HARALD JUHNKE
Heute (01.06.2020), NDR fernsehen: „Harald Juhnke – that’s life“ (Wh.!)!

„Ein Mann mit Höhen und Tiefen“ // 21:45 Uhr – 23:15 Uhr + im Anschluss (in der Nacht auf 02.06.) „Der Papagei“ (Spielfilm – D, 1992)!

 

 

 

„Ich werde einmal der berühmteste Schauspieler Deutschlands!“ – Diesem Ziel hat HARALD JUHNKE sein Leben untergeordnet. Er wurde der große Entertainer, Schauspieler, Komiker, Sänger, Conferencier und Charmeur. Die Bühne wurde sein Leben und der Erfolg seine Droge, ein Leben und eine Karriere mit vielen Höhen und Tiefen, Triumph und Absturz.

1929 wurde Harald Juhnke in Berlin geboren. Bekannt wurde er in den 1950er-Jahren durch zahlreiche kleine Rollen in Heimatfilmen. Als Jux-Onkel mit Berliner Schnauze bediente er meistens die komische Seite. Er avancierte zum König des Berliner Boulevardtheaters und hatte 1977 zusammen mit Grit Boettcher in der Serie „Ein verrücktes Paar“ seinen Durchbruch im Fernsehen. Zwei Jahre später übernahm er vom plötzlich verstorbenen Showmaster und Entertainer Peter Frankenfeld die Moderation der Show „Musik ist Trumpf“. Damit wurde Harald Juhnke zum großen Fernsehstar.

 

 

 

Der Alkohol bestimmt sein Leben

 

Doch Juhnke griff immer häufiger zur Flasche. Im Oktober 1981 kam es zum Eklat: Er ließ seine Liveshow platzen, weil er betrunken war. Das hatte es im deutschen Fernsehen noch nicht gegeben.

Der Alkohol bestimmte fortan sein Leben, die Boulevardpresse wurde sein ständiger Begleiter. Und doch gelang es Harald Juhnke, sich immer und immer wieder in die Herzen seines Publikums zu spielen. Dafür arbeitete er unermüdlich: Ob im Theater, im Kino, im Fernsehen, er war überall präsent.

 

 

 

Neue Chance in Show und Film

 

Eine neue Chance als Entertainer bekam der Frank-Sinatra-Fan Juhnke mit der Show „Willkommen im Club“. Und in der Sketchserie „Harald und Eddi“ konnte er sein komisches Talent voll ausleben. Auf der Bühne spielte Harald Juhnke dagegen immer wieder mit großer Leidenschaft ernsthafte Rollen. In Filmen konnte er diese Seite seines Könnens erst in der letzten Lebensphase einem breiten Publikum vorstellen. Es waren die gebrochenen Typen, die ihm lagen. In „Der Hauptmann von Köpenick“ und ganz besonders in „Der Trinker“ zeigte er sich als großartiger Charakterdarsteller.

Harald Juhnke wurde „der Mann mit dem Verzeih-mir-Gen“ genannt, ein Mann „von um die Ecke“, der offen mit seinen Schwächen umging. Er war der große Entertainer und zugleich der Bodenständige, der Berliner mit frecher Schnauze, der Mann mit Schwächen, der sein Publikum liebte und das Publikum ihn.

 

 

 

Der endgültige Zusammenbruch

 

So ging es lange Jahre gut. Doch im Sommer 2000 kam es in Wien zum endgültigen Zusammenbruch und Juhnke wurde in eine Klinik eingeliefert. Ende 2001 gab sein Manager Juhnkes Karriereende bekannt. Am 1. April 2005 verstarb Harald Juhnke in einem Krankenhaus bei Berlin.

In diesem Film kommen unter anderem zu Wort: Juhnkes zweite Ehefrau Susanne und sein Sohn Peer Juhnke, Florian Silbereisen, Grit Boettcher, Howard Carpendale, Michael Schanze, Gregor Gysi, Barbara Schöne.

 

 

 

 

 

„DER PAPAGEI“ ((23:15 Uhr – 00:45 Uhr))

 

 

Als Schauspieler ist Dieter „Did“ Stricker gescheitert. Auch seine Ehe ist durch Alkohol und Frauengeschichten zerrüttet. Als Marktschreier verkauft er Gemüsehobel – bis ihn sein alter Kumpel Rainer entdeckt, der es als Werbestratege zu etwas gebracht hat und gerade einer rechtsradikalen Partei zum Wahlsieg verhelfen soll.

Er spannt den rhetorisch begabten Did als Spitzenkandidaten vor den Parteikarren. Did begeistert die Massen mit Erfolg. Die Popularität der Partei steigt. Doch mit einem Mal meldet sich Strickers Gewissen zu Wort.

 

 

23 Jahre haben sie sich nicht gesehen und ausgerechnet in der Fußgängerzone treffen sie sich wieder: Did (Harald Juhnke, links) führt gerade lauthals seinen Gemüsehobel vor, als Rainer (Dominic Raacke) plötzlich mit Alexa (Daniela Lunkewitz) vor ihm steht.
© NDR – BR

Textquelle/Bildquelle:
NDR (Textvorlage)

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