SONJA ZIEMANN
„Schwarzwaldmädel“ Sonja Ziemann 94-jährig verstorben!

„Heimatkanal“ ändert sein Programm wie folgt …:

 

SONJA Alice Selma Toni ZIEMANN (* 8. Februar 1926 in Eichwalde; † 17. Februar 2020 in München war eine deutsche Schauspielerin, Tänzerin und Sängerin. In den 1950er Jahren galt sie, häufig an der Seite ihres Kollegen Rudolf Prack eingesetzt, als eine der beliebtesten Schauspielerinnen Deutschlands. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Heimatfilme „Schwarzwaldmädel“ und „Grün ist die Heide“.
Leben und Werk
Bereits im Alter von zehn Jahren begann Sonja Ziemann ein Tanzstudium an der Berliner Tanzschule von Tatjana Gsovsky und hatte 1941 ihre ersten Auftritte als Ballerina. Etwa gleichzeitig begann sie eine Ausbildung an der Ufa-Schauspielschule und hatte ihr Leinwanddebüt mit einer Nebenrolle in Ein Windstoß von Walter Felsenstein. Noch während des Zweiten Weltkriegs drehte sie weitere Filme, nach Kriegsende konnte sie ihre Karriere mit Filmen wie „Sag’ die Wahrheit“ (1946) und „Herzkönig“ (1947) fortsetzen.
Bekannt wurde Ziemann durch zahlreiche Filmerfolge in den 1950er Jahren, allen voran die Operettenverfilmung „Schwarzwaldmädel“ (1950) und den Heimatfilm „Grün ist die Heide“ (1951). Beide Filme lockten jeweils über 15 Millionen Zuschauer in die Kinos und wirkten stilbildend für das während dieser Zeit populäre Genre des Heimatfilmes. Ziemann selbst wollte allerdings nie auf die Rolle des „Schwarzwaldmädels“ festgelegt werden, da sie andere ihrer Filme mehr schätzte.
Eine Zeitlang galten Ziemann und ihr Schauspielerkollege Rudolf Prack, an dessen Seite sie in mehreren Filmen auftrat, als ein Traumpaar des deutschen Films. Sonja Ziemanns Bekanntheitsgrad war so hoch, dass sie sich 1957 in Helmut Käutners Spielfilm „Die Zürcher Verlobung“ selbst verkörperte. Um sich etwas von dem Image des „netten Mädels von nebenan“ zu lösen, spielte Ziemann 1958 eine ernstere Rolle in dem polnisch-deutschen Filmdrama Der achte Wochentag von Aleksander Ford. Anschließend folgten für Ziemann Charakterrollen in Filmen wie „Hunde, wollt ihr ewig leben“ und „Menschen im Hotel“. Gelegentlich trat die Schauspielerin auch in internationalen Produktionen auf, etwa an der Seite von Richard Widmark in dem Spionagefilm „Geheime Wege“ (1960) sowie in dem starbesetzten Kriegsfilm „Die Brücke von Remagen“ (1969). Nach 1970 war Ziemann nur noch gelegentlich vor der Fernsehkamera zu sehen, zuletzt 1997 in zwei Folgen der Fernsehserie „Park Hotel Stern“. Zudem hatte sie Theaterauftritte in Stücken von Frank Wedekind und Tennessee Williams.
Privatleben
Ziemann war dreimal verheiratet. Der ersten Ehe mit dem Wiesbadener Strumpffabrikanten Rudolf Hambach zwischen 1953 und 1956 entstammte ein Sohn namens Pierre, der 1970 im Alter von nur 16 Jahren an einem Tumor starb. Von 1961 bis 1968 war sie mit dem polnischen Schriftsteller Marek Hłasko verheiratet, der kurz nach der Scheidung an einer Überdosis Schlaftabletten starb. Ihre dritte Ehe mit dem Schauspieler und Regisseur Charles Regnier hielt von 1989 bis zu Regniers Tod im Jahr 2001.
Sonja Ziemann lebte viele Jahre am Tegernsee in Bayern und in St. Moritz. 2006 war sie nach vielen Jahren erstmals wieder in einer Talkshow, der ARD-Sendung „Beckmann“, zu Gast. 2011 wurde sie für den Dokumentarfilm „Germaine Damar – Der tanzende Stern“ interviewt. Sie starb im Februar 2020 im Alter von 94 Jahren in einem Münchener Seniorenstift, wo sie zuletzt gelebt hatte.

Zum Tod von Sonja Ziemann ändert Heimatkanal das Programm am Samstag, 22.02. wie folgt:

 

20:15     Schwarzwaldmädel

D 1950, Regie: Hans Deppe

Mit Sonja Ziemann, Rudolf Prack, Paul Hörbiger

 

21:55     Am Brunnen vor dem Tore

D 1952, Regie: Hans Wolff

Mit Sonja Ziemann, Paul Klinger, Willy Fritsch

 

23.25     Curd Jürgens erzählt: Die Frau an meiner Seite

D 1962, Regie: Gerhard Overhoff

Mit Curd Jürgens und Sonja Ziemann

(Heimatkanal exklusiv)

 

Folgende Filmtermine entfallen:

20:15     Hurra, unsere Eltern sind nicht da

21:45     Heintje – Mein bester Freund

 

Die weiteren Sendungen verschieben sich um ca. 25 Minuten.

23:45     Das Dorf unterm Himmel

01:20     … und ewig bleibt die Liebe

02:50     Der Ochsenkrieg

04.20     Zwölf Mädchen und ein Mann

 

Die Wiederholung der Sendung „Ottis Aquarium“ (05:20 Uhr) entfällt.


Textquelle/Bildquelle:
Wikipedia.de (Textvorlage)

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