Minute später hat er seine Meinung ja schon revidiert. Es gefielen ihm Harmonien und Übergänge, als er meinte: ‚So was findet man heute doch gar nicht mehr. Das könnte doch heute gar keiner mehr spielen. Eigentlich schön‘. Und da hat er Recht.

Dieter Bohlen ist ja selbst ein alter Schlager-Fuzzy. Mit Ramon hat er in diesem Moment genau den richtigen Kandidaten für sich entdeckt und die ganze Zeit für ihn geworben. Im DSDS-Finale vor der Siegerkürung, ist aber leider wieder seine Unflätigkeit mit ihm durchgegangen. Warum muss er einen verdienten Künstler wie Randolph Rose, der 50 Jahre auf der Bühne gestanden hat, von Sammy Davis jr. Ins Licht gestellt wurde, in der legendären ‚ZDF-Hitparade‘ vertreten war und noch kein böses Wort über Kollegen hat verlauten lassen, in einem Anflug von Arroganz mit lächerlichen Vergleichen degradieren und veralbern. Das ist im höchsten Maße unanständig und gehört sich nicht. Das hat ein Dieter Bohlen auch gar nicht nötig.

Auf jeden Fall wünsche ich Ramon, dem von der Intonation saubersten, charmantesten und wohl sympathischsten Kandidaten der Finalrunde, alles Gute bei seiner Karriere. Er hat verdient gewonnen.“

Außerdem wollte smago! von Klaus Pelizaeus wissen, was er von einer Duett-Version seines Titels „100 Jahre sind noch zu kurz (für eine neue Liebe)“ mit Ramon Roselly & Randolph Rose halten würde:

„Dagegen hätte ich natürlich nichts. Das wäre sicher eine reizvolle und spannende Sache. Beide könnten zu dem Song einiges erzählen.“


Textquelle/Bildquelle:
Andy Tichler, Chefredakteur www.smago.de

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